Schluss mit Diskriminierung! #Barrierefreiheitsrecht für Menschen mit Behinderung, jetzt!

Das Problem

Es ist skandalös: In Deutschland gibt es kein Gesetz, das die Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit verpflichtet! Hierzulande darf die Wirtschaft ausgrenzen und diskriminieren. Nahezu 90% aller Einzelhandelsgeschäfte sind nur über Stufen erreichbar und die meisten Medien sind für Gehörlose und Blinde nicht nutzbar. Andere Länder, wie Österreich oder die USA, haben die Pflicht zur Herstellung von Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen in Gesetze verankert - zum Teil seit Jahrzehnten.

Doch jetzt will die Bundesregierung ein sogenanntes Barrierefreiheitsgesetz (BFG) in kürzester Zeit - ohne echte Anhörung von Betroffenen - durch den Bundestag pauken. Es hört sich großartig an, aber inhaltlich wird fast nichts geregelt:

  • Keine grundsätzliche Verpflichtung zur Barrierefreiheit
  • Keine Regeln um Orte baulich zugänglich zu machen
  • Keine Mechanismen um Barrieren in unterschiedlichen Branchen abzubauen.

Es fehlt schlicht das #Barrierefreiheitsrecht.

Stattdessen nutzt die Regierung eine Europäische Richtlinie als Ausrede, um nicht wirklich für Barrierefreiheit zu sorgen. Diese Richtlinie schreibt vor, dass digitale Produkte und Terminals wie Ticket- und Geldautomaten barrierefrei sein müssen. Die Regierung regelt also nur das, was die EU als absolutes Minimum fordert. Dass Menschen mit Behinderung wegen unzähliger anderer Barrieren noch immer nicht an der Gesellschaft teilhaben können, scheint ihr egal zu sein.
Ein “Barrierefreiheitsgesetz” ohne Barrierefreiheit ist ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die jeden Tag ausgegrenzt werden!

Wir fordern daher:

  • Ein grundsätzliches Recht auf Barrierefreiheit
  • Die Ausweitung der Verpflichtung zur Barrierefreiheit auf alle Branchen, insbesondere auf das bauliche Umfeld
  • Barrierefreiheit auch für Arbeitnehmer*innen und nicht nur Konsument*innen
  • Echte Beteiligung der Betroffenen und ihrer Verbände am Gesetzgebungsverfahren
  • Ein Förderprogramm für kleine und mittelständige Unternehmen zur Umsetzung von Barrierefreiheit

Raul Krauthausen & Constantin Grosch von #BarrierenBrechen

___

Weiterführende Informationen

Foto: Lukas Kapfer | TH10, Gesellschaftsbilder.de

60.999

Das Problem

Es ist skandalös: In Deutschland gibt es kein Gesetz, das die Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit verpflichtet! Hierzulande darf die Wirtschaft ausgrenzen und diskriminieren. Nahezu 90% aller Einzelhandelsgeschäfte sind nur über Stufen erreichbar und die meisten Medien sind für Gehörlose und Blinde nicht nutzbar. Andere Länder, wie Österreich oder die USA, haben die Pflicht zur Herstellung von Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen in Gesetze verankert - zum Teil seit Jahrzehnten.

Doch jetzt will die Bundesregierung ein sogenanntes Barrierefreiheitsgesetz (BFG) in kürzester Zeit - ohne echte Anhörung von Betroffenen - durch den Bundestag pauken. Es hört sich großartig an, aber inhaltlich wird fast nichts geregelt:

  • Keine grundsätzliche Verpflichtung zur Barrierefreiheit
  • Keine Regeln um Orte baulich zugänglich zu machen
  • Keine Mechanismen um Barrieren in unterschiedlichen Branchen abzubauen.

Es fehlt schlicht das #Barrierefreiheitsrecht.

Stattdessen nutzt die Regierung eine Europäische Richtlinie als Ausrede, um nicht wirklich für Barrierefreiheit zu sorgen. Diese Richtlinie schreibt vor, dass digitale Produkte und Terminals wie Ticket- und Geldautomaten barrierefrei sein müssen. Die Regierung regelt also nur das, was die EU als absolutes Minimum fordert. Dass Menschen mit Behinderung wegen unzähliger anderer Barrieren noch immer nicht an der Gesellschaft teilhaben können, scheint ihr egal zu sein.
Ein “Barrierefreiheitsgesetz” ohne Barrierefreiheit ist ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die jeden Tag ausgegrenzt werden!

Wir fordern daher:

  • Ein grundsätzliches Recht auf Barrierefreiheit
  • Die Ausweitung der Verpflichtung zur Barrierefreiheit auf alle Branchen, insbesondere auf das bauliche Umfeld
  • Barrierefreiheit auch für Arbeitnehmer*innen und nicht nur Konsument*innen
  • Echte Beteiligung der Betroffenen und ihrer Verbände am Gesetzgebungsverfahren
  • Ein Förderprogramm für kleine und mittelständige Unternehmen zur Umsetzung von Barrierefreiheit

Raul Krauthausen & Constantin Grosch von #BarrierenBrechen

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Weiterführende Informationen

Foto: Lukas Kapfer | TH10, Gesellschaftsbilder.de

Jetzt unterstützen

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Die Entscheidungsträger*innen

Jens Beeck
MdB, FDP, teilhabepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion
Beantwortet
Viele Menschen denken, dass Inklusion und Barrierefreiheit ein Thema ist, dass sie nicht betrifft. Das ist ein Irrglaube. Von ihr profitieren Menschen mit Behinderungen, Familien mit Kindern, ältere Menschen und letztlich wir alle, denn Einschränkungen der Mobilität oder in der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erfährt zeitweise jede und jeder Einzelne. Hier ist gesellschaftliches Umdenken und Verinnerlichung des Inklusionsgedankens wichtig. Eine freie Gesellschaft ist inklusiv. Dafür muss sie auch barrierefrei sein und zwar in allen Bereichen. Für uns Freie Demokraten war die Änderung unseres Grundgesetzes im Jahr 1994 wegweisend, als es um den Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“, ergänzt wurde. Und auch die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet uns zur Teilhabe und Inklusion. Eine umfassende Barrierefreiheit ist daher dringend notwendig. Das bezieht sich auf die baulichen Voraussetzungen z.B. in einem Café oder auch auf barrierefreies Reisen. Das bedeutet auch, dass es verpflichtende Regelungen für sich an die Öffentlichkeit wendende, gewerblich genutzte Neubauten gibt. Ich bin davon überzeugt, dass barrierefreies Bauen – sobald es der Standard ist – keine Nachteile für die Bauherren mit sich bringt. Foto: Jens Beeck
Dr. Dietmar Bartsch
Spitzenkandidat DIE LINKE zur Bundestagswahl 2021
Beantwortet
Ich trete für die volle und wirksame Teilhabe aller Menschen in Deutschland ein. Deshalb unterstütze ich die Petition. Barrierefreiheit nützt allen Menschen. Sie muss deshalb sowohl für den öffentlichen als auch den privatwirtschaftlichen Bereich als bindende Verpflichtung gelten. Rund 16 Prozent der Bevölkerung leben mit anerkannten Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Durch vielfältige Barrieren im Alltag - zum Beispiel in Verkehrsmitteln, Arbeitsstätten, Bildungseinrichtungen, Arztpraxen, Behörden oder im digitalen Bereich - ist Teilhabe nur eingeschränkt möglich. Der allgemeine Arbeitsmarkt ist auch über zehn Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht barrierefrei und inklusiv. Die Große Koalition hat viel zu wenig für Menschen mit Behinderungen getan. Ich will, dass Menschen mit Behinderungen alles machen und alles werden können. Dafür braucht es vollständige Barrierefreiheit überall - auch in der Wirtschaft. Foto: DBT/Inga Haar
Hubertus Heil
Bundesminister für Arbeit und Soziales
Peter Altmaier
Peter Altmaier
Bundesminister für Wirtschaft und Energie
Neuigkeiten zur Petition