Durchschnittsabitur Bzw. Abstand von Zentralabitur

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 In diesem Schreiben möchten wir auf die prekäre Situation des kommenden Abiturs 2021 aufmerksam machen und dass die Umsetzung eines zentralen Abiturs nicht möglich oder akzeptabel ist.
Unser Jahrgang ist durch die Pandemie mit keinem anderen Abiturjahrgang zu vergleichen. Wir sind in jeglicher Hinsicht benachteiligt, was sich zukunftsorientiert auf unsere Abschlussnoten auswirken wird und damit unsere berufliche Zukunft betroffen ist.
 
Der erste Lockdown im März kam sehr unerwartet und keiner war wirklich für solch eine Situation ausgerüstet, wirkliche Regeln für eine Gewährleistung des Unterrichts waren nicht vorhanden. Somit wurde unser Lehrplan ziemlich zurückgeworfen. Aufgaben wurden schriftlich gestellt, aber ein wirklicher Präsenzunterricht, der für viele Fächer (ob GK oder LK) wichtig ist, konnte umstandshalber nicht ausgeführt werden.
Auch mit dem Schulbeginn nach dem Lockdown konnten nicht die vollen Unterrichtsstunden absolviert werden, da die Klassen aufgeteilt werden mussten und dazu musste eine ganze Klausurphase ausgelassen werden.
Zu Beginn der zweiten Qualifikationsphase konnten wir immer noch nicht von einer entspannten Lage sprechen. Die entstandenen Lücken des Lehrstoffes waren schon ersichtlich und auch die meisten Lehrer machten uns bewusst, dass es kaum möglich sei diese Lücken wieder aufzuholen. 
Durch die ansteigenden Coronazahlen hat sich die Situation in den letzten Monaten immer mehr zugespitzt.
Maßnahmen, die zum Schutz verordnet wurden, erschweren das Lernen zum Großenteil in den Schulen.
 
 
1.     Maskenpflicht: Durch das ständige Tragen der Maske verringert nachweislich der Sauerstoffgehalt und erschwert dauerhaft die Konzentration. Dazu über mehrere Stunden mit einer Maske eine Klausur zu schreiben ist fast fahrlässig.
2.     Durchlüften der Klassenräume: Durch die geforderten Lüftungsregelungen sitzen die Schüler mit dicken Jacken in kalten Klassenräumen, da bedingt durch die Wintermonate die Celsius Grade sehr gesunken sind
3.     Krankheiten: Die Schüler sind aufgefordert bei einem kleinsten Schnupfen daheim zu bleiben, was wieder fehlende Stunde mit sich bringt; durch die oben genannten Lüftungsregeln ist eine Erkältung das resultierende
4.     Quarantäne: mehr als 300.000 Schüler sind bundesweit in Quarantäne und auch in unserer Schule sind viele Schüler aus dem Abiturjahrgang betroffen. Die Fehlstunden sind kaum wieder aufzuholen und sind für Schüler und Lehrer eine fast unlösbare Situation. Denn die zweite sehr wichtige Klausurphase steht vor der Tür und wieder ist kein aktiver Präsenzunterricht für die betroffenen Schüler gegeben. Auch betroffene Lehrer fallen aus
5.     Abstand: wir begeben uns täglich mit allen Schülern der Schulen in Gefahr einer Ansteckung oder in Quarantäne als Kontaktperson, was ebenfalls ein zusätzlicher Rückstand des Präsenzunterricht ist
6.    Unterricht: viele hilfreiche Unterrichtsmethoden, wie zum Beispiel ein Austausch in Gruppen oder Gruppenarbeiten sind nicht möglich. Der Austausch erfolgt nur mit dem jeweiligen Sitznachbarn.
All diese Punkte unterstreichen, dass der nötige Unterricht für ein reguläres Abitur auf keinen Fall gegeben ist. Dies hat zufolge, dass ein mentaler Druck für uns Schüler bereits jetzt schon hinsichtlich des Abiturs besteht. Die Lernunterschiede an dem umliegenden Schulen sind gravierend, manche Schulen sind schon wieder geschlossen.
Darum plädieren wird auf das reguläre Abitur zu verzichten und setzen auf ein Durchschnittsabitur oder Abstand vom Zentralabitur.