Save Jamshid Sharmahd!

Das Problem

Deutsch | English

Die Kampagne „Save Jamshid Sharmahd“ richtet sich mit einem Brief an die Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, um das Leben des im Iran inhaftierten deutschen Staatsbürgers Jamshid Sharmahd zu retten:

Sehr geehrte Frau Ministerin Annalena Baerbock,

wir wenden uns verzweifelt an Sie und bitten Sie, ein Menschenleben zu retten. Das Leben des deutschen Staatsbürgers Jamshid Sharmahd, der seit 18 Monaten von der Islamischen Republik Iran als Geisel gehalten wird, ist in höchster Gefahr.

Jamshid Sharmahd musste im August 2020 auf einer Reise von Deutschland nach Indien einen dreitägigen Zwischenstopp am Flughafen Dubai einlegen. Dort brachen die Kontakte zu seiner Familie ab. Die Familie erfuhr einige Tage später durch iranische Staatsmedien, dass Herr Sharmahd durch den Geheimdienst der Islamischen Republik entführt und in den Iran verschleppt worden sei.

Jamshid Sharmahd ist ein politischer Aktivist, der die Islamische Republik Iran immer wieder kritisiert hat. Nach Angaben seiner Tochter Gazelle Sharmahd ist ihr Vater seit über 555 Tagen in Einzelhaft und konnte weder seine Familie kontaktieren, noch hatte er Zugang zu einem unabhängigen Anwalt oder Kontakt zu Familie und Verwandten im Iran.

Am Samstag, den 5. Februar 2022 berichteten iranische Staatsmedien, dass sein Prozess am folgenden Tag beginnen würde. Die Familie erfuhr wieder allein durch die Medien vom Prozess. Am 6. Februar begann der Prozess gegen Jamschid Sharmahd, der als politischer Schauprozess beurteilt werden muss, da er teilweise in den iranischen Staatsmedien übertragen wird.

Die Familie ist besorgt: Jamshid Sharmahd ist schwer abgemagert und "nicht mehr er selbst". Er steht vor dem Revolutionsgericht 15, das unter dem Vorsitz von Richter Abolqasem Salavati steht, der als „Todesrichter“ berüchtigt ist. Die Anklage lautet "Korruption auf Erden", was im mittelalterlichen Rechtssystem der Islamischen Republik Iran die Todesstrafe bedeutet. Richter Salavati ist bekannt dafür, die Todesstrafe auch zu verhängen. Das letzte Opfer war Ruhollah Zam. Der Journalist Zam wurde ebenfalls in den Iran entführt und dort im Dezember 2020 gehängt.

Es ist von äußerster Wichtigkeit, dass die Bundesregierung sofort reagiert, um den geplanten Staatsmord von Herrn Sharmahd zu verhindern. Wir fordern nachdrücklich, dass die Angelegenheit absolute Priorität bekommt, dass ein Krisenstab eingerichtet wird, und dass die Bundesregierung alle politischen und diplomatischen Möglichkeiten ausschöpft, um Druck auf die Islamische Republik Iran auszuüben. Eine allgemeine Verurteilung der Todesstrafe sowie ein Aufruf, die Menschenrechte einzuhalten, reichen nicht aus. Wir bitten Sie eindringlich, sofort ernsthafte und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben des 66-jährigen deutschen Staatsbürgers zu retten und seine Familie vor dieser schrecklichen Tat zu bewahren.

Mit ausgezeichneter Hochachtung

Die ErstunterzeichnerInnen (in alphabetischer Reihenfolge):

Mina Ahadi, Internationales Komitee gegen die Todesstrafe

Masih Alinejad, Journalistin und Frauenrechtlerin

Jamshid Barzegar, Journalist

Ulrike Becker, Mideast Freedom Forum Berlin

Nazanin Boniadi, Schauspielerin, Menschenrechtsaktivistin und Botschafterin für Amnesty UK

Mariam Claren, Tochter der deutsch-iranischen politischen Gefangenen Nahid Taghavi

Saed Dehghan, Menschenrechtsanwalt und Mitglied „International Bar Association“

„Frauen für Freiheit e. V."

Guila Fakhoury, Co-Gründerin Amer Fakhoury Foundation

Rahim Hemmati, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

Shiva Mahbobi, Sprecherin der Kampagne „Free Political Prisoners in Iran“

Rezvan Moghaddam, Frauenrechtlerin

Dr. Kylie Moore-Gilbert, Geisel der Islamischen Republik Iran von 2018-2020

Daren Nair, ehemaliges Vorstandsmitglied von Amnesty UK

Maryam Namazie, Schriftstellerin und Aktivistin

Gissou Nia, Menschenrechtsanwältin

Majid Niknamamini, Journalist, Gründer der Sattar Beheshti Foundation und Amadnews

Dr. Reza Parchizadeh, Politiktheoretiker und Sicherheitsanalyst

Hourvash Pourkian, „International Women in Power“

Jason Poblete, US-Anwalt von Jamshid Sharmahd und Präsident der Global Liberty Alliance, 2020 ausgezeichnet mit dem James W Foley Legacy Foundation Hostage Advocacy Award

Ahmad Rafat, Journalist Kayhan News

Richard Ratcliffe, Ehemann der iranisch-britischen politischen Gefangenen Nazanin Zaghari-Ratcliffe

Barry Rosen, ehemaliger US-Diplomat und Geisel im Iran von 1979-1981

Kaveh Shahrooz, Menschenrechtsanwalt

Gazelle Sharmahd, Tochter des deutsch-iranischen politischen Gefangenen Jamshid Sharmahd

Xiyue Wang, ehemalige Geisel im Iran von 2016-2019

avatar of the starter
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)Petitionsstarter*inWir sind eine 1972 gegründete Menschenrechtsorganisation, die sich insbesondere für Meinungs-, Presse-, Religions- und Versammlungsfreiheit und für die Stärkung und Einhaltung der Menschenrechte weltweit einsetzt.

556.155

Das Problem

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Die Kampagne „Save Jamshid Sharmahd“ richtet sich mit einem Brief an die Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, um das Leben des im Iran inhaftierten deutschen Staatsbürgers Jamshid Sharmahd zu retten:

Sehr geehrte Frau Ministerin Annalena Baerbock,

wir wenden uns verzweifelt an Sie und bitten Sie, ein Menschenleben zu retten. Das Leben des deutschen Staatsbürgers Jamshid Sharmahd, der seit 18 Monaten von der Islamischen Republik Iran als Geisel gehalten wird, ist in höchster Gefahr.

Jamshid Sharmahd musste im August 2020 auf einer Reise von Deutschland nach Indien einen dreitägigen Zwischenstopp am Flughafen Dubai einlegen. Dort brachen die Kontakte zu seiner Familie ab. Die Familie erfuhr einige Tage später durch iranische Staatsmedien, dass Herr Sharmahd durch den Geheimdienst der Islamischen Republik entführt und in den Iran verschleppt worden sei.

Jamshid Sharmahd ist ein politischer Aktivist, der die Islamische Republik Iran immer wieder kritisiert hat. Nach Angaben seiner Tochter Gazelle Sharmahd ist ihr Vater seit über 555 Tagen in Einzelhaft und konnte weder seine Familie kontaktieren, noch hatte er Zugang zu einem unabhängigen Anwalt oder Kontakt zu Familie und Verwandten im Iran.

Am Samstag, den 5. Februar 2022 berichteten iranische Staatsmedien, dass sein Prozess am folgenden Tag beginnen würde. Die Familie erfuhr wieder allein durch die Medien vom Prozess. Am 6. Februar begann der Prozess gegen Jamschid Sharmahd, der als politischer Schauprozess beurteilt werden muss, da er teilweise in den iranischen Staatsmedien übertragen wird.

Die Familie ist besorgt: Jamshid Sharmahd ist schwer abgemagert und "nicht mehr er selbst". Er steht vor dem Revolutionsgericht 15, das unter dem Vorsitz von Richter Abolqasem Salavati steht, der als „Todesrichter“ berüchtigt ist. Die Anklage lautet "Korruption auf Erden", was im mittelalterlichen Rechtssystem der Islamischen Republik Iran die Todesstrafe bedeutet. Richter Salavati ist bekannt dafür, die Todesstrafe auch zu verhängen. Das letzte Opfer war Ruhollah Zam. Der Journalist Zam wurde ebenfalls in den Iran entführt und dort im Dezember 2020 gehängt.

Es ist von äußerster Wichtigkeit, dass die Bundesregierung sofort reagiert, um den geplanten Staatsmord von Herrn Sharmahd zu verhindern. Wir fordern nachdrücklich, dass die Angelegenheit absolute Priorität bekommt, dass ein Krisenstab eingerichtet wird, und dass die Bundesregierung alle politischen und diplomatischen Möglichkeiten ausschöpft, um Druck auf die Islamische Republik Iran auszuüben. Eine allgemeine Verurteilung der Todesstrafe sowie ein Aufruf, die Menschenrechte einzuhalten, reichen nicht aus. Wir bitten Sie eindringlich, sofort ernsthafte und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben des 66-jährigen deutschen Staatsbürgers zu retten und seine Familie vor dieser schrecklichen Tat zu bewahren.

Mit ausgezeichneter Hochachtung

Die ErstunterzeichnerInnen (in alphabetischer Reihenfolge):

Mina Ahadi, Internationales Komitee gegen die Todesstrafe

Masih Alinejad, Journalistin und Frauenrechtlerin

Jamshid Barzegar, Journalist

Ulrike Becker, Mideast Freedom Forum Berlin

Nazanin Boniadi, Schauspielerin, Menschenrechtsaktivistin und Botschafterin für Amnesty UK

Mariam Claren, Tochter der deutsch-iranischen politischen Gefangenen Nahid Taghavi

Saed Dehghan, Menschenrechtsanwalt und Mitglied „International Bar Association“

„Frauen für Freiheit e. V."

Guila Fakhoury, Co-Gründerin Amer Fakhoury Foundation

Rahim Hemmati, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

Shiva Mahbobi, Sprecherin der Kampagne „Free Political Prisoners in Iran“

Rezvan Moghaddam, Frauenrechtlerin

Dr. Kylie Moore-Gilbert, Geisel der Islamischen Republik Iran von 2018-2020

Daren Nair, ehemaliges Vorstandsmitglied von Amnesty UK

Maryam Namazie, Schriftstellerin und Aktivistin

Gissou Nia, Menschenrechtsanwältin

Majid Niknamamini, Journalist, Gründer der Sattar Beheshti Foundation und Amadnews

Dr. Reza Parchizadeh, Politiktheoretiker und Sicherheitsanalyst

Hourvash Pourkian, „International Women in Power“

Jason Poblete, US-Anwalt von Jamshid Sharmahd und Präsident der Global Liberty Alliance, 2020 ausgezeichnet mit dem James W Foley Legacy Foundation Hostage Advocacy Award

Ahmad Rafat, Journalist Kayhan News

Richard Ratcliffe, Ehemann der iranisch-britischen politischen Gefangenen Nazanin Zaghari-Ratcliffe

Barry Rosen, ehemaliger US-Diplomat und Geisel im Iran von 1979-1981

Kaveh Shahrooz, Menschenrechtsanwalt

Gazelle Sharmahd, Tochter des deutsch-iranischen politischen Gefangenen Jamshid Sharmahd

Xiyue Wang, ehemalige Geisel im Iran von 2016-2019

avatar of the starter
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)Petitionsstarter*inWir sind eine 1972 gegründete Menschenrechtsorganisation, die sich insbesondere für Meinungs-, Presse-, Religions- und Versammlungsfreiheit und für die Stärkung und Einhaltung der Menschenrechte weltweit einsetzt.

Die Entscheidungsträger*innen

Friedrich Merz
Mitglied des Bundestages, Parteivorsitzender der CDU, politischer Pate von Jamshid Sharmahd
Beantwortet
"Jamshid Sharmahds Leben ist in Gefahr. Ihm droht im Iran die Todesstrafe. Herr Sharmahd hat das Recht auf einen fairen Prozess nach international anerkannten rechtsstaatlichen Standards - beides wird ihm verwehrt. Ich fordere die Regierung der Islamischen Republik Iran erneut dazu auf, Herrn Sharmahd unverzüglich Zugang zu seiner Familie und konsularische Betreuung durch die Deutsche Botschaft in Teheran zu ermöglichen. Von der Bundesregierung erwarte ich als politischer Pate von Herrn Sharmahd, dass die Bemühungen zum Schutz der Rechte dieses deutschen Staatsangehörigen intensiviert werden."
Christofer Burger
Sprecher des Auswärtigen Amtes
Beantwortet
Wir haben es schon sehr deutlich gesagt: Das Todesurteil gegen Jamshid Sharmahd ist absolut inakzeptabel. Nicht nur ist die Todesstrafe grausam, unmenschlich und erniedrigend, Jamshid Sharmahd hatte zu keinem Zeitpunkt auch nur den Ansatz eines fairen Prozesses: Er hatte keinen Zugang zu einem frei gewählten Rechtsbeistand. Die Umstände seiner Verhaftung und seiner Verbringung in den Iran sind bis heute nicht geklärt. Die öffentliche Zurschaustellung von Herrn Sharmahd kam einer Vorverurteilung gleich. Iran hat uns konsularischen Zugang und auch Zugang zu den Prozessterminen immer wieder verweigert. Wir haben uns von Anfang an immer wieder und hochrangig für Herrn Sharmahd eingesetzt. In diesem Engagement werden wir nicht nachlassen. Wir fordern Iran dazu auf allen uns zur Verfügung stehenden Kanälen auf, die Mängel im Berufungsverfahren abzustellen, das Urteil entsprechend zu korrigieren und von der Todesstrafe abzusehen.
Michael Roth
Ausschussvorsitzender im Auswärtigen Ausschuss
Beantwortet
„In Iran herrscht ein verbrecherisches Regime. Ein Regime, das Menschen unterdrückt, foltert und - wie im jüngsten Fall von Jamshid Sharmahd - zum Tode verurteilt, tritt die Freiheit und Demokratie mit Füßen. Ich fordere die sofortige Aufhebung des Todesurteils gegen Jamshid Sharmahd und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Ich werde auch weiterhin diejenigen unterstützen, die für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte im Iran eintreten."
Annalena Baerbock
Bundesministerin des Auswärtigen
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Petition am 14. Februar 2022 erstellt