Salo Muller, Shoaüberlebender fordert die Bahn AG auf - Nur wer zahlt, meint es ernst!


Salo Muller, Shoaüberlebender fordert die Bahn AG auf - Nur wer zahlt, meint es ernst!
Das Problem
Die Deutsche Bahn AG verweigert die Übernahme der Verantwortung für die Beteiligung der Deutschen Reichsbahn am Holocaust
Offener Brief von Salo Muller an die Deutsche Bahn AG
Der niederländische Holocaustüberlebende Salo Muller appelliert in einem Offenen Brief an den Vorstand der Deutschen Bahn AG, Dr. Richard Lutz und den Bundesminister für Digitales und Verkehr Volker Wissing, der historischen Verantwortung der Deutschen Bahn AG gerecht zu werden. Bis heute streitet die Deutsche Bahn AG ihre Verpflichtung zur Entschädigung der Opfer aufgrund der Beteiligung der Deutschen Reichsbahn am Holocaust ab.
Salo Muller schreibt im Offenen Brief:
“Vor 82 Jahren wurden meine Eltern, Louis und Lena Muller, wie Tausende weitere Juden, Sinti und Roma, mit Zügen der Deutschen Reichsbahn aus den Niederlanden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Diese schrecklichen Ereignisse verfolgen mich bis heute. Das Verbrechen an ihnen wurden nie gesühnt. Deshalb fordere ich von Ihnen finanzielle Entschädigung und eine ernst gemeinte Entschuldigung für alle niederländischen Überlebenden der Deportationen und für die Angehörigen der Ermordeten.”
Die Reichsbahn deportierte während der Zeit des Nationalsozialismus Tausende Jüdinnen, Juden, Romnja und Roma mit Zügen aus den Niederlanden nach Auschwitz, wo die meisten ermordet wurden. Unter den Ermordeten waren auch die Eltern des 1942 sechsjährigen Salo Muller. Die Deutsche Bahn AG sieht keine Pflicht zu Entschädigungsleistungen und verweigert Salo Muller und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern das diesbezügliche Gespräch.
Dagegen protestiert Salo Muller: „Der Schmerz, den ich an diesem Tag fühlte, als mir meine Eltern entrissen wurden, wird mich mein Leben lang begleiten. Dieser wird verstärkt durch den Schmerz darüber, keine, wenn auch nur symbolische Gerechtigkeit erfahren zu haben. Ich appelliere an die Deutsche Bahn AG und an die Bundesregierung ihrer historischen Verantwortung gerecht zu werden. Die Reichsbahn, als Vorgängerin der Deutschen Bahn, hat maßgeblich zur Durchführung der Deportationen beigetragen und davon profitiert. Die Opfer mussten sogar die Fahrkarten selbst bezahlen. Es ist höchste Zeit, dass auch die Deutsche Bahn AG einen Beitrag leistet, um das unermessliche Leid, das uns zugefügt wurde, zumindest teilweise zu lindern und sich als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn ihrer Verantwortung zu stellen.“
„Ich will Gerechtigkeit“, und „wenn man es ernst meint mit der Entschuldigung, dann muss man zahlen.“, sagt Salo Muller und betrachtet den Offenen Brief als Auftakt zu einer Aufklärungs-kampagne in Deutschland. Die Niederländischen Eisenbahnen (Neederlandse Spoorwegen) haben Entschädigungsleistungen an die Überlebenden und Hinterbliebenen von Ermordeten erbracht. Salo Muller erwartet eine Einladung durch den Vorstand der Deutschen Bahn oder den Bundesverkehrsminister.
Susanne Kondoch-Klockow, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees i.d. BRD e.V.
Hier findet sich der komplette Offene Brief und die Erstunterzeichner*innen:

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Das Problem
Die Deutsche Bahn AG verweigert die Übernahme der Verantwortung für die Beteiligung der Deutschen Reichsbahn am Holocaust
Offener Brief von Salo Muller an die Deutsche Bahn AG
Der niederländische Holocaustüberlebende Salo Muller appelliert in einem Offenen Brief an den Vorstand der Deutschen Bahn AG, Dr. Richard Lutz und den Bundesminister für Digitales und Verkehr Volker Wissing, der historischen Verantwortung der Deutschen Bahn AG gerecht zu werden. Bis heute streitet die Deutsche Bahn AG ihre Verpflichtung zur Entschädigung der Opfer aufgrund der Beteiligung der Deutschen Reichsbahn am Holocaust ab.
Salo Muller schreibt im Offenen Brief:
“Vor 82 Jahren wurden meine Eltern, Louis und Lena Muller, wie Tausende weitere Juden, Sinti und Roma, mit Zügen der Deutschen Reichsbahn aus den Niederlanden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Diese schrecklichen Ereignisse verfolgen mich bis heute. Das Verbrechen an ihnen wurden nie gesühnt. Deshalb fordere ich von Ihnen finanzielle Entschädigung und eine ernst gemeinte Entschuldigung für alle niederländischen Überlebenden der Deportationen und für die Angehörigen der Ermordeten.”
Die Reichsbahn deportierte während der Zeit des Nationalsozialismus Tausende Jüdinnen, Juden, Romnja und Roma mit Zügen aus den Niederlanden nach Auschwitz, wo die meisten ermordet wurden. Unter den Ermordeten waren auch die Eltern des 1942 sechsjährigen Salo Muller. Die Deutsche Bahn AG sieht keine Pflicht zu Entschädigungsleistungen und verweigert Salo Muller und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern das diesbezügliche Gespräch.
Dagegen protestiert Salo Muller: „Der Schmerz, den ich an diesem Tag fühlte, als mir meine Eltern entrissen wurden, wird mich mein Leben lang begleiten. Dieser wird verstärkt durch den Schmerz darüber, keine, wenn auch nur symbolische Gerechtigkeit erfahren zu haben. Ich appelliere an die Deutsche Bahn AG und an die Bundesregierung ihrer historischen Verantwortung gerecht zu werden. Die Reichsbahn, als Vorgängerin der Deutschen Bahn, hat maßgeblich zur Durchführung der Deportationen beigetragen und davon profitiert. Die Opfer mussten sogar die Fahrkarten selbst bezahlen. Es ist höchste Zeit, dass auch die Deutsche Bahn AG einen Beitrag leistet, um das unermessliche Leid, das uns zugefügt wurde, zumindest teilweise zu lindern und sich als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn ihrer Verantwortung zu stellen.“
„Ich will Gerechtigkeit“, und „wenn man es ernst meint mit der Entschuldigung, dann muss man zahlen.“, sagt Salo Muller und betrachtet den Offenen Brief als Auftakt zu einer Aufklärungs-kampagne in Deutschland. Die Niederländischen Eisenbahnen (Neederlandse Spoorwegen) haben Entschädigungsleistungen an die Überlebenden und Hinterbliebenen von Ermordeten erbracht. Salo Muller erwartet eine Einladung durch den Vorstand der Deutschen Bahn oder den Bundesverkehrsminister.
Susanne Kondoch-Klockow, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees i.d. BRD e.V.
Hier findet sich der komplette Offene Brief und die Erstunterzeichner*innen:

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Petition am 8. Oktober 2024 erstellt