

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Unterstützer*innen,
"es herrscht Krieg. Nicht nur da, wo alltäglich Menschen sterben – im Sudan, in der Ukraine, in Nahost und mittlerweile auch auf russischem Territorium – sondern auch in der Etappe, auch hierzulande bestimmt der Krieg das Bewusstsein.
Egal was passiert: die Antwort lautet Aufrüstung.
Und wir können hierzulande gerade sehr gut beobachten in einem Wahlkampf, der eigentlich nur ein Landtags-Wahlkampf ist, aber bundesweit geführt wird, dass die Aufrüstung Teil eines massiven Rechtsrucks ist. Zu diesem Rechtsruck gehört u.a. eine sehr weit gehende Entledigung von der historischen Schuld Deutschlands an zwei Weltkriegen und dem hieraus abgeleiteten Anspruch einer Kultur militärischer Zurückhaltung. Davon ist keine Rede mehr – stattdessen von ´Kriegstüchtigkeit´, ´Abschreckung, von verschiedenen Waffensystemen und ihrer angeblich durchschlagenden Wirkung: Leopard, F16, Taurus, nun auch noch Tomahawk, Dark Eagle, SM-6 undsoweiter – alltäglich und sogar im Kinderfernsehen."
(Ch. Marischka; Rede zum Antikriegstag am 01. September 2024)
Die deutsche Nation muss wieder ´kriegstüchtig´ werden - so wie schon ab 1924!!! (Väter und Söhne; Grafik: J. Heartfield)
Und wieder findet die öffentliche Ansage der politischen Steigbügelhalter*nnen der Kriegsprofiteur*nnen willige Helfer*innen in allen Abteilungen des Geisteslebens. "Seien es nun Presse und Medien, der akademische Betrieb von Forschung und Lehre, politische und berufliche Bildung, Kunst & Kultur, Museen, Verlage und Kongresse – und last but not least stellt sich die Militärseelsorge auf den Bedarf nach kriegstüchtigen Geistlichen ein." (J. Shillo; Geistige Aufrüstung in Deutschland)
Doch zunehmend regt sich gegen diese materielle und geistige Kriegstreiberei Protest - auch an den Hochschulen, Schulen und Kultureinrichtungen. Zuletzt durch die Petition Nein zur Rechtsentwicklung & Militarisierung in Schulen, Hochschulen & Kultureinrichtungen , die wir ausdrücklich unterstützen. Wir rufen Euch allE auf - so noch nicht geschehen - auch diese Petition zu unterstützen und aktiv zu verbreiten.
Angesichts der Kaltschnäuzigkeit der Kriegstreiber*innen, Kriegsprofiteur*innen und ihrer Steigbügelhalter*inen wird es darüber hinaus auch darauf ankommen, dass wir unseren all zu begründeten und berechtigten Protest zügig und fortschreitend in spürbaren Widerstand überführen.
Nächste Gelegenheit dazu:
- bundesweite Friedensdemonstration
am 03.10. in Berlin - SOZIALES rauf -RÜSTUNG runter!
am 12.10.24 in München - „NATO-Atomkriegsmanöver 2024 stoppen!“
am 12. Oktober in Nörvenich
Dem Kampf gegen die Militarisierung der Bildung und des öffentlichen Klimas widmet auch die Informationsstelle Militarisierung (IMI) ihren diesjährigen Kongress, zu dem Ihr Euch ab jetzt anmelden könnt:
IMI-Kongress 2024:
„Zeitenwende in Bildung und Hochschulen“
16./17. November 2024
(Auftaktveranstaltung am 15.11.)
Tübingen (Schlatterhaus)
Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen,
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!
„Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen
wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden.“
B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
Mit solidarischen Grüßen
für den Initiator*innenkreis
Andreas Buderus