

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Unterstützer*innen,
der epidemisch um sich greifende Kriegs- und Militarisierungswahn greift weiter und in immer beängstigenderem Maße um sich. Hohe deutsche Offiziere planen konkrete Militäraktionen in der Ukraine, in deutschen Kinderzimmern wird öffentlich rechtlich das Schlachtfeld bereitet, wichtige NATO-Verbündete reden offen über "boots on the ground" im Gemetzel des Stellungskrieges während der deutsche Kriegskanzler sich noch darum bemüht, in der Öffentlichkeit den Anschein zu erwecken, niemand habe die Absicht, Deutschland zur Kriegspartei zu machen...
Da ist es wieder, das: Niemand hat die Absicht...
Alles schon da gewesen.
Dieses Kriegsgetrommel und Dauerfeuer auf die Hirne und Herzen der Menschen bleibt leider und natürlich nicht ohne Wirkung; bis hinein in die Friedens- und Gewerkschaftsbewegung. Ein markantes Beispiel, wie weit mittlerweile auch die Verwirrung auf Seiten sich selbst als (irgendwie) `links` verstehender Menschen führt, ist der Artikel "Wo steht die gewerkschaftliche Linke nach 2 Jahren Krieg in der Ukraine?" von Renate Hürtgen In der aktuellen "EXPRESS - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit" , der sich auf zwei Seiten unter anderem auch mit der Initiative SAGT NEIN! auseinandersetzt...
Nach reiflicher Überlegung habe wir uns dann doch noch entschlossen zu schreiben, diesen Artikel nicht unkommentiert stehen zu lassen.
Umso mehr kommt es jetzt auf uns AllE an, dass wir uns nicht weichklopfen lassen. Über den Zusammenhang von Militarisierung und Sozialabbau informiert eine aktuelle Präsentation des Arbeitskreises gegen rechts in ver.di München, die wir Euch hier zur Nutzung bereit gestellt haben. Außerdem haben wir zu diesem Thema auch Druckvorlagen für Spuckies, Aufkleber und Plakate erstellt, die Ihr gerne massenhaft für die Antikriegs-Propaganda nutzen dürft.
Und zum Schluss möchten wir Euch auf die Initiative `Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg! Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!` aufmerksam machen und Euch bitten, diese weiterzuverbreiten und zu unterstützen. Zwar stimmen wir nicht in allen Punkten überein. Wir begrüßen aber ausdrücklich die Adressierung an unsere Gewerkschaftsvorstände und DGB-Organisationen mit der Forderung: Die Gewerkschaften müssen sich laut und entschieden zu Wort melden und ihre Kraft wirksam machen: gegen Kriege und gegen Aufrüstung!
Deshalb haben auch wir als Mit-Initiator*innen von SAGT NEIN! den Appell unterzeichnet.
Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen,
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!!!
„Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen
wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden.“
B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
Mit solidarischen Grüßen
für den Initiator*innenkreis
Hedwig Krimmer Andreas Buderus