Rettet unser inklusives Therapiezentrum „Rolli auf Trab“

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Das Problem

Mein Lebenswerk steht vor dem Aus – Warum ich um „Rolli auf Trab“ kämpfe

Mein Name ist Sandra Glöckler. Seit 20 Jahren stecke ich meine ganze Kraft in die Aufbauarbeit unseres Therapiezentrums „Rolli auf Trab“, das wir nun seit zehn Jahren hier in Hessisch Lichtenau betreiben. Ich bin von Geburt an gelähmt und sitze im Rollstuhl, bin aber gleichzeitig ausgebildete Pferdeausbilderin und reite selbst eigenständig.

Genau diese Verbindung aus beiden Welten hat es mir ermöglicht, über Jahrzehnte spezialisierte Hilfsmittel zu entwickeln – wie unsere elektrische Aufstiegshilfe, die Menschen mit körperlichen Einschränkungen das Reiten überhaupt erst möglich macht. Wir haben hier etwas geschaffen, das es in dieser Form in ganz Deutschland kein zweites Mal gibt. 

Doch nun droht uns das absolute Aus...
Die Stadt Hessisch Lichtenau hat uns die Pachtverträge für unsere angrenzenden Wiesenflächen gekündigt. Das geschah völlig ohne Not: Es wurde weder Eigenbedarf angemeldet, noch gibt es einen konkreten Kaufinteressenten. Die Stadt ruft nun einen Verkaufspreis von 28 Euro pro Quadratmeter für das Grundstück auf. Bei dem Flurstück von rund einem Hektar bedeutet das Kosten von rund 280.000 Euro – eine Summe, die für uns als soziales Unternehmen schlichtweg unbezahlbar ist. 

Dieses Stück Land ist für uns nicht einfach nur eine Wiese, es ist für unsere Pferdehaltung absolut unverzichtbar. Ohne diese Fläche können unsere Pferde nicht artgerecht versorgt werden, und ein Weiterbetrieb des Zentrums ist damit unmöglich. 

Wenn wir unsere Pforten schließen müssen, hat das dramatische Konsequenzen: 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren direkt ihren Arbeitsplatz. Zudem werden unfassbare Mengen an öffentlichen Geldern vernichtet. Bund und Land haben rund 750.000 Euro in unsere barrierefreie Infrastruktur investiert – in Pflasterwege, elektrische Türöffner, ein Liftsystem, ein großes Reitzelt und spezielle Elektrorollstühle für das Pferdetraining. Ausgerechnet auf der jetzt gekündigten Weide steht unsere elektrische Aufstiegshilfe für die Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer. All diese Investitionen wären mit einer Schließung hinfällig. 

Ein Umzug und ein Neuaufbau an einem anderen Standort würden erneut enorme Investitionen in die Barrierefreiheit erfordern. Das ist für mich nach 20 Jahren intensiver Aufbauarbeit einfach nicht mehr leistbar. 

Hier wurde über Jahre staatliches Geld eingesetzt, um ein inklusives Zentrum aufzubauen, und jetzt wird uns die Grundlage entzogen – ohne Not und ohne Grund. Ich werde nicht aufgeben, denn wir müssen bis Anfang 2027 eine Lösung finden. Bitte unterstützen Sie uns dabei, diesen einzigartigen Ort zu erhalten.

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Miriam FeldnerPetitionsstarter*in

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