Rettet die Kleingärten „Kölsche Kiwis“ vor der Zerstörung durch Aurelis

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Gaby Kollmann und 12 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Die Kleingärten „Kölsche Kiwis“ am Maarweg sind eine kleine, aber ökologisch wertvolle Oase am äußeren Rand von in Köln-Ehrenfeld. Sie bestehen schon seit ca. 100 Jahren und sind Rückzugsgebiet für Vögel, Insekten und andere Kleintiere, denn es wird möglichst naturnah gegärtnert. Es gibt hier ganz alte Obstbäume, viele dichte Hecken, deswegen ist die Tierwelt hier besonders reich – es gibt sogar Fledermäuse! Dazu kommen noch die großen und alten Alleebäume, die außerhalb der Anlage am Maarweg stehen.

 

 

 

Vogelhaus

 

 

 

 

 

Schrebergarten

 

 

 

Im sogenannten „Masterplan Weststadt“, einer Art Rahmenplan für alle Baumaßnahmen in Ehrenfeld, Braunsfeld und Umgebung, ist daher dieser Grünzug auch als besonders schützenswert ausgewiesen, der unbedingt erhalten werden muss (siehe „Ein Zielbild für die Kölner Weststadt“, 2021).

Diese Oase soll nun – wenn es nach dem Willen des Grundstücksbesitzers Aurelis Real Estate GmbH, der schon die Güterbahnhofbrache zu einem Wohnneubaugebiet erschlossen hat – vernichtet werden, damit dort eine Grundschule errichtet wird. Aufgrund der besonderen Schutzbedürftigkeit ist klar, dass ein reiner (sicherlich profitablerer) Wohnungsbau hier nicht in Frage kommt. Mit der Teilnahme an der Ausschreibung für den Bau einer Grundschule hofft Aurelis, nun doch noch die Restfläche gewinnbringend entwickeln zu können.

Daher hat sie bereits die Kündigung für Kleingartenanlage ausgesprochen, obwohl die Ausschreibung noch läuft und überhaupt keine Entscheidung getroffen wurde. Die Lage der geplanten Grundschule direkt an einer der verkehrsreichsten Straßen Ehrenfelds (Äußere Kanalstraße/Maarweg, Kreuzung Vogelsanger/Vitalisstraße) ist zudem eher ungünstig. Offenbar will Aurelis aber möglichst bald Fakten schaffen, die Schrebergärten abräumen und so eine politische Entscheidung zu ihren Gunsten fördern.

Dies muss auf alle Fälle verhindert werden! Daher haben wir diese Petition gestartet.

 

Die Fläche der Schrebergärten ist von unschätzbarem Wert für die nähere Umgebung. Ehrenfeld ist der Stadtbezirk Kölns mit der höchsten Versiegelung und auch der größten Wärmeentwicklung im Sommer. Im „Masterplan Weststadt“ wurden deswegen gezielt durchgängige Grünzüge eingeplant, die für Ehrenfeld für die zukünftigen Klimabedingungen mit langen Hitzephasen einerseits und häufigen Starkregenereignissen andererseits wichtig werden. Die Kleingärten sind ein wichtiger Bestandteil dieser Grünzüge, denn Altbestand soll auf jeden Fall Vorrang vor Neupflanzungen haben.

 

 

 

Ausschnitt aus dem Zielbild Kölner Weststadt

 

 

Nach der Umwandlung der daneben liegenden Brache des alten Güterbahnhofs in ein Wohngebiet ist dieses Areal der allerletzte unberührte Grünzug in diesem Gebiet. Es ist umschlossen von großen, vollständig asphaltierten oder gepflasterten Bereichen: die Fläche der AWB, die Parkplätze der Bürogebäude gegenüber, Parkplätze und Hoffläche der Rheinischen Fachhochschule und die große Asphaltfläche von ATU. Auch in den Neubaugebieten ist nun ein Großteil der Fläche verbaut und versiegelt. Damit ist nur noch hier eine größere Versickerungsfläche vorhanden, die im Falle von Starkregenereignissen Wasser aufnehmen und im Sinne einer Schwammstadt wirken kann. Dazu wirkt der Baumbestand der Fläche durch die Verdunstung als Kühlung für die Umgebung und führt zu einer Verringerung der Umgebungstemperatur. Und der ökologische Wert der alten Gärten ist ebenfalls deutlich höher als der von frisch bepflanzten Neubaugebieten.

 

 

 

Die Kleingärten von oben

 

 

Wir fordern daher die Stadt Köln, konkret den Schul- und den Umwelt­ausschuss auf, das Angebot der Aurelis, eine Grundschule auf dem Gebiet der Kleingartenanlage zu errichten, abzulehnen und stattdessen einen Bestandsschutz für sie auszusprechen, wie es im Masterplan festgeschrieben wurde. Die Kleingartenanlage muss für die Zukunft erhalten werden. 

 

Presse:

Ehrenfelder Kleingärtner kämpfen weiter um ihre Anlage, KStA, 21.1.2025 https://www.ksta.de/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld/koelsche-kiwis-ehrenfelder-kleingaertner-kaempfen-weiter-um-ihre-anlage-941842

Ehrenfelder Kleingärten könnten für Grundschule weichen – Entscheidung naht, KStA, 18.11.2024 https://www.ksta.de/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld/ehrenfelder-kleingaerten-koennten-fuer-grundschule-weichen-896517

 

Informationen:

Ein Zielbild für die Kölner Weststadt, Juli 2021: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=832142&type=do

„Kölsche Kiwis“ kämpfen für ihre Parzellen am Alten Güterbahnhof: https://www.ksta.de/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld/koeln-ehrenfeld-koelsche-kiwis-kaempfen-fuer-ihre-kleingaerten-648677

Investor möchte auf Gelände am Alten Güterbahnhof eine Schule bauen: https://www.ksta.de/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld/koeln-ehrenfeld-investor-kuendigt-kleingaertnern-am-maarweg-728562 

 

 

 

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Judith MüllerPetitionsstarter*in

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Das Problem

Die Kleingärten „Kölsche Kiwis“ am Maarweg sind eine kleine, aber ökologisch wertvolle Oase am äußeren Rand von in Köln-Ehrenfeld. Sie bestehen schon seit ca. 100 Jahren und sind Rückzugsgebiet für Vögel, Insekten und andere Kleintiere, denn es wird möglichst naturnah gegärtnert. Es gibt hier ganz alte Obstbäume, viele dichte Hecken, deswegen ist die Tierwelt hier besonders reich – es gibt sogar Fledermäuse! Dazu kommen noch die großen und alten Alleebäume, die außerhalb der Anlage am Maarweg stehen.

 

 

 

Vogelhaus

 

 

 

 

 

Schrebergarten

 

 

 

Im sogenannten „Masterplan Weststadt“, einer Art Rahmenplan für alle Baumaßnahmen in Ehrenfeld, Braunsfeld und Umgebung, ist daher dieser Grünzug auch als besonders schützenswert ausgewiesen, der unbedingt erhalten werden muss (siehe „Ein Zielbild für die Kölner Weststadt“, 2021).

Diese Oase soll nun – wenn es nach dem Willen des Grundstücksbesitzers Aurelis Real Estate GmbH, der schon die Güterbahnhofbrache zu einem Wohnneubaugebiet erschlossen hat – vernichtet werden, damit dort eine Grundschule errichtet wird. Aufgrund der besonderen Schutzbedürftigkeit ist klar, dass ein reiner (sicherlich profitablerer) Wohnungsbau hier nicht in Frage kommt. Mit der Teilnahme an der Ausschreibung für den Bau einer Grundschule hofft Aurelis, nun doch noch die Restfläche gewinnbringend entwickeln zu können.

Daher hat sie bereits die Kündigung für Kleingartenanlage ausgesprochen, obwohl die Ausschreibung noch läuft und überhaupt keine Entscheidung getroffen wurde. Die Lage der geplanten Grundschule direkt an einer der verkehrsreichsten Straßen Ehrenfelds (Äußere Kanalstraße/Maarweg, Kreuzung Vogelsanger/Vitalisstraße) ist zudem eher ungünstig. Offenbar will Aurelis aber möglichst bald Fakten schaffen, die Schrebergärten abräumen und so eine politische Entscheidung zu ihren Gunsten fördern.

Dies muss auf alle Fälle verhindert werden! Daher haben wir diese Petition gestartet.

 

Die Fläche der Schrebergärten ist von unschätzbarem Wert für die nähere Umgebung. Ehrenfeld ist der Stadtbezirk Kölns mit der höchsten Versiegelung und auch der größten Wärmeentwicklung im Sommer. Im „Masterplan Weststadt“ wurden deswegen gezielt durchgängige Grünzüge eingeplant, die für Ehrenfeld für die zukünftigen Klimabedingungen mit langen Hitzephasen einerseits und häufigen Starkregenereignissen andererseits wichtig werden. Die Kleingärten sind ein wichtiger Bestandteil dieser Grünzüge, denn Altbestand soll auf jeden Fall Vorrang vor Neupflanzungen haben.

 

 

 

Ausschnitt aus dem Zielbild Kölner Weststadt

 

 

Nach der Umwandlung der daneben liegenden Brache des alten Güterbahnhofs in ein Wohngebiet ist dieses Areal der allerletzte unberührte Grünzug in diesem Gebiet. Es ist umschlossen von großen, vollständig asphaltierten oder gepflasterten Bereichen: die Fläche der AWB, die Parkplätze der Bürogebäude gegenüber, Parkplätze und Hoffläche der Rheinischen Fachhochschule und die große Asphaltfläche von ATU. Auch in den Neubaugebieten ist nun ein Großteil der Fläche verbaut und versiegelt. Damit ist nur noch hier eine größere Versickerungsfläche vorhanden, die im Falle von Starkregenereignissen Wasser aufnehmen und im Sinne einer Schwammstadt wirken kann. Dazu wirkt der Baumbestand der Fläche durch die Verdunstung als Kühlung für die Umgebung und führt zu einer Verringerung der Umgebungstemperatur. Und der ökologische Wert der alten Gärten ist ebenfalls deutlich höher als der von frisch bepflanzten Neubaugebieten.

 

 

 

Die Kleingärten von oben

 

 

Wir fordern daher die Stadt Köln, konkret den Schul- und den Umwelt­ausschuss auf, das Angebot der Aurelis, eine Grundschule auf dem Gebiet der Kleingartenanlage zu errichten, abzulehnen und stattdessen einen Bestandsschutz für sie auszusprechen, wie es im Masterplan festgeschrieben wurde. Die Kleingartenanlage muss für die Zukunft erhalten werden. 

 

Presse:

Ehrenfelder Kleingärtner kämpfen weiter um ihre Anlage, KStA, 21.1.2025 https://www.ksta.de/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld/koelsche-kiwis-ehrenfelder-kleingaertner-kaempfen-weiter-um-ihre-anlage-941842

Ehrenfelder Kleingärten könnten für Grundschule weichen – Entscheidung naht, KStA, 18.11.2024 https://www.ksta.de/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld/ehrenfelder-kleingaerten-koennten-fuer-grundschule-weichen-896517

 

Informationen:

Ein Zielbild für die Kölner Weststadt, Juli 2021: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=832142&type=do

„Kölsche Kiwis“ kämpfen für ihre Parzellen am Alten Güterbahnhof: https://www.ksta.de/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld/koeln-ehrenfeld-koelsche-kiwis-kaempfen-fuer-ihre-kleingaerten-648677

Investor möchte auf Gelände am Alten Güterbahnhof eine Schule bauen: https://www.ksta.de/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld/koeln-ehrenfeld-investor-kuendigt-kleingaertnern-am-maarweg-728562 

 

 

 

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