
Liebe Unterstützer*innen! Wegen der Regelung zum Abschuss von Fischottern in Bayern haben wir jetzt rechtliche Schritte gegen die bayerische Landesregierung eingeleitet. Unterstützt unsere Klage mit einer Fischotter-Patenschaft!
Gemeinsam mit dem BUND Naturschutz Bayern e.V. (BN) haben wir Klage gegen die bayerische Landesregierung eingereicht, denn diese widerspricht mit ihrer Regelung zum Abschuss des Fischotters gegen nationales und europäisches Artenschutzrecht. Im gemeinsam mit der Normenkontrollklage eingereichtem Eilantrag fordern wir außerdem die sofortige Aussetzung der Verordnung. Seit dem 1. August 2023 ist der Fischotter in Bayern in unzureichend definierten Ausnahmefällen zum Abschuss freigegeben.
Ein Skandal, denn der Abschuss des Fischotters, der sich gerne mal Fische in umliegenden Teichen schnappt, löst keine Probleme: Ist ein Otter abgeschossen, folgt schon bald der nächste. Anstatt das Abschießen des Otters als Scheinlösungen zu präsentieren, sollte die bayerische Landesregierung endlich verstärkt auf nachhaltige Schutzmaßnahmen wie Ablenkteiche, Elektrozäune und die Renaturierung ihrer Flusslandschaften setzen.
Der Fischotter wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts intensiv bejagt. Groß angelegter Abschuss gekoppelt mit der Zerstörung seines Lebensraumes führte den heimlich lebenden Marder bis an den Rand der Ausrottung. Bis heute existiert ein breiter Auslöschungskorridor von Nordwest bis Süddeutschland und Frankreich, der die europäische Fischotterpopulation voneinander trennt. Während alle Fischotterschutzprojekte darauf abzielen sie endlich wieder zu vereinen, durchkreuzt der Abschuss von Fischottern in Bayern diese Artenschutzbemühungen.
Wir dürfen den Fischotter jetzt nicht im Stich lassen. Gemeinsam können wir die Zukunft der Fischotter in Deutschland und Europa sichern. Helft uns bei unserer Klage und werdet Fischotter-Pate.
Vielen Dank für Eure Unterstützung!
Eure Deutsche Umwelthilfe