
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
das Mercosur- Abkommen hängt am seidenen Faden, das bis Herbst 2020 unterschriftsreif sein soll – und dann einem Beschluss des Europaparlaments vorläufig in Kraft treten soll. Dann müssten die einzelnen Staaten es noch ratifizieren.
Laut Mercosur-Abkommen muss Bolsonaro aufforsten, aber es gibt keine Sanktionen in dem Abkommen, wie man das durchsetzen soll, wenn das Gegenteil gemacht wird. Die Mercosur-Staaten könnten unverändert ihren Regenwald weiterhin vernichten und dabei die volle Zollfreiheit für ihren Export behalten. Deshalb dürfe die Bundesregierung dem Abkommen nicht zustimmen, solange das Nachhaltigkeitskapitel keine Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen enthalte.
Von dem jetzigen Feuer sind die Regenwälder in Bolivien, Peru, Paraguay und Brasilien betroffen. Hier sind die Zahlen zu den Bränden:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/amazonas-braende-die-zahlen-zur-katastrophe-a-1284307.html
Brasilien weicht das Brandverbot wieder auf.
Wir sollten endlich anfangen, auch vor unserer Tür zu fegen. „Unser Haus brennt“ sagt der französische Präsident Macron zu den Waldbränden am Amazonas in Brasilien. Über die eigenen Schandtaten spricht man nicht, denn die französische Regierung hat den Goldabbau im Amazonas-Nationalpark in Französisch-Guyana genehmigt. Damit wurde 360 000 Hektar Regenwald in Französisch-Guyana zur Abholzung freigegeben.
https://www.regenwald.org/petitionen/902/franzoesisch-guyana-keine-goldmine-in-den-regenwald
Seriöse englische Zeitungen wie der Guardian bezeichnen auch Frau Merkel als „ökologische Katastrophe“. Gemessen an ihren Taten hinsichtlich Umweltschutz nach Guardian, ist ihre Karriere ein einziges globales Desaster. Die Rodung der indonesischen Regenwäldern für Ölpalm-Monokulturen, die zur Vernichtung von gewaltigen und großartigen Ökosystemen und deren Bewohner wie Orangutans, Tigern, Gibbons und tausenden von Spezies geführt hat, können wir nachweislich unserer Kanzlerin verdanken.
„Sowohl Merkel als auch der Europäische Rat ignorierten wiederholte Warnungen, dass der Wechsel zu Biokraftstoffen zu Hungersnöten und massiven Umweltzerstörungen führen würde, da Wälder gerodet und den Anbau von Nutzpflanzen auf riesigen Landstrichen aufgegeben werden, um die Monokulturen für die Pflanzen anzulegen, aus denen Biokraftstoffe gewonnen werden. Die EU-Verordnung ist mittlerweile eine wesentliche treibende Kraft hinter einer der weltgrößten Umweltkatastrophen geworden: die Rodung der indonesischen Regenwäldern für Ölpalm-Monokulturen.“
Warum hält sich die Bundesregierung an dem zerstörerischen Geschäftsmodell vom Mercosur-Abkommen unverändert fest? Ihr Hauptmotiv wieder: noch mehr deutsche Autoexporte zu ermöglichen.
Wir müssen endlich die Unternehmen und Geschäftsmodelle, die den Planeten kaputt machen, und eine Politik die ihnen zu Diensten ist, konkret benennen. Die heutigen Geschäftsmodelle nützen nur den Aktionären einiger weniger Konzerne, und zerstört das Klima, zerstört den Urwald, zerstört die bäuerliche Landwirtschaft in Europa, Afrika und Südamerika. Die breit angebaute Soja ermöglicht überall tierquälerische Massentierhaltung und die Industrialisierung der Landwirtschaft. Deshalb steht auch der deutsche Wald vor dem Kollaps. Die industriegeprägte Landbewirtschaftung mit ihren vielen Pestiziden ist der Ursprung für die enormen Waldschäden auch bei uns und überall. Deshalb unterschreiben Sie auch diese Petition und informieren Sie sich.
Hier ist noch eine Petition, die zur Rettung des Amazonas und seiner Ur-Einwohner gestartet wurde.
Nur, wenn wir schrittweise die Sojaimporte beenden, können wir die Regenwälder retten.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Marianne Grimmenstein