Rettet das Institut für Alte Musik an der Hochschule für Musik in Weimar!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sandro Littke-Wilcken und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

An der renommierten Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Weimar tobt derzeit ein heftiger Richtungsstreit. Im Zentrum der Debatte steht der drohende Verlust eines kulturellen Juwels: das Institut für Alte Musik. Trotz der bedeutenden Rolle, die dieses Institut für die Pflege der Barockmusik in Thüringen spielt, plant die Hochschulleitung dessen Schließung. Diese Entscheidung bedroht die essentielle Pflege "auf der Höhe der Zeit“ der Musik eines Johann Sebastian Bach in der Bachstadt Weimar und im Bachland Thüringen als Kernregion deutscher Barockmusik im 17. und 18. Jahrhundert.

Warum das Weimarer Institut für Alte Musik unverzichtbar ist:

1. Zentrum der Barockmusikpflege: Das Institut ist ein Herzstück der reichhaltigen Barockmusik in Thüringen. Es bildete die Grundlage für renommierte Ensembles und Festivals wie Cantus Thuringia & Capella, Capella Jenensis und die BachBiennale. Ohne die kompetenten Absolventen und das spezialisierte Wissen dieses Instituts wären diese kulturellen Highlights nicht denkbar.

2. Exzellente Ausbildung: Studierende und Lehrkräfte des Instituts für Alte Musik genießen international hohes Ansehen. Die Dozenten des Instituts, darunter die international anerkannte Barockgeigerin Prof. Lina Tur Bonet und der renommierte Cembalist Prof. Bernhard Klapprott, sind wichtige Säulen der internationalen Alte-Musik-Szene. Ihre Arbeit und Präsenz sind für das Institut und die Hochschule von unschätzbarem Wert. Auch in der Ausbildung auf der Blockflöte ist das Weimarer Institut ein wahrer Fels in der Brandung. Zu Absolventen der Klasse Prof. Myriam Eichbergers zählen international erfolgreiche Solisten und Pädagogen. Gerade in Thüringen unterrichten Absolventen und Studierende ihrer Klasse an vielen Musikschulen und decken somit, meist gerade so eben die hohe Nachfrage nach qualifizierten Lehrerenden in diesem Fach. Die Gambenklasse von Prof. Imke David sind besonders im Consortspiel sehr aktiv und trägt diese Praxis weit über das eigene Institut hinaus in andere Klassen hinein.
 
3. Unklare finanzielle Begründungen: Die Schließungspläne basieren auf angeblich sinkenden Bewerberzahlen, doch diese Annahmen sind schwach dokumentiert. Es fehlen Prognosen und Marketingstrategien, die zeigen könnten, wie die Nachfrage gesteigert werden kann, zumal die Bewerberzahlen in der Alten Musik immer einer eher höheren Volatilität ausgesetzt waren. Der Rückgang während der Pandemie und durch krankheitsbedingte Ausfälle von Dozenten ist temporär und nachvollziehbar beschrieben. Die aktuelle Bewerberlage zeigt jedoch eine Trendwende mit voraussichtlich wieder zunehmender Nachfrage.

4. Geplante Mittelverschiebung: Präsidentin Lindig möchte stattdessen die pädagogischen Fächer und das Kulturmanagement stärke und wünscht einen neuen Studiengang Musiktherapie zu schaffen. Diese Pläne berücksichtigen jedoch nicht die spezielle Bedeutung des Instituts für Alte Musik und dessen bestehende Erfolge.

5. Fehlende Transparenz und Einbeziehung: Trotz mehrfacher Nachfragen hält die Hochschulleitung die Entscheidungsprozesse unter Verschluss und verweigert öffentliche Stellungnahmen. Auch die betroffenen Professoren und Dozenten äußern sich nicht öffentlich, vielleicht um eventuelle Repressalien zu vermeiden.

Unsere Forderung:

Wir fordern den Erhalt des Instituts für Alte Musik an der Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Weimar. Die Schließung wäre nicht nur ein kultureller Verlust für Weimar und Thüringen, sondern würde auch ein verheerendes Signal an die internationale Musikwelt senden. Die Originalklang-Bewegung, die vor 50 Jahren u.a. von Nikolaus Harnoncourt initiiert wurde, ist heute etablierter denn je. Ein Rückzug aus der Ausbildung und Pflege dieser Musikrichtung wäre daher kurzsichtig und unverantwortlich.

Was können Sie tun?

Unterschreiben Sie diese Petition: Unterstützen Sie den Erhalt des Instituts für Alte Musik und setzen Sie ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt und das musikalische Erbe Weimars.

Teilen Sie die Petition: Verbreiten Sie diese Botschaft in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, auf sozialen Medien und in Ihren Netzwerken.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Barockmusiktradition in Weimar und Thüringen erhalten bleibt und weiterhin junge Talente hochkarätig fördert. Lassen Sie uns dieses kulturelle Erbe bewahren!

________

Für Updates, Projekte und Aktionen, hier der Instagram-Account des Instituts:

https://www.instagram.com/ifam.hfm.weimar?igsh=eG1teWo2NHNxeXc2

Unsere Petition in den Medien:

Unsere Petition hat Aufmerksamkeit erregt. Die Thüringer Allgemeine hat über unsere Bemühungen sowie die Hintergründe berichtet, was uns noch einmal den Rücken stärkt, weiterhin für unser Institut und die historische Aufführungspraxis an der HfM Weimar einzustehen.

Richtungsstreit an Weimars Franz-Liszt-Hochschule

Online-Petition für Alte Musik in Weimar gestartet

___________

English Version 

At the renowned Franz Liszt University of Music in Weimar, a fierce debate is currently raging. At the center of the controversy is the looming loss of a cultural gem: the Department of Early Music. Despite the significant role this department plays in preserving Baroque music in Thuringia, the university administration, plans to close it. This decision threatens the essential "state-of-the-art" preservation of Johann Sebastian Bach's music in Bach City Weimar and Bach Land Thuringia, the core region of German Baroque music in the 17th and 18th centuries.

Why the Weimar Department for Early Music is indispensable:

  1. Center of Baroque Music Preservation: The department is a cornerstone of the rich Baroque music tradition in Thuringia. It has formed the foundation for renowned ensembles and festivals such as Cantus Thuringia & Capella, Capella Jenensis, and the Bach Biennale. Without the skilled graduates and specialized knowledge from this department, these cultural highlights would be unimaginable.
  2. Excellent Education: Students and faculty at the Department for Early Music enjoy an international reputation. The department's instructors, including internationally recognized Baroque violinist Prof. Lina Tur Bonet and renowned harpsichordist Prof. Bernhard Klapprott, are key pillars of the international early music scene. Their work and presence are invaluable to the department and the university. The Weimar Institute is also a bastion in recorder education. Graduates of Prof. Myriam Eichberger's class include internationally successful soloists and educators. Especially in Thuringia, her graduates and students teach at many music schools, often just meeting the high demand for qualified teachers in this field.

  3. Unclear Financial Justifications: The closure plans are based on allegedly declining applicant numbers, but these claims are poorly documented. There are no forecasts or marketing strategies showing how demand could be increased, especially since applicant numbers in early music have always been more volatile. The decline during the pandemic and due to illness-related absences of instructors is temporary and clearly described. The current applicant situation, however, shows a turnaround with likely increasing demand.

  4. Planned Reallocation of Funds: President Lindig instead wants to strengthen the pedagogical subjects and cultural management, and to introduce a new music therapy program. However, these plans do not consider the special importance of the Department of Early Music and its existing successes.

  5. Lack of Transparency and Inclusion: Despite multiple inquiries, the university administration keeps decision-making processes under wraps and refuses to make public statements. The affected professors and instructors also do not speak out publicly, perhaps to avoid potential repercussions.

Our demand:

We demand the preservation of the Department of Early Music at the Franz Liszt University of Music in Weimar. The closure would not only be a cultural loss for Weimar and Thuringia but would also send a devastating signal to the international music world. The historical performance movement, initiated 50 years ago by figures like Nikolaus Harnoncourt, is more established than ever. A withdrawal from the training and preservation of this musical direction would therefore be short-sighted and irresponsible.

What Can You Do?

Sign this petition: Support the preservation of the Department for Early Music and send a message for cultural diversity and Weimar's musical heritage.

Share the petition: Spread this message among your friends and acquaintances, on social media, and within your networks.

Together, we can ensure that the Baroque music tradition in Weimar and Thuringia is preserved and continues to nurture young talents of the highest caliber. Let's preserve this cultural heritage!

_________
 
 For updates, projects, and activities, here is the Instagram account of the department:

https://www.instagram.com/ifam.hfm.weimar?igsh=eG1teWo2NHNxeXc2

Our Petition in the Media:

Our petition has attracted attention. The Thüringer Allgemeine reported on our efforts and the background, which further strengthens our resolve to continue advocating for our department and the historical performance practice at the HfM Weimar.

Dispute at Weimar's Franz Liszt University

Online Petition for Early Music in Weimar Launched

 

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Carl FrankePetitionsstarter*in

32.674

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sandro Littke-Wilcken und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

An der renommierten Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Weimar tobt derzeit ein heftiger Richtungsstreit. Im Zentrum der Debatte steht der drohende Verlust eines kulturellen Juwels: das Institut für Alte Musik. Trotz der bedeutenden Rolle, die dieses Institut für die Pflege der Barockmusik in Thüringen spielt, plant die Hochschulleitung dessen Schließung. Diese Entscheidung bedroht die essentielle Pflege "auf der Höhe der Zeit“ der Musik eines Johann Sebastian Bach in der Bachstadt Weimar und im Bachland Thüringen als Kernregion deutscher Barockmusik im 17. und 18. Jahrhundert.

Warum das Weimarer Institut für Alte Musik unverzichtbar ist:

1. Zentrum der Barockmusikpflege: Das Institut ist ein Herzstück der reichhaltigen Barockmusik in Thüringen. Es bildete die Grundlage für renommierte Ensembles und Festivals wie Cantus Thuringia & Capella, Capella Jenensis und die BachBiennale. Ohne die kompetenten Absolventen und das spezialisierte Wissen dieses Instituts wären diese kulturellen Highlights nicht denkbar.

2. Exzellente Ausbildung: Studierende und Lehrkräfte des Instituts für Alte Musik genießen international hohes Ansehen. Die Dozenten des Instituts, darunter die international anerkannte Barockgeigerin Prof. Lina Tur Bonet und der renommierte Cembalist Prof. Bernhard Klapprott, sind wichtige Säulen der internationalen Alte-Musik-Szene. Ihre Arbeit und Präsenz sind für das Institut und die Hochschule von unschätzbarem Wert. Auch in der Ausbildung auf der Blockflöte ist das Weimarer Institut ein wahrer Fels in der Brandung. Zu Absolventen der Klasse Prof. Myriam Eichbergers zählen international erfolgreiche Solisten und Pädagogen. Gerade in Thüringen unterrichten Absolventen und Studierende ihrer Klasse an vielen Musikschulen und decken somit, meist gerade so eben die hohe Nachfrage nach qualifizierten Lehrerenden in diesem Fach. Die Gambenklasse von Prof. Imke David sind besonders im Consortspiel sehr aktiv und trägt diese Praxis weit über das eigene Institut hinaus in andere Klassen hinein.
 
3. Unklare finanzielle Begründungen: Die Schließungspläne basieren auf angeblich sinkenden Bewerberzahlen, doch diese Annahmen sind schwach dokumentiert. Es fehlen Prognosen und Marketingstrategien, die zeigen könnten, wie die Nachfrage gesteigert werden kann, zumal die Bewerberzahlen in der Alten Musik immer einer eher höheren Volatilität ausgesetzt waren. Der Rückgang während der Pandemie und durch krankheitsbedingte Ausfälle von Dozenten ist temporär und nachvollziehbar beschrieben. Die aktuelle Bewerberlage zeigt jedoch eine Trendwende mit voraussichtlich wieder zunehmender Nachfrage.

4. Geplante Mittelverschiebung: Präsidentin Lindig möchte stattdessen die pädagogischen Fächer und das Kulturmanagement stärke und wünscht einen neuen Studiengang Musiktherapie zu schaffen. Diese Pläne berücksichtigen jedoch nicht die spezielle Bedeutung des Instituts für Alte Musik und dessen bestehende Erfolge.

5. Fehlende Transparenz und Einbeziehung: Trotz mehrfacher Nachfragen hält die Hochschulleitung die Entscheidungsprozesse unter Verschluss und verweigert öffentliche Stellungnahmen. Auch die betroffenen Professoren und Dozenten äußern sich nicht öffentlich, vielleicht um eventuelle Repressalien zu vermeiden.

Unsere Forderung:

Wir fordern den Erhalt des Instituts für Alte Musik an der Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Weimar. Die Schließung wäre nicht nur ein kultureller Verlust für Weimar und Thüringen, sondern würde auch ein verheerendes Signal an die internationale Musikwelt senden. Die Originalklang-Bewegung, die vor 50 Jahren u.a. von Nikolaus Harnoncourt initiiert wurde, ist heute etablierter denn je. Ein Rückzug aus der Ausbildung und Pflege dieser Musikrichtung wäre daher kurzsichtig und unverantwortlich.

Was können Sie tun?

Unterschreiben Sie diese Petition: Unterstützen Sie den Erhalt des Instituts für Alte Musik und setzen Sie ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt und das musikalische Erbe Weimars.

Teilen Sie die Petition: Verbreiten Sie diese Botschaft in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, auf sozialen Medien und in Ihren Netzwerken.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Barockmusiktradition in Weimar und Thüringen erhalten bleibt und weiterhin junge Talente hochkarätig fördert. Lassen Sie uns dieses kulturelle Erbe bewahren!

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Unsere Petition hat Aufmerksamkeit erregt. Die Thüringer Allgemeine hat über unsere Bemühungen sowie die Hintergründe berichtet, was uns noch einmal den Rücken stärkt, weiterhin für unser Institut und die historische Aufführungspraxis an der HfM Weimar einzustehen.

Richtungsstreit an Weimars Franz-Liszt-Hochschule

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At the renowned Franz Liszt University of Music in Weimar, a fierce debate is currently raging. At the center of the controversy is the looming loss of a cultural gem: the Department of Early Music. Despite the significant role this department plays in preserving Baroque music in Thuringia, the university administration, plans to close it. This decision threatens the essential "state-of-the-art" preservation of Johann Sebastian Bach's music in Bach City Weimar and Bach Land Thuringia, the core region of German Baroque music in the 17th and 18th centuries.

Why the Weimar Department for Early Music is indispensable:

  1. Center of Baroque Music Preservation: The department is a cornerstone of the rich Baroque music tradition in Thuringia. It has formed the foundation for renowned ensembles and festivals such as Cantus Thuringia & Capella, Capella Jenensis, and the Bach Biennale. Without the skilled graduates and specialized knowledge from this department, these cultural highlights would be unimaginable.
  2. Excellent Education: Students and faculty at the Department for Early Music enjoy an international reputation. The department's instructors, including internationally recognized Baroque violinist Prof. Lina Tur Bonet and renowned harpsichordist Prof. Bernhard Klapprott, are key pillars of the international early music scene. Their work and presence are invaluable to the department and the university. The Weimar Institute is also a bastion in recorder education. Graduates of Prof. Myriam Eichberger's class include internationally successful soloists and educators. Especially in Thuringia, her graduates and students teach at many music schools, often just meeting the high demand for qualified teachers in this field.

  3. Unclear Financial Justifications: The closure plans are based on allegedly declining applicant numbers, but these claims are poorly documented. There are no forecasts or marketing strategies showing how demand could be increased, especially since applicant numbers in early music have always been more volatile. The decline during the pandemic and due to illness-related absences of instructors is temporary and clearly described. The current applicant situation, however, shows a turnaround with likely increasing demand.

  4. Planned Reallocation of Funds: President Lindig instead wants to strengthen the pedagogical subjects and cultural management, and to introduce a new music therapy program. However, these plans do not consider the special importance of the Department of Early Music and its existing successes.

  5. Lack of Transparency and Inclusion: Despite multiple inquiries, the university administration keeps decision-making processes under wraps and refuses to make public statements. The affected professors and instructors also do not speak out publicly, perhaps to avoid potential repercussions.

Our demand:

We demand the preservation of the Department of Early Music at the Franz Liszt University of Music in Weimar. The closure would not only be a cultural loss for Weimar and Thuringia but would also send a devastating signal to the international music world. The historical performance movement, initiated 50 years ago by figures like Nikolaus Harnoncourt, is more established than ever. A withdrawal from the training and preservation of this musical direction would therefore be short-sighted and irresponsible.

What Can You Do?

Sign this petition: Support the preservation of the Department for Early Music and send a message for cultural diversity and Weimar's musical heritage.

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Together, we can ensure that the Baroque music tradition in Weimar and Thuringia is preserved and continues to nurture young talents of the highest caliber. Let's preserve this cultural heritage!

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Carl FrankePetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Senat der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
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