Reform des Schulsystems bei Schulangst und psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Rebekka Hegeler und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Angst vor Schule.

Das bedeutet nicht „ich habe keine Lust zur Schule zu gehen“ .                                             Es bedeutet nicht „heute bin ich zu faul um zum Matheunterricht zu gehen“.

Schulangst ist eine ernst zunehmende psychische Belastung die viele Kinder und Jugendliche tagtäglich begleiten. 
Ob die Schulangst durch Mobbingerfahrung, Traumata oder andere psychische Belastung entsteht ist egal.    Fakt ist, dass diese Kinder und Jugendliche Tag für Tag durch die Hölle gehen. 

Nicht nur Schulphobie ist ein Problem, welches es Kindern und Jugendlichen schwer macht, die Schule zu besuchen. Depressionen, Essstörungen, Zwangsstörung und weitere zahlreiche psychische Erkrankungen können Gründe dafür sein, dass Schüler*innen ihre Präsenz Zeit in der Schule nicht erfüllen können. 

Was kann man tun? Sich krankschreiben lassen? Und dann? -Dann tritt das ein, was mir und unzähligen anderen Schüler*innen passiert: zu viele Fehlzeiten. zu wenig Präsenz im Unterricht. 
Ergebnis: „Du wirst zum Schulabschluss nicht zugelassen“ oder „Du musst die Klasse wiederholen“. Egal welche Leistungen man vorher erbracht hat, oder welche man von Zuhause aus erbringt, es reicht nicht. Und selbst wenn das Schuljahr wiederholt werden muss -es geht wieder von vorne los. Eine psychische Erkrankung die dazu führt, dass ein Schulbesuch nicht möglich ist, kann zwar therapeutisch behandelt werden, verschwindet aber nicht von heute auf morgen. Also wird es auch nichts bringen das Schuljahr zu wiederholen -die Angst bleibt.

Die einzige Möglichkeit die es gibt, uns einen alternativen Schulweg zu ermöglichen, sind privat- oder Fernschulen. Diese kosten jedoch beinahe immer über 1000€ im Monat. Dazu kommen unzählige Anträge beim Jugendamt, Schulamt und der Bezirksregierung. Und dann kommt die Antwort: Die Kosten werden nicht übernommen. „Deine Angst ist nicht schlimm genug“, „das ist alles Vermeidung“ , „wir können die Kosten nicht tragen“.

Und das ist der Grund, wieso ich diese Petition starte. Ich möchte mein und das Problem vieler anderer Schüler*innen an die Öffentlichkeit bringen. 
Es MUSS sich etwas im System verändern. 
Es darf nicht sein, dass die einzigen Möglichkeiten, die es uns möglich machen, die Schulpflicht zu erfüllen, davon abhängig ist, ob man das Geld hat oder nicht, oder ob das Jugendamt den Antrag bewilligt. Es darf nicht sein, dass Schüler*innen Tag für Tag um ihr Leben und ihre Existenz kämpfen, weil sie gezwungen sind zur Schule zu gehen. 
Konsequenzen wenn man es nicht schafft? -Bußgeld, Ordnungsamt, Polizei vor der Tür?!

Es MUSS sich etwas verändern. Es muss Reformen im Schulsystem für psychisch kranke geben. Ich plädiere dafür, dass Online/Fernschulen oder Privatschulen (die für psychisch Kranke ausgerichtet sind) staatlich finanziert und gefördert werden. Familien dessen Kinder darunter leiden sind auf die Hilfe unseres Staates angewiesen. 

Ich starte diesen Aufruf um Kindern und Jugendlichen deutlich mitzuteilen, dass nicht WIR das Problem sind -sondern das System. 
Wir haben nicht versagt. Wir sind nicht zu dumm. Wir sind auch nicht zu schwach. Wir reagieren auf ein System, welches nicht für uns ausgelegt ist.

Ich erhoffe mir hierdurch keine schnelle Lösung. Ich wünsche mir Zuhören. Ernstnehmen und Handeln.

Ich erwarte, dass psychische Belastungen junger Menschen nicht länger als Randthema behandelt werden, sondern als das, was sie sind: eine Folge eines Systems, das zu oft überfordert, statt zu begleiten.

Liebe Politiker*innen, bitte hört uns  zu – nicht erst, wenn wir aus dem System fallen.

Handeln Sie, solange wir noch Teil davon sind und hoffen, dass Schule ein Ort sein kann, an dem man wachsen darf, ohne Angst zu haben.

avatar of the starter
Emma BPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Rebekka Hegeler und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Angst vor Schule.

Das bedeutet nicht „ich habe keine Lust zur Schule zu gehen“ .                                             Es bedeutet nicht „heute bin ich zu faul um zum Matheunterricht zu gehen“.

Schulangst ist eine ernst zunehmende psychische Belastung die viele Kinder und Jugendliche tagtäglich begleiten. 
Ob die Schulangst durch Mobbingerfahrung, Traumata oder andere psychische Belastung entsteht ist egal.    Fakt ist, dass diese Kinder und Jugendliche Tag für Tag durch die Hölle gehen. 

Nicht nur Schulphobie ist ein Problem, welches es Kindern und Jugendlichen schwer macht, die Schule zu besuchen. Depressionen, Essstörungen, Zwangsstörung und weitere zahlreiche psychische Erkrankungen können Gründe dafür sein, dass Schüler*innen ihre Präsenz Zeit in der Schule nicht erfüllen können. 

Was kann man tun? Sich krankschreiben lassen? Und dann? -Dann tritt das ein, was mir und unzähligen anderen Schüler*innen passiert: zu viele Fehlzeiten. zu wenig Präsenz im Unterricht. 
Ergebnis: „Du wirst zum Schulabschluss nicht zugelassen“ oder „Du musst die Klasse wiederholen“. Egal welche Leistungen man vorher erbracht hat, oder welche man von Zuhause aus erbringt, es reicht nicht. Und selbst wenn das Schuljahr wiederholt werden muss -es geht wieder von vorne los. Eine psychische Erkrankung die dazu führt, dass ein Schulbesuch nicht möglich ist, kann zwar therapeutisch behandelt werden, verschwindet aber nicht von heute auf morgen. Also wird es auch nichts bringen das Schuljahr zu wiederholen -die Angst bleibt.

Die einzige Möglichkeit die es gibt, uns einen alternativen Schulweg zu ermöglichen, sind privat- oder Fernschulen. Diese kosten jedoch beinahe immer über 1000€ im Monat. Dazu kommen unzählige Anträge beim Jugendamt, Schulamt und der Bezirksregierung. Und dann kommt die Antwort: Die Kosten werden nicht übernommen. „Deine Angst ist nicht schlimm genug“, „das ist alles Vermeidung“ , „wir können die Kosten nicht tragen“.

Und das ist der Grund, wieso ich diese Petition starte. Ich möchte mein und das Problem vieler anderer Schüler*innen an die Öffentlichkeit bringen. 
Es MUSS sich etwas im System verändern. 
Es darf nicht sein, dass die einzigen Möglichkeiten, die es uns möglich machen, die Schulpflicht zu erfüllen, davon abhängig ist, ob man das Geld hat oder nicht, oder ob das Jugendamt den Antrag bewilligt. Es darf nicht sein, dass Schüler*innen Tag für Tag um ihr Leben und ihre Existenz kämpfen, weil sie gezwungen sind zur Schule zu gehen. 
Konsequenzen wenn man es nicht schafft? -Bußgeld, Ordnungsamt, Polizei vor der Tür?!

Es MUSS sich etwas verändern. Es muss Reformen im Schulsystem für psychisch kranke geben. Ich plädiere dafür, dass Online/Fernschulen oder Privatschulen (die für psychisch Kranke ausgerichtet sind) staatlich finanziert und gefördert werden. Familien dessen Kinder darunter leiden sind auf die Hilfe unseres Staates angewiesen. 

Ich starte diesen Aufruf um Kindern und Jugendlichen deutlich mitzuteilen, dass nicht WIR das Problem sind -sondern das System. 
Wir haben nicht versagt. Wir sind nicht zu dumm. Wir sind auch nicht zu schwach. Wir reagieren auf ein System, welches nicht für uns ausgelegt ist.

Ich erhoffe mir hierdurch keine schnelle Lösung. Ich wünsche mir Zuhören. Ernstnehmen und Handeln.

Ich erwarte, dass psychische Belastungen junger Menschen nicht länger als Randthema behandelt werden, sondern als das, was sie sind: eine Folge eines Systems, das zu oft überfordert, statt zu begleiten.

Liebe Politiker*innen, bitte hört uns  zu – nicht erst, wenn wir aus dem System fallen.

Handeln Sie, solange wir noch Teil davon sind und hoffen, dass Schule ein Ort sein kann, an dem man wachsen darf, ohne Angst zu haben.

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Emma BPetitionsstarter*in

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