
Und: Selbstverständlich bin ich dafür! Mich hat ja auch niemand gefragt, ob ich leben will, in dieses Leben auf diesem Planeten, in die Nazikriegszeit hineingezeugt werden will. Und niemand findet etwas dabei, fand damals nichts dabei, es war ganz normal, daß die Väter und Söhne, die Brüder und Geliebten zum Sterben in den Krieg („für’s Vaterland“!) gezogen sind und „auf dem Feld der Ehre“ als Helden gefallen sind. Und diese Losung gilt bei den Kameradschaftsbünden noch bis heute.
Diese elende Verlogenheit! Aber wenn ein todkranker und von Schmerzen gepeinigter, hoffnungsloser, des „Lebens“ überdrüssiger Mensch, weil das kein Leben ist, in seiner eigenen Scheiße zu liegen, sterben will, dann fängt die große moraltheologische Diskussion – das Palaver – der Ethik-Kommission an.