
... Dennoch kommt diesem Papier, auch wenn es nicht auf die Autorität der Wissenschaft setzt, ein hohes Maß an Autorität zu – einerseits aufgrund der Prominenz seiner Autoren, zu denen unter anderem Andreas Voßkuhle, der Federführende des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020, gehört, andererseits aufgrund des Glücksfalls, dass es gelungen ist, ungeachtet aller ideologischen Divergenzen zwischen den Autoren so etwas wie Leitplanken für eine mögliche künftige gesetzliche Regelung der Suizidassistenz einzuziehen. Wissenschaftlichkeit zeigt sich von ihrer besten Seite: in Sachorientierung, Offenheit für Argumente und Ausgewogenheit des Urteils. Das Ergebnis sind Überlegungen, wie eine gesetzliche Regelung aussehen könnte, die auf liberaler wie auf konservativer Seite Zugeständnisse verlangen, aber keine Seite offen brüskieren. ...