Acker statt Beton – Für den Erhalt der Weender Leineaue

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20 Fußballfelder – so groß ist das Gebiet, das die Stadt Göttingen 2017 trotz Protest von Umweltschützern aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen hat, um es zu bebauen. Ein riesiges Industriegebiet soll am Dragoneranger, zwischen Weende und Holtenser Berg gelegen, entstehen und unser Naherholungsgebiet an der Leineaue zerstören. Zwischen Wiesen, Fluss und Feldern spielen Kinder. Sie bauen Staudämme, lassen ihre Drachen steigen und lernen Fahrrad fahren. Hier bekommen Hunde ihren Auslauf. Es leben hier seltene Tierarten und der Ackerboden ist von allerbester Güte.

Die Stadt beansprucht die Fläche, weil sie ein Betonmischwerk und ein Logistikzentrum bauen will. Alternativen gibt es angeblich keine.

Das Kuriose: Obwohl das Ganze bereits vor drei Jahren mit der Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen wurde, hat kaum ein Anwohner davon gewusst bzw. weiß es erst seit ein paar Wochen! Dabei steht die Verabschiedung des Bebauungsplanes für den Dragoneranger kurz bevor! Wir, die Mitglieder der neu gegründeten Bürgerinitiative (BI) Dragoneranger, fielen aus allen Wolken und kämpfen nun um unser Stück Natur in der Stadt!

Unser Unverständnis ist groß!

Denn: Auf der einen Seite hat sich die Stadt 2007 selbst ein nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept auferlegt, schreibt Bürgerbeteiligung und Umweltschutz groß und lädt, wie jüngst geschehen, die Bevölkerung zu einem Ideenwettbewerb zum Thema Klimaschutz ein. Auf der anderen Seite verpasst sie ihre Klimaschutzziele um über 30 % und plant diese Industriefläche in unmittelbarer Nähe zum, sich teilweise noch im Bau befindlichen, Wohngebiet, das lokal ohnehin schon stark von Lärm und Staub gebeutelt ist.

Wir fordern daher die Stadt Göttingen auf, die strategische Ausrichtung des Vorhabens sowie die Fläche neu zu bewerten und uns Bürgerinnen und Bürger transparent und rechtzeitig mit einzubeziehen!

  • Der Dragoneranger ist das Tor zu unserem Naherholungsgebiet! Nicht umsonst war es aus gutem Grunde bis vor kurzem Teil des Landschaftsschutzgebietes!
  • Flächenversiegelung ist jetzt schon ein großes Problem! Boden ist eine endliche Ressource und heute schon knapp.
  • Die Stadt Göttingen schreibt sich nachhaltige Stadtentwicklung groß auf die Fahne, doch davon kann hier keine Rede sein!
  • Wir fordern die erneute Prüfung alternativer Standorte für das Betonmischwerk!
  • Schluss mit der strategischen Fehlplanung! Ein Mehr an Logistik braucht Göttingen nicht.

Du bist auch gegen diese Landschaftszerstörung, dann hilf uns, dieses Vorhaben zu stoppen und unterschreib diese Petition!