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Eine Innenstadt für alle in Vreden

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Der alte „Saal Kleine“ in Vreden ist Geschichte: Wie die Münsterland Zeitung am 14. September berichtet, ziehen sich die Investoren aus dem Projekt „Craftwerk“ wegen Problemen mit dem Lärmschutz zurück. Damit endet ein großes Stück Vredener Kulturgeschichte, in dem das alte „Gasthaus Kleine“ und später das „Vredener Brauhaus” generationenverbindend einen wichtigen Teil einnehmen.

Der bisherige Besitzer des Geländes deutet in einem Interview mit der Münsterland Zeitung an, dass als Alternative ein Abriss des vorhandenen Gebäudes sowie ein Neubau eines Wohnhauses mit altersgerechten Wohnungen als wahrscheinlich gilt. 

In unseren Augen ist das genau die falsche Entwicklung für Vreden: 

Wie viele andere kleine Städte leidet Vreden seit Jahren durch einen Rückgang des Einzelhandels in der Innenstadt. Zudem steht Vreden vor den Herausforderungen des demografischen Wandels: Die Bevölkerungsentwicklung in Vreden ist aktuell stabil. Der demografische Bericht der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2015 zeigt aber klar an, dass der Wegzug-Saldo aus der Altersgruppe der 20-30 jährigen erst ab der Altersgruppe 45+ durch Zuzug aufgefangen wird. (Zur Statistik) Beide Phänomene sind Teil eines Teufelskreises: Durch Wegzug von lohnsteuerpflichtigen Bürgerinnen und Bürger sinkt die Kaufkraft in der Stadt. Und weniger Kaufkraft bedeutet weniger Potential für Einzelhändler. Dies kann auch durch den Zuzug von Menschen, die kurz vor oder bereits in der Rente stehen nicht kompensiert werden.

 Wir müssen uns die Frage stellen, warum der Wegzug-Saldo erst in den älteren Jahrgängen aufgefangen werden kann. Die harte Antwort: Vreden ist aktuell nicht in der Lage die Bedürfnisse von jungen Menschen zu erfüllen. Und wenn immer mehr kultureller Freiraum für junge und jung gebliebene Menschen weggenommen wird, wird sich diese Entwicklung definitiv nicht umkehren lassen.

Auf den Entlassungsveranstaltungen der Vredener Schulen gibt der Rat der Stadt Vreden immer einen Wunsch an die Absolventen mit: „Geht raus, lernt die Welt kennen, lasst euch gut ausbilden und kommt dann zurück nach Vreden – denn Vreden braucht euch.“ Lasst uns diesen Wunsch endlich mit Taten füllen und eine Stadt für alle schaffen: Für Kinder, junge Erwachsene, Familien und auch Senioren. Dazu gehört, dass die Innenstadt Ort der Begegnung aller Generationen wird und mit Kultur, Veranstaltungen, gastronomischen Angeboten sowie Einzelhandel die Generationen verbindet. Eine priorisierte Förderung von Wohnraum für bestimmte Ziel- und Altersgruppen fördert diesen Zusammenhalt nicht.

 Um eine Innenstadt für alle zu schaffen, benötigen wir klare Spielregeln: Genau wie das Einzelhandelskonzept dafür sorgen soll, dass sich Geschäfte wieder in der Innenstadt ansiedeln sollen, muss es ein Wohnraum-Konzept geben, welches Bauprojekte für bestimmte Klientels verhindert und einen ausgewogenen Mix für alle Generationen schafft.

Wir fordern deshalb den Rat der Stadt Vreden auf, im Genehmigungsverfahren im Sinne aller Vredenerinnen und Vredener, egal ob groß oder klein, zu entscheiden und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Vreden in die Entscheidung mit einzubeziehen um damit zu sorgen, dass die Vredener Innenstadt ein Ort wird, der alle verbindet.



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