Keine Gänsejagd im Stadtgarten Neuss - Für eine tierschutzgerechte Populationskontrolle

Keine Gänsejagd im Stadtgarten Neuss - Für eine tierschutzgerechte Populationskontrolle

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Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) - LV NRW hat diese Petition an Rat der Stadt Neuss (Stadtverwaltung Neuss) und gestartet.

Im November wurde durch die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Neuss ein Antrag auf die Tagesordnung gesetzt und anschließend beschlossen, in dem die Verwaltung beauftragt wird, „alle der Verwaltung zweckmäßig erscheinenden Maßnahmen inklusive der Bejagung als Ultima Ratio zur Regulierung der Gänsepopulation im Stadtgarten zu verfolgen“.

Wir fordern aus diesem Grund:

- keine Bejagung der Nil- oder Kanadagänse im Stadtgebiet
- tierschutzkonforme Populationskontrolle durch Austausch der Eier
- alternativ als kurzfristige Lösung: Relokation (Umsiedlung) der Tierbestände
- Akzeptanz der Gänse im Stadtgebiet / Aufklärungsarbeit an Schulen und Kitas

Gegen die Vorurteile schreibt die IG Kandagänse auf ihrer Homepage:

  • Gänse sind für viele Menschen eine Attraktion. Es gibt kaum ein Motiv, welches öfters im Park fotografiert wird als Gänsefamilien im Gänsemarsch.
  • Es gibt kaum einen Vogel, der so viel Nähe zulässt und so gut zu beobachten ist. "Mittendrin statt nur dabei" dürfen wir an ihrem Leben teilhaben und das sollten wir wertschätzen.
  • Wir Menschen können viel von Gänsen lernen, wenn wir bereit sind, uns einmal näher mit ihnen beschäftigen: Bescheidenheit, Zufriedenheit, Zusammenhalt ... das ist für Gänse  selbstverständlich.
  • Wo uns der Dreck der Gänse stört, sollten wir uns um die Reinigung kümmern.
  • Eine Verdrängung der Gänse oder gar die Bekämpfung der liebevollen Langhälse ist der falsche Weg.

 

Der NABU schreibt zur Jagd auf Gänse auf seiner Homepage:

„Da die Jagd auf Nilgänse in derzeit neun Bundesländern erlaubt ist, muss man davon ausgehen, dass jährlich etwa fünfzehn- bis zwanzigtausend Nilgänse in Deutschland geschossen werden. Dass sich die Nilgans weiter verbreitet, verhindert dieser enorme Jagddruck jedoch nicht. Denn die reguläre Jagd hat bei sich dynamisch ausbreitenden Neozoen kaum einen Effekt auf die weitere Bestandsentwicklung. Vor diesem Hintergrund wirkt das jüngst vom Deutschen Jagdverband in die Medien getragene Argument, die Jagd sei notwendig, um eine weitere Ausbreitung der Nilgans zu verhindern, als fadenscheiniges Vehikel für deren Forderung nach einer bundesweiten Bejagung der Art.

Nach Ansicht des NABU ist die Jagd lediglich dann gerechtfertigt, wenn es um eine sinnvolle Nutzung des bejagten Tieres geht und die Jagd dabei nachhaltig ist, sich also nicht negativ auf die Bestände der bejagten oder anderer Arten auswirkt. Zur Jagdbarkeit einer Art gehört auch, dass sich die Jägerschaft im Sinne der Hege um den Erhalt gesunder Bestände der bejagten Arten kümmern muss. Damit scheidet die reguläre Jagd als Methode zur Reduzierung eines Bestandes aus.

Aufgrund des derzeitigen Erkenntnisstands ist die ökologische Schädlichkeit der Nilgans in Deutschland für den NABU als gering bis nicht vorhanden einzustufen, so dass ein aktives deutschlandweites Bestandsmanagement mit dem Ziel einer Verringerung des Bestandes weder notwendig noch zu rechtfertigen ist. Eine Bejagung der Nilgans lässt sich lediglich mit dem Wunsch nach Nutzung dieser Gänse zur Gewinnung von Fleisch als Nahrung begründen, eine Bejagung mit dem Ziel einer Bestandsreduktion ist abzulehnen.„

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