Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
unser Schiff ist unterwegs in seinen ersten Rettungseinsatz! Am Wochenende hat die Sea-Watch 4 den spanischen Hafen Burriana verlassen und ist jetzt auf dem Weg in das Suchgebiet vor der libyschen Küste. Unser Schiff wird Menschen aus Seenot retten! Und damit das tun, was die europäischen Regierungen konsequent verweigern oder – schlimmer noch – durch absurde, nicht erfüllbare Auflagen verhindern. Fast alle zivilen Rettungsschiffe werden weiterhin festgehalten. In den letzten sechs Wochen war kein einziges Schiff mehr im Einsatz.
Umso wichtiger ist es, dass die Sea-Watch 4 jetzt endlich ausgelaufen ist – als starkes Zeichen aus Kirche und Zivilgesellschaft gegen diese Unbarmherzigkeit und Rechtlosigkeit auf dem Mittelmeer. Auch wenn Corona den Zeitplan verzögert hat: Von der Idee auf dem Dortmunder Kirchentag bis zur Gründung von United4Rescue hat es nur wenige Monate gedauert – und bis zur ersten Mission nur ein gutes Jahr. Das ist für solch ein Großprojekt ein unglaubliches Tempo. DANKE allen, die an diese ambitionierte Aktion geglaubt haben! DANKE allen, die unterstützt und gespendet haben! WIR haben dieses Schiff gemeinsam geschickt!
Wichtig für den Erfolg war auch die breite Unterstützung aus der Kirche. Die klare Haltung der Kirche gibt unserem Schiff zusätzlichen Rückenwind. Uns freut sehr, dass mehrere Bischöfe und Leitende Geistliche auch das Auslaufen des Schiffes mit Segenswünschen begleitet:
EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm: www.youtube.com/watch?v=7-QIBM9_9DI
Kirchenpräsident Jung, Ev. Kirche Hessen und Nassau: www.facebook.com/watch/?v=295120588437284
Bischöfin Kühnbaum-Schmidt, Nordkirche: www.youtube.com/watch?v=3ZG5pp66xIw
Landessuperintendent Dietmar Arends, Lippische Landeskirche: www.youtube.com/watch?v=4PJ__wk8w_E
Präses Manfred Rekowski, Ev. Kirche im Rheinland: www.youtube.com/watch?v=zeMYJPCuGjQ
Präses Kurschus, Ev. Kirche von Westfalen: www.evangelisch.de/inhalte/173765/17-08-2020/praeses-kurschus-seenotrettungsschiff-sea-watch-wichtiges-zeichen
In einem ZDF-Interview kündigte der EKD-Ratsvorsitzende zudem an, dass das kirchliche Engagement nicht nachlassen werde, solange die humanitäre Katastrophe auf dem Mittelmeer nicht gelöst sei: www.zdf.de/nachrichten/politik/seawatch-fluechtlinge-mittelmeer-ekd-bedford-strohm-100.html
Das ist eine deutliche Ansage! Wir bitten Euch sehr: Bleibt an Bord, unterstützt und begleitet unser Schiff auch weiterhin! Erzählt möglichst vielen von unserem Schiff – in eurer Familie, im Freundeskreis, in eurer Kirchengemeinde. Und macht allen Mut, sich gerade in diesen Zeiten für Solidarität, Menschenrechte und Nächstenliebe einzusetzen.
Mit europäischen Grüßen
Sven Giegold & Ansgar Gilster
P.S.: Bisher tragen 567 (!) Organisationen das Bündnis United4Rescue mit. Jeder Verein, jede Kirchengemeinde, jedes Unternehmen kann sich anschließen. Bitte helft mit, dass sich das Bündnis weiter vergrößert und sprecht weitere mögliche Partner an.

