Max BryanHamburg, Germany
Sep 10, 2026

⭐️ "Wohnung statt Verdrängung und Ausgrenzung" ⭐️ Demo an unserem ehemaligen Stammplatz am Hamburger Hauptbahnhof - Freitag, 17 Uhr Heidi Kabel Platz - kommt Alle hin!

https://www.hinzundkunzt.de/demo-gegen-alkoholverbot-und-wohngeldkuerzung/

Und weil wir dort jahrelang verteilt haben:

https://www.change.org/p/r%C3%BCckerlangung-der-duldung-von-sachspendenverteilungen-am-hamburger-hauptbahnhof

Die Initiative "Hilfe für Hamburger Obdachlose" fordert die sofortige Aufhebung des sogenannten "Helfer-Verbots" für alle am Hauptbahnhof gemeinnützig tätigen Gruppen und Vereine, sowie die Erteilung einer offiziellen Sondernutzungserlaubnis an Selbige für die Durchführung von Sachspendenverteilungen auf einer am Heidi Kabel Platz dafür geeigneten Fläche, wie unter anderem auf der Fläche vor dem Bieberhaus oder auf der Fläche hinter den Ladestationen für die E-Autos.

➡️ Begründung:

Gut 5 Jahre lang fanden am Hamburger Hauptbahnhof (Heidi Kabel Platz) Sachspendenverteilungen für Obdachlose, Bedürftige und für in Armut lebende Menschen statt. Verschiedene Helfergruppen und Vereine wurden jahrelang geduldet. Wir hatten zeitweise sogar eine offizielle, schriftliche Genehmigung des Deutsche Bahn Managements für das Aufstellen von Tischen und Ständen unterm Dach der DB am Hamburger Hauptbahnhof Ausgang Kirchenallee. Per 15.9.2023 wurden alle Duldungen und/oder Genehmigungen widerrufen und weitere Sachspendenverteilungen dieser Art vom Bezirksamt Hamburg Mitte untersagt und die Helfergruppen geräumt. Angeblich wegen Behinderung der Reisenden - was so aber gar nicht stimmt. Es fanden dann Gespräche zwischen Akteuren der Helfergruppen und dem Bezirksamt statt, die bislang und im Wesentlichen aber ergebnislos verliefen. Eine vergleichbare, überdachte Fläche am Hauptbahnhof wurde seitens der Stadt nicht angeboten. Stattdessen wurden die von Armut betroffenen Menschen dort systematisch vertrieben und verdrängt.

➡️ Warum der Standort alternativlos ist!

Nicht wenige der von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen sind gehbehindert oder sitzen im Rollstuhl und wer mit der Bahn aus anderen Stadtteilen anreiste, hatte einen nur kurzen, barrierefreien Weg bis zu unseren Tischen. Dieser Vorzug entfiel mit dem Verbot, wie auch die Möglichkeit einer direkten Interaktion zwischen Bahnreisenden und HelferInnen, die mit dem Verbot quasi ersatzlos gestrichen wurde. Manche Passanten, die unsere Aktion am Heidi Kabel Platz im Vorbeigehen entdeckten, fühlten sich spontan inspiriert selbst auch tätig zu werden - daheim vor Ort oder sie brachten zum nächsten Termin eine Kleiderspende mit. Werdet "Botschafter der guten Sache" - hieß es dann immer und Gutes tun kann niemals schlecht sein, das gilt auch heute noch, weshalb wir uns auch weiterhin für die Rückerlangung der Duldung von Helfer-Gruppen am Hamburger Hauptbahnhof einsetzen werden.

➡️ Gleiches Recht für Alle!

Sämtliche, bislang vom Bezirksamt vorgetragenen Gründe, die zum Entzug der Duldung führten, wurden im Text unserer Petition ausführlich widerlegt. Eine Behinderung von Verkehr oder Passanten am Heidi Kabel Platz fand nie statt und schließlich dürfen die Reiseteilnehmer von Kreuzfahrtschiffen am Heidi Kabel Platz ebenfalls lange Schlangen bilden und das stört Niemanden. Warum also die Obdachlosen dort verbieten, respektive vertreiben? 

Das AGG, das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet eine derartige Ungleichbehandlung, wo ein Unterschied zwischen Obdachlosen und besser gestellten Menschen gemacht wird.

Wir fordern das Bezirksamt Mitte daher auf, das Helferverbot am Hamburger Hauptbahnhof mit sofortiger Wirkung aufzuheben.

http://www.Hamburger-Obdachlose.de

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