Mise à jour sur la pétitionProra: Stopp des Ausverkaufs der Geschichte – Prora braucht Kultur!Kahlschlag Prora – Jetzt erst recht!
Stefan WolterAllemagne

8 juin 2017
Jetzt ermittelt die Kripo. Nur ein Torso ist geblieben vom denkmalgeschützten Gebäude vor Block IV, das über eine weithin intakte Ausstattung aus DDR-Zeiten verfügte. Internationale Bedeutung erlangte das Wachgebäude zur Zeit der Offiziersschule für ausländische Militärkader in Prora (1981-90). Es war ein wesentliches Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges und rückte heute mit seiner Präsenz die nach der politischen Wende weithin verfälschte Geschichte des Ortes gerade.
In unserer Presseerklärung zum Abriss heißt es: „Erfahrungsräume zweier Generationen früherer DDR-Bürger werden brutal untergraben. Während die Aufarbeitung der Geschichte der SED-Diktatur versagt, werden nationalsozialistische Seebadträume salonfähig gemacht.“
Wie die Recherche „Prora-Inmitten der Geschichte“ (Bd.1) zeigt, hat das vollständige Ausmerzen der DDR-Geschichte System. Die jetzige Entwicklung und die mediale "Reaktion" darauf erhellt noch deutlicher als bisher, wie es um die gesellschaftliche Reife, politische Kultur und die Medien in diesem Lande bestellt ist. Trotz dpa-Recherche ist der ungeheuerliche Vorgang so gut wie keiner Zeitung eine Meldung wert.
Achtung: Präzisere Petition (nun gerichtet auch an die designierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig): Erhalt bzw. Wiederherstellung eines Kasernenflures im Abschnitt neben der Jugendherberge inklusive eines typischen Waschraumes und den Bekleidungskammern sowie ausgewogene (!) Vermittlung der beiderlei geschichtlichen Phasen, die sich in Prora nur an Block V noch widerspiegeln.
Wie einem Schreiben auf www.denk-mal-prora.de zu entnehmen ist, ist das Landesdenkmalamt (Schwerin) zu Einsichten gekommen und der Erhalt des graubraunen Rauputzes im mittleren Bereich des Blocks ist in den Bereich des Denkbaren gerückt. Es gilt nun, den Druck zu erhöhen! Bitte wieder teilen und unterzeichnen! Weitere Ideen und Aktionen willkommen!
Unsere Presseerklärung (mit Bildern) und ein Schreiben an die ehemalige Landrätin Kerstin Kassner, die die Entsorgung und Umdeutung der Geschichte seit 2002 mitzuverantworten hat, findet ihr ebenfalls unter: www.denk-mal-prora.de
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