Kinder in Corona-Zeiten im Blick behalten! Notbetreuung, Hauptfächer, Schulsport o. Maske!

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Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Piazolo,

untenstehend finden Sie die Zusammenfassung unserer u.a. wissenschaftlich untermauerten Forderungen. Diese beziehen sich auf die Regelungen für Schulen und Kitas bei Stufe 3 bzw. "Rot":

- Maskenpflicht beim Sportunterricht für Schüler abschaffen! Wenn dies angesichts der aktuellen Infektionszahlen nicht möglich ist, die Durchführung vom Sportunterricht zeitweise aussetzen, bis Stufe 2 bzw. "Gelb" wieder in Kraft tritt.

- Fokus auf Hauptfächer wie Deutsch, Mathematik etc.

- Zusätzliche und nicht notwendige Durchmischung der Klassen, wie dies beim Religionsunterricht der Fall ist, abschaffen. 

- Einheitliche Regeln bei höherer Überschreitung der gemeldeten Corona-Fälle für Schulen und Kitas einführen! Notbetreuung ab dem ersten Tag im Wechselbetrieb für alle Kita-Kinder und Grundschüler sicherstellen!  

Nun zu den Fakten bzw. der ausführlichen Darlegung der oben genannten Forderungen:

1) Maskenpflicht beim Sportunterricht für Schüler abschaffen! Wenn dies angesichts der aktuellen Infektionszahlen nicht möglich ist, die Durchführung vom Sportunterricht zeitweise aussetzen, bis Stufe 2 bzw. "Gelb" wieder in Kraft tritt.

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen werden immer mehr Landkreise zu Corona-Hotspots erklärt. Abhängig davon, welche Corona-Warnstufe vom Landrat angeordnet wurde, findet der Unterricht in Schulen ausschließlich mit Maske und im Wechelbetrieb statt, damit der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Auch Grundschulen sind von dieser Regelung betroffen. Der Wechselunterricht stellt viele Familien vor große Herausforderungen. Doch damit nicht genug.

Immer mehr Eltern machen sich Sorgen um das gesundheitliche Wohl der Kinder. Denn trotz der Einschnitte bei den Bildungsangeboten in den Hauptfächern wie Deutsch oder Mathematik, soll laut Bayerischem Kultusministerium Sportunterricht selbst bei Stufe 3 weiter laufen- mit Maske beim Hallensport. Die Eltern haben leider keinen Einfluss auf das Geschehen und können das Kind nicht vom Sportunterricht abmelden.

Dabei empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO eindringlich, dass Kinder bei sportlichen Aktivitäten keine Maske tragen sollten:

https://www.who.int/news-room/q-a-detail/q-a-children-and-masks-related-to-covid-19

Zitat: "Should children wear a mask when playing sports or doing physical activities?

Children should not wear a mask when playing sports or doing physical activities, such as running, jumping or playing on the playground, so that it doesn’t compromise their breathing. When organizing these activities for children, it is important to encourage all other critical public health measures: maintaining at least a 1-metre distance from others, limiting the number of children playing together, providing access to hand hygiene facilities and encouraging their use. "


Auch renommierte Studien belegen, dass das Tragen von Mund-Nasen-Masken bei sportlichen Aktivitäten einen negativen Einfluss auf die Gesundheit hat:

https://www.researchgate.net/publication/341968273_COVID_19_and_mask_in_sports

https://sites.kowsarpub.com/asjsm/articles/21587.html

2) Hauptfächer wie Mathematik, Deutsch etc. sollten beim Wechselbetrieb mehr Beachtung finden als Nebenfächer wie Religion, Sport oder Kunst. Zusätzliche und nicht notwendige Durchmischung der Klassen, wie dies beim Religionsunterricht der Fall ist, abschaffen. 

Warum wird in der aktuellen Lage starr an den Unterrichtsplänen festgehalten, welche zwar gut sind, aber ursprünglich für den Regelbetrieb ausgearbeitet wurden? Mit der Einführung vom Wechselunterricht kann es sehr schnell passieren, dass ein Kind in einer Woche im Präsenzunterricht fast ausschließlich an Nebenfächern unterrichtet wird (wie Sport, Kunst, Werken & Gestalten etc.) und die Hauptfächer wie Mathematik oder Deutsch sich selbst zu Hause aneignen muss. Nicht alle Eltern können die Kinder im gleichen Maße zu Hause unterstützen. So werden die Wissenslücken bei manchen Schülern größer, das Leistungsniveau innerhalb einer Klasse schwankt. Diese Folgen sind selbst für besonderes engagierte und erfahrene Lehrerinnen und Lehrer immer schwieriger auszugleichen, je länger die Maßnahmen andauern.

Gesundheit und Infektionsschutz stehen an oberster Stelle- dennoch anscheinend nicht, wenn es um das Thema Religionsunterricht geht. Hier ist die Durchmischung der Klassen selbst bei Stufe 3 weiterhin erlaubt. Dies ist angesichts der Pandemie und der dadurch höheren Wahrscheinlichkeit für eine klassenübergreifende Quarantäne nicht verantwortbar. Zudem widerspricht diese Regelung den aktuell geltenden Maßnahmen zur Reduzierung der Kontakte. 

3) Einheitliche Regeln bei höherer Überschreitung der gemeldeten Corona-Fälle für Schulen und Kitas! Notbetreuung ab dem ersten Tag im Wechselbetrieb für alle Kita-Kinder und Grundschüler sicherstellen! 

Wir, Unterzeichner dieser Petition, sind glücklich darüber, dass ein wesentlicher Teil unserer Forderungen von der Politik gehört und umgesetzt wurde. Es wurde Klarheit bei der Vorgehensweise in Bezug auf den Wechselbetrieb geschaffen. Unter anderem Kinder aus dem bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck freuen sich sehr darüber, endlich an einem regulärem Schulunterricht teilnehmen zu dürfen bzw. ihre Kita täglich besuchen zu dürfen. Auch die Eltern spüren die Entlastung enorm und können ihrer beruflichen Tätigkeit ohne Sorgen um die Betreuung ihrer Kinder nachgehen. 

Dennoch entwickeln sich die Ereignisse beim Corona-Geschehen sehr schnell und viele Eltern, die an mich herantreten, sind verunsichert. Was wird passieren, wenn der Wechselbetrieb erneut eingeführt wird? Wird wenigstens dann die Notbetreuung, vor allem für Kita- und Grundschulkinder zuverlässig funktionieren und innerhalb der ersten Tage nach der Einführung der Maßnahme sichergestellt? Machen sich die Entscheidungsträger bereits jetzt darüber Gedanken? Werden Konzepte erarbeitet? Oder wird die Entscheidung womöglich so kurzfristig wie beim letzten Mal gefällt? Werden die Schulen mit der Organisation der Notbetreuung wieder alleine gelassen? Es kann einfach nicht sein, dass bei diesem Thema im Hinblick auf die nächsten Wochen die Entscheidungsträger die Folgen deren Entscheidungen auf den Schultern der Schulleiter bzw. Schulleiterinnen vollständig abladen.

Denn die Notbetreuung für Kinder, welche in den beiden letzten Oktoberwochen 2020 keinen Präsenzunterricht hatten, dessen Eltern jedoch berufstätig sind, konnte nicht überall und wenn, dann nur mit größter Mühe eingerichtet werden. Dazu fehlte einfach das Personal. Alle Lehrerinnen und Lehrer mussten weiterhin täglich alle Klassen unterrichten und konnten nicht wie im Frühjahr, als nur ein Teil der Klassen unterrichtet wurde, für die Notbetreuung der anderen Kinder eingesetzt werden. Viele Eltern standen wegen der fehlenden Notbetreuung unter Druck und mussten diese kurzfristig selbst organisieren. Schließlich kann man kein Kita-Kind und auch keinen Grundschüler den ganzen Tag zu Hause alleine lassen, während man arbeiten geht. Einige hatten in ihrer Not die Großeltern um Unterstützung gebeten, aber gerade sie sollte man nicht der Infektionsgefahr aussetzen- ein Dilemma! 

Kleine 1-bis 2 Jahre alte Krippenkinder müssen sich in einigen Landkreisen nach wie vor alle drei Tage bei leichtem Schnupfen einem Corona-Test unterziehen, um überhaupt Ihre Kita besuchen zu dürfen!  Abgesehen davon, dass der Abstrich für kleine Kinder besonders schmerzhaft ist, überlastet diese Regel noch mehr die Labore, welche bereits an der Kapazitätsgrenze operieren. 

Alle geltenden Maßnahmen sollten für alle Bürgerinnen und Bürger transparent, klar und nachvollziehbar sein.

Bitte teilt diese Petition mit Freunden oder Bekannten! Es zählt jede Stimme.

Vielen Dank!