Petition update

Nur noch #Münzen als #Bargeld? KEINE #BARGELDOBERGRENZE!

Peter Kindel
Hamburg, Germany

Aug 15, 2016 — In der FAZ erschien am 14.08.2016 ein interessanter Artikel *) mit aufschlussreichem Inhalt über ein neues Buch "Curse of Cash" (Fluch des Bargelds) von Kenneth Rogoff, in dem er sich für die Abschaffung des Bargelds einsetzt.

Nach Rogoff soll nur ein kleiner Rest von Münzen evtl. erhalten bleiben, Geldscheine seien am besten ganz abzuschaffen. Seine Begründung: Das Bargeld habe hinsichtlich der Menge immer mehr zugenommen und es würde auch in der Kriminalität, wie u. a. Steuerhinterziehung und Bestechung verwendet werden.

Kenneth S. Rogoff ist Professor für Ökonomie an der US-Elite-Universität Havard und war Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Er hat eine Reihe von Mitstreitern:
Larry Summers, Havard-Ökonom, früherer Finanzminister unter Bill Clinton und Berater Barack Obamas. Summers forderte bereits im November 2013, dass nur noch mit Karte bezahlt werden kann. Damit könnten Staat und Banken Kontoinhabern zusätzliche Belastungen aufzwingen, ohne dass die Verbraucher auf Bargeld ausweichen könnten.

Auch der Würzburger Ökonom Peter Bofinger hat sich für die Bargeldabschaffung ausgesprochen.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos behauptete John Cryan, "Chef" der Deutschen Bank, Anfang diesen Jahres: Bargeld sei ineffizient und werde in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mehr existieren.
Sogar der EU-Digitalkommissar Günther Oettinger mischt mit und meint: "Wir werden mit der Apple-Watch bezahlen, mit dem Smartphone bezahlen."
Er hält das Ende des Bargelds für unvermeidlich.

Rogoff bezieht sich in seinem Buch auf die USA und aus deren Sicht sind die Thesen Rogoffs, die Geldpolitik besser beeinflussen zu können, vielleicht auch verständlich. Alleine China hat Exportüberschüsse jahrelang in US-Anleihen gesteckt und besitzt amerikanische Staatsanleihen im Wert von mehr als einer Billion Dollar. Damit ist China weltweit größter Gläubiger der USA, abgesehen von der US-Notenbank.

Rogoff meint aber, dass die USA keine Ausnahme sind. Daraus darf geschlossen werden, dass sein Modell auch für den Euro-Raum gültig ist. Deshalb müssen wir uns an dieser Stelle etwas näher damit beschäftigen.

Nicht nur Rogloffs Begründung, so die Kriminalität eindämmen zu können, ist erwiesenermaßen fadenscheinig. Alternativen bei abgeschafftem Bargeld bzw. für Transaktionen oberhalb einer Bargeldgrenze sind nicht nur Diamanten, Gold oder Bitcoins, sondern auch Tauschgeschäfte, Vorteilsgewährungen sowie das Ausweichen auf fremde Währungen, soweit vorhanden.

Die Menge des Bargelds kann durchaus von den Notenbanken beeinflusst werden. Dass die Geldmenge zunimmt, liegt vor allen Dingen am Giralgeld (Buchgeld), das sich auf Bankkonten befindet und sich hauptsächlich durch Kreditgewährung vermehrt. Die Menge des Buchgelds wird im Grunde genommen durch die Banken gesteuert. Außerdem hilft die EZB bei der Vermehrung der Geldmenge M **) besonders fleißig mit; es besteht die Gefahr, dass durch die Geldpolitik der EZB die Finanzmärkte verzerrt werden.
__________________________
**) = grob gesagt: alles, was als Bargeld vorhanden ist und Geld, das sich auf Giro- und Sparkonten befindet


Des Pudels Kern:
Bargeld stört bei der Kontrolle durch den Staat und durch die Banken, vor allen Dingen aber bei der Beeinflussung der Geldpolitik, weil letztlich diejenigen die Kontrolle über das Bargeld haben, die es körperlich besitzen. Der von der EZB offensichtlich angestrebte Negativzins kann nicht durchgesetzt werden, wenn die für den Bürger und dessen finanzielle Freiheit so wichtige Bedeutung des Bargelds weiterhin bestehen würde.

Der Sparer könnte sich gegen die Zahlung von Negativzinsen nämlich wehren, in dem er sein Sparguthaben vom Konto abzieht, so Buchgeld in Bargeld umwandelt und es im Bankschließfach oder im heimischen Tresor verwahren würde. Schließlich kann ein Zinssatz von 0 % zuzügl. Aufbewahrungskosten besser sein als ein Negativzinssatz. Würden sich allerdings extrem viele Sparer so verhalten, könnte das Geldsystem in Bedrängnis geraten (Beispiel: Zypern, wo zeitweilig die Banken geschlossen wurden und gleichzeitig die Ausgabe von Bargeld am SB-Terminal beschränkt wurde).

Negativzinsen jetzt auch für Privatkunden:
Die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee reicht den Strafzins von 0,4 %, den sie an die EZB für dort geparktes Geld zahlen muss, künftig in vollem Umfang an ihre Privatkunden weiter. Das betrifft (momentan?) allerdings nur Bankkunden mit einer Spareinlage von € 100.000 und mehr, zeigt aber die Tendenz auf.
Das Tabu bröckelt, der Strafzins kommt!
Die private Altersvorsorge ist bereits durch die Leitzinspolitik der EZB so gut wie gescheitert. Negativzinsen nicht nur für Banken und Versicherer, sondern *auch* für private Sparer, sind so sicher wie das Amen in der Kirche! Bei 10jährigen Bundesanleihen sind wir bereits im Negativzinsbereich.

Hans-Walter Peters, Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), sieht es angesichts der Niedrigzinsen als problematisch an, dass die Banken trotz der guten Konjunktur unter Druck stünden. "Wenn sich der negative Zins nachteilig auf die Banken auswirkt, hat das auch negative Folgen für die Konjunktur", sagte Peters gegenüber der FAZ. An einer starken Wirtschaft mit starken Banken müsse auch die Europäische Zentralbank ein Interesse haben, die den Leitzins auf null gesenkt und den Strafzins für dort geparktes Geld eingeführt hat.


Die Bedeutung des Bargeldes wurde bereits von der EZB eingeschränkt, in dem in naher Zukunft der 500€-Schein nach und nach eingezogen und nicht mehr nachgedruckt werden wird. Die Einführung einer Bargeldobergrenze wäre eine weiterer Schritt, die Bedeutung des Bargelds stark einzuschränken.

Es gilt, sich gegen die Schmälerung der Bedeutung des Bargelds zu wehren und das offen zu bekunden. Unterstützen Sie die OnlinePetition »KEINE BARGELDOBERGRENZE!« nicht nur mit Ihrer Unterschrift.

Noch sehr viele Unterschriften fehlen, um ein Zeichen zu setzen!

» Machen Sie deshalb bitte aktiv mit und überzeugen Sie Ihre Familie, Ihre Freunde und Kollegen! «
» Schicken Sie e-Mails über die Petition!
» Ganz wichtig: Teilen Sie die Petition auf Google+ und auf Facebook!
» Nutzen Sie WhatsApp
» Tweeten Sie bei Twitter
» Kommentieren Sie in den sozialen Netzen, wo immer es passt, weisen Sie dabei auf die Online-Petition hin und verlinken Sie dort die Petition (https://www.change.org/bargeld) und das Video » Die Bargeldobergrenze ist alternativlos und unabdingbar!
Oder etwa nicht? «
(Videolink: https://youtu.be/9mHCeT8obzs).
Und das Liken des Videos bei YouTube bitte auch nicht vergessen!

-----------------------------------------------------------------------------
So erreichen Sie uns:
Kontakt per e-Mail: keine.bargeldgrenze@gmx.de
telefonisch +49 (0)40.890 192 63
(Anrufbeantworter - es wird garantiert zurückgerufen!)

-----------------------------------------------------------------------------
Das Buch "The Curse of Cash" von Kenneth S. Rogoff
(gebundene Ausgabe: ISBN: 978-0-691-17213-2) erscheint in Deutschland am 07.09.2016

*) = Link zum Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/digital-bezahlen/debatte-um-das-bargeld-fluch-oder-segen-14386444.html

-----------------------------------------------------------------------------

Link zum Text der Petition: https://www.change.org/bargeld


Keep fighting for people power!

Politicians and rich CEOs shouldn't make all the decisions. Today we ask you to help keep Change.org free and independent. Our job as a public benefit company is to help petitions like this one fight back and get heard. If everyone who saw this chipped in monthly we'd secure Change.org's future today. Help us hold the powerful to account. Can you spare a minute to become a member today?

I'll power Change with $5 monthlyPayment method

Discussion

Please enter a comment.

We were unable to post your comment. Please try again.