

Na, das nennen wir mal dreist und unverfroren!
Das Festland-Konsortium versucht doch tatsächlich erneut, auf Fehmarn ein 15 Hektar großes Industrieareal durchzusetzen. Ein riesiges Areal noch zusätzlich zur ohnehin großen Belttunnel-Baustelle!?! Zur Erinnerung: Beim Bürgerentscheid zu diesem „temporären Gewerbegebiet“ hatten sich 64,5 Prozent schon einmal und deutlich dagegen ausgesprochen. Es wurde glasklar abgeschmettert! Aber das ist den Investoren offenbar egal. Sie versuchen es erneut. Am kommenden Montag (14. Juni) soll das Vorhaben im Bauausschuss diskutiert werden. Die Sitzung ist öffentlich (Es ist Mund- und Nasenschutz zu tragen).
Die Veranstaltung findet in der Mensa der Insel-Schule Fehmarn statt (Kantstrasse 1, Burg auf Fehmarn). Beginn: 18 Uhr.
Je mehr sich von uns einfinden, desto eher sollte den Stadtvertretern und Investoren deutlich werden, dass mit Widerstand zu rechnen ist:
Öffentliche Bauausschuss-Sitzung
Mensa der Insel-Schule, Kantstrasse 1
Montag, 14. Juni, 18 Uhr
Dies sind die starken Argumente gegen das Industrieareal:
Für Fehmarn ein Kuckucksei hoch 2
Obwohl sich die fehmarnsche Bevölkerung bereits mit deutlicher Mehrheit gegen ein Industrieareal zusätzlich zur eigentlichen Belttunnel-Baustelle ausgesprochen hat, wollen die Investoren dies offenbar nicht akzeptieren. Sie versuchen erneut, dieses Areal durchzusetzen. Deshalb steht es auf der Tagesordnung der am 14. Juni stattfindenden Bauausschuss-Sitzung. Dabei hat sich an den überzeugenden Argumenten gegen solch ein Areal nichts geändert:
• Es vergrößert die eigentliche Baustelle unnötig um eine weitere riesige versiegelte Industriefläche. Dabei hat die dänische Baufirma Femern A/S unlängst bekräftigt, dass eine solche Fläche für Zulieferungen und Dienstleistungen nicht erforderlich sei und nicht gebraucht würde. Daher ist sie auch nicht Bestandteil ihrer eigenen Planungen.
• Fehmarnsche Firmen können besser ohne solch ein zusätzliches Areal vom Tunnelbau profitieren. Ja, sie hätten – auf Fehmarn ja bereits ansässig – ohne diese Fläche sogar einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern aus dem Rest Deutschlands oder dem Ausland. Meint: Auf solch einer Fläche für meistbietende Firmen könnten sich Firmen von anderswo nahe der Baustelle ansiedeln, ihre Arbeitskräfte mitbringen und womöglich billiger als hiesige Unternehmen anbieten. Fehmarn würde in die Röhre gucken.
• Entsprechend würden auf dieser Fläche Unternehmen tätig sein, die anderswo und eben nicht auf Fehmarn ihre Gewerbesteuern zahlen. Hiesige Firmen, die ihre Steuern auf der Insel entrichten, könnten durch das konkurrierende Areal im Wettbewerb unterliegen. Fehmarn würde dann gleich 2x in die Röhre gucken! Das Areal wäre ein Kuckucksei hoch 2. Es würde Unternehmen von überall her erlauben, fehmarnsche Firmen auszustechen, ohne hier Steuern zu entrichten.
• Das Gros der für den Tunnelbau benötigten Materialien soll ohnehin über den Seeweg und den Arbeitshafen angeliefert werden. Dafür braucht es das Industrieareal nicht. Etwaige zusätzlich erforderliche Güter würden darüber hinaus so oder so über die Sundbrücke und E47 angeliefert werden. Ob mit oder ohne Areal. Der Verkehr bliebe derselbe.
• Die Vergrößerung der Baustelle um eine zusätzliche große Industrie- und Baufläche würde vor allem dem allerwichtigsten Wirtschaftszweig der Insel schaden: dem Tourismus. Und damit fast allen Fehmaranern, da alle unmittelbar oder unmittelbar vom Tourismus profitieren. Nützen würde das Areal unserer Insel und der Insel-Bevölkerung hingegen nicht. Es nützte nur Firmen vom Festland oder von weiter weg.
• Das Areal wäre – zusätzlich zur Belttunnel-Baustelle – eine weitere und zusätzliche Quelle für Emissionen, die sich je nach Windrichtung über die Insel verteilen würden.
Wir halten für wichtig, dass sich alle Beteiligten das bereits erfolgte Votum der Bevölkerung vor Augen halten. Das Areal würde auf Fehmarn keinem helfen, sondern nur anderen. Es ist im Gegenteil sogar so: Fehmarn, seine Firmen und der Tourismus hätten bessere Chancen OHNE dieses Areal.
Herzliche Grüße
Die Initiative Bewahrt Fehmarn!