

Am heutigen Montagabend übergibt die Initiative Konferenz für Urban Transformation Design (KfUTD) dem Offenburger Gemeinderat eine Petition mit über 1.600 Unterschriften. Die Forderung: eine massive Baumoffensive mit mindestens 20.000 zusätzlichen Stadtbäumen, um der zunehmenden Überhitzung Offenburgs entgegenzuwirken.
„Bäume sind keine Deko – sie sind überlebenswichtig“, erklärt Initiator Ralph Fröhlich. „In einer Stadt, in der Sommernächte tropisch werden, der Asphalt flimmert und vulnerable Gruppen leiden, ist jeder Baum ein Stück soziale Gerechtigkeit.“
800 leere Baumquartiere – und kein Plan?
Kritisch sieht die Initiative die aktuelle Entwicklung in der Stadtverwaltung. Trotz bestehender Standorte für Straßenbäume seien laut aktueller Analyse über 800 Baumquartiere in Offenburg unbesetzt. „Offenburg fällt die Zukunft – sichtbar in jedem leeren Kringel auf der Baumkarte“, so Fröhlich. Statt konsequenter Nachpflanzung werde aktuell selbst die geplante Baumfördersatzung infrage gestellt, die Anreize für Neupflanzungen und Schutzbestimmungen für Bestandsbäume schaffen sollte.
Klimaanpassung erfordert klare Entscheidungen
Die Petition betont: 20.000 neue Bäume sind kein utopisches Ziel, sondern realistisch, finanzierbar – und dringend nötig. Stadtbäume senken nachweislich die Umgebungstemperatur, schützen Böden, speichern Wasser, filtern Luftschadstoffe und schaffen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
KfUTD fordert:
Ein Sofortprogramm zur Nachpflanzung der leerstehenden Baumquartiere im Winter 25/26
Die Verabschiedung einer verbindlichen Baumfördersatzung insbesondere für den Erhalt und Ausbau der Bäume in städtischer Verantwortung
Ein kommunal finanziertes Investitionsprogramm für mehr Stadtgrün in Hitze-Hotspots
Eine gesamtstädtische Baumstrategie, abgestimmt mit dem Klimaanpassungskonzept.
„Die Menschen in Offenburg haben gesprochen. Jetzt ist der Gemeinderat am Zug. Wer heute keine Bäume pflanzt, riskiert morgen das Wohl ganzer Stadtteile“, so das Fazit der Initiative.
Wer mag kommt um 17 Uhr kurz in den Salmen zur Übergabe der Petition.