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BERLIN - Ein deutsches Gericht entschied am Dienstag, dass eine 700 Jahre alte antisemitische Skulptur an der Außenseite einer Kirche in der Stadt Wittenberg verbleiben könnte, und wies die Behauptung eines Mitglieds der örtlichen jüdischen Gemeinde zurück, sie sei diffamierend und müsse entfernt werden.
Die Gerichtsverhandlung findet inmitten einer nationalen Debatte in Deutschland über den zunehmenden antijüdischen Hass statt, nachdem ein antisemitischer Schütze im vergangenen Jahr in der Nähe einer Synagoge in der Oststadt Halle zwei Menschen getötet hatte.
Die Judensau an der Marienkirche in Wittenberg erinnert an den im Mittelalter weit verbreiteten Antisemitismus. Es zeigt einen Rabbi, der den Schwanz einer Sau hebt und nach hinten guckt, während jüdische Kinder an dem Tier saugen.
Schweine gelten im Judentum als unrein, was sowohl die Aufzucht als auch den Verzehr von Schweinefleisch verbietet.
Das Oberlandesgericht Naumburg entschied, dass das Ausstellen der Judensau, die sich 4 Meter über dem Boden befindet, keine Straftat darstellt.
"Die Skulptur hat in ihrem gegenwärtigen Kontext weder beleidigenden Charakter noch verletzt sie die Persönlichkeitsrechte des Klägers", heißt es in dem Urteil.
Sigmount A. Koenigsberg von der jüdischen Gemeinde in Berlin sagte: "Wir wollen nicht, dass diese 'Judensau' verschwindet. Sie sollte öffentlich ausgestellt werden, aber nicht auf der Seite einer Kirche. Sie gehört in ein Museum zusammen mit einem klaren historischen Kontext über Antisemitismus in Berlin das Mittelalter. "
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