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Entfernen Sie die Wittenberger Judensau! (German)
Kirche wegen „Judensau“ verklagt
Wittenberg Judensau campaign other languages
Jan 11, 2018 —
von: C. LEOPOLD veröffentlicht am 11.01.2018 - 23:16 Uhr Wittenberg – Es ist ein Werk aus dem 13. Jahrhundert und sorgt damals wie heute für Diskussionen und Proteste – das Relief „Judensau“ an der Wittenberger Stadtkirche. Jetzt will ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde Berlin die Beseitigung der umstrittenen Schmähplastik erreichen. Das umstrittene Relief: Menschen werden von der Sau gesäugt, einer schaut ihr in den After – dargestellt sind Juden Das umstrittene Relief: Menschen werden von der Sau gesäugt, einer schaut ihr in den After – dargestellt sind Juden Foto: dpa Das historische Relief zeigt eine Sau, die Menschen säugt – gemeint sind Juden. Damit sollten Juden abgeschreckt werden, sich in der Stadt niederzulassen. Im Mittelalter wurden solche Abbildungen an vielen Kirchen angebracht. Wenn es nach Michael Dietrich Düllmann geht – ein Mitglied der „Synagoge Sukkat Schalom“ aus Berlin – hing die „Judensau“ die längste Zeit am Südostflügel. Er verklagt die Evangelische Stadtkirchengemeinde Wittenberg. Nun muss das Amtsgericht klären: Ist die Judensau ein zu tolerierendes Werk der Geschichte oder eine strafrechtlich relevante und zu beseitigende Beleidigung? Unterhalb der Judensau erinnert dieses steinerne Mahnmal an den Beginn des Judenprogroms im Dritten Reich Unterhalb der Judensau erinnert dieses steinerne Mahnmal an den Beginn des Judenprogroms im Dritten Reich Foto: dpa BILD liegt die Klageschrift (8 C 690/17 (IV)) vor, die Anwalt Hubertus Benecke (57) einreichte: „Mein Mandant fühlt sich durch die Darstellung beleidigt. Uns geht es darum, feststellen zu lassen, dass die Kirche verpflichtet wird, die Judensau beseitigen zu lassen.“ Die Gemeinde hat die Klage erhalten und hat bis kommende Woche Zeit sich zu äußern. Pfarrer Dr. Johannes Block (52): „Zum juristischen Fortgang kann ich mich nicht äußern. Unsere grundsätzliche Position zum bedrückenden Erbe der Schmähplastik ist auf der Homepage unserer Gemeinde nachzulesen.“
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