Petition updateEntfernen Sie die Wittenberger Judensau! (German)Dafür protestieren wir Samstag, 28. Oktober 2017 von 12 – 14 Uhr
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Sep 9, 2017
Antijüdische Schmähung beenden – Luthers Judenfeindschaft aufklären Kindheit und Jugend stets präsent. Wenn ich daran vorbeiging, habe ich jedes Mal aufgeblickt – und den eigentümlichen Kitzel verspürt, etwas eigentlich Verbotenes zu betrachten, dass dort gar nicht sein dürfte. Heute beschäftigt mich vor allem die Frage, wieso antisemitische Hetze durch ihr bloßes Alter aushaltbar geworden sein soll. Nach der Logik auch der kritischen Befürworter eines Verbleibs des Reliefs wäre in 400 Jahren auch ein Relikt antisemitischer Hetze aus der NS-Zeit »ein bleibender Stachel«, der nicht angetastet werden dürfte. Uwe-Karsten Plisch Titelbild: Auf Initiative der Evangelischen Akademie in Wittenberg wird seit einigen Jahren am 9. November mit der Aktion »Das gelbe Band« an Luthers Judenfeindschaft erinnert. • Im Guten wie im Bösen: Martin Luther war eine Person von unvergleichlicher historischer Wucht, ein Mann, der – und das geschieht nur selten – aufgrund seiner persönlichen Kraft die Weltgeschichte änderte. Im Guten wie im Bösen: Darin, daß Luther neu zu bestimmen suchte, was christlicher Glaube und damit Glaube überhaupt sein könne, im Bösen dadurch, dass Luther zum bürgerlichen Feind sozialer Emanzipationsbewegungen wie der Bauern und – nicht zuletzt – zum Begründer – nein, nicht nur des Antijudaismus – sondern des modernen Antisemitismus wurde. Sinnbild dieser Haltung ist die »Judensau« an der Wittenberger Stadtkirche. Historische Verantwortung für die deutsche Geschichte erfordert es, den inneren Zusammenhang von Luthers Antisemitismus und der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zu verdeutlichen, weshalb ich dafür eintrete und demonstriere, das Relief der Wittenberger »Judensau« von ihrem jetzigen Ort zu entfernen und gut einsehbar und dokumentiert in der Nähe ihres ursprünglichen Ortes zu präsentieren. Micha Brumlik • Viele kirchliche Erklä- rungen distanzieren sich von der seit fast zwei Jahrtausende währenden Judenfeindschaft und ihrem mörderischen Auswirkungen bis hin zum Holocaust. Doch den Worten müssen Taten folgen. In Wittenberg wie auch in etlichen anderen deutschen Kirchen mit antijüdischen Darstellungen steht das noch aus. Ulrich Hentschel • Ich wurde in der Wittenberger Stadtkirche getauft und konfirmiert. Nachdem mich ein Mitschüler auf das Schmährelief aufmerksam gemacht hatte, war es mir in meiner Dafür protestieren wir Samstag, 28. Oktober 2017 von 12 – 14 Uhr Details here - https://www.dropbox.com/s/1wqxp6gcb0gukcd/Wittenberg-Protest%20Flyer.pdf?dl=0
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