Für Pfand auf Zigaretten und Schachteln

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Roland Tappeiner und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Täglich werden in Deutschland über 200 Mio. Zigaretten geraucht. Der allergrößte Teil von ihnen landet danach auf Straßen, im Grün und früher oder später in unseren Gewässern. Wissenschaftliche Studien zeigen eindrücklich, dass aus Zigaretten gelöste Giftstoffe und der zerfallende Kunststoff der Filter erhebliche Gefahren für Tiere und Pflanzen darstellen. Die Folgen reichen von Verhaltensstörungen über Missbildungen und DNA-Veränderungen bis hin zum Tod. Über die Nahrungskette erreichen die Gifte letztlich auch wieder den Menschen.

Wir wünschten, wir könnten mit den Menschen sprechen, die ihre Zigaretten und – oft übersehen – auch deren Verpackungen auf den Boden werfen und sie würden den Schaden, den sie anrichten, verstehen. Und natürlich wünschten wir uns Menschen, die einsichtig sind und verantwortlich handeln. Viele tun dies zum Glück auch, viel zu viele aber leider auch nicht. Deshalb wünschen wir uns Regeln, die ökologisches Fehlverhalten unattraktiv machen. Eine besonders wirksame Regel wäre, ein Pfand auf Zigaretten und deren Packungen. Ein solches Pfand wird das „Kippenproblem“ schnell und umfassend lösen!

Aktuell wird auf bundes- und EU-Ebene darüber diskutiert, die Hersteller von Zigaretten für die Umweltfolgekosten mit in die Pflicht zu nehmen. Daher ist es gerade jetzt wichtig, Mittel in die richtigen Maßnahmen zu leiten. Aufklärungskampagnen und mehr Mülleimer können die Umweltbelastung durch Kippen allenfalls etwas vermindern, ein Pfand aber kann sie nahezu beseitigen!

In unserem ausführlichen Konzept haben wir mehr als nur eine Forderung für ein Pfand formuliert: Es ist der Entwurf für eine Strategie, die für Raucher*innen und Industrie handhabbar ist. Unsere Petition, deren Umsetzung wir von Industrie und Politik fordern, findest Du im genauen Wortlaut unter
https://zigarettenpfand.eu

Hier die zentralen Punkte:

  • 20 Cent pro Kippe an Pfand, das heißt etwa 4 Euro Pfand pro Packung - zu bezahlen beim Zigarettenkauf, zurück zu erhalten bei der Abgabe
  • Ausgabe von Taschenaschenbechern als Transportmittel für Asche und Kippenreste
  • Rückgabemöglichkeit bei jeder Verkaufsstelle von Zigaretten
  • Packungen und Taschenaschenbecher als kreislauffähige Mehrwegprodukte
  • Recycling von Zigarettenkippen (ja, das geht!)

Wir müssen den Schaden an der Umwelt durch Zigaretten endlich beenden. Gemeinsam sind wir in der Lage, dieses Ziel zu erreichen. Wir brauchen Deine Unterstützung und Deine Stimme. Durch Dich legitimiert können wir in Gesprächen mit den Bundesumweltministerinnen in Deutschland und Österreich und den Zigarettenherstellern Europas, insbesondere dem Deutschen Zigarettenverband für unsere Lösung werben und sie durchsetzen. Heute ändern wir gemeinsam die Zukunft der Böden und Gewässer in Deutschland und Europa!

LG, Stephan für "Die Aufheber"

avatar of the starter
Stephan von OrlowPetitionsstarter*inStephan engagiert sich gegen Straßenmüll, für Kreislaufwirtschaft, gegen Doppelstrukturen im Gesundheitssystem und für eine digitalisierte, effiziente Verwaltung.

161.011

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Roland Tappeiner und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Täglich werden in Deutschland über 200 Mio. Zigaretten geraucht. Der allergrößte Teil von ihnen landet danach auf Straßen, im Grün und früher oder später in unseren Gewässern. Wissenschaftliche Studien zeigen eindrücklich, dass aus Zigaretten gelöste Giftstoffe und der zerfallende Kunststoff der Filter erhebliche Gefahren für Tiere und Pflanzen darstellen. Die Folgen reichen von Verhaltensstörungen über Missbildungen und DNA-Veränderungen bis hin zum Tod. Über die Nahrungskette erreichen die Gifte letztlich auch wieder den Menschen.

Wir wünschten, wir könnten mit den Menschen sprechen, die ihre Zigaretten und – oft übersehen – auch deren Verpackungen auf den Boden werfen und sie würden den Schaden, den sie anrichten, verstehen. Und natürlich wünschten wir uns Menschen, die einsichtig sind und verantwortlich handeln. Viele tun dies zum Glück auch, viel zu viele aber leider auch nicht. Deshalb wünschen wir uns Regeln, die ökologisches Fehlverhalten unattraktiv machen. Eine besonders wirksame Regel wäre, ein Pfand auf Zigaretten und deren Packungen. Ein solches Pfand wird das „Kippenproblem“ schnell und umfassend lösen!

Aktuell wird auf bundes- und EU-Ebene darüber diskutiert, die Hersteller von Zigaretten für die Umweltfolgekosten mit in die Pflicht zu nehmen. Daher ist es gerade jetzt wichtig, Mittel in die richtigen Maßnahmen zu leiten. Aufklärungskampagnen und mehr Mülleimer können die Umweltbelastung durch Kippen allenfalls etwas vermindern, ein Pfand aber kann sie nahezu beseitigen!

In unserem ausführlichen Konzept haben wir mehr als nur eine Forderung für ein Pfand formuliert: Es ist der Entwurf für eine Strategie, die für Raucher*innen und Industrie handhabbar ist. Unsere Petition, deren Umsetzung wir von Industrie und Politik fordern, findest Du im genauen Wortlaut unter
https://zigarettenpfand.eu

Hier die zentralen Punkte:

  • 20 Cent pro Kippe an Pfand, das heißt etwa 4 Euro Pfand pro Packung - zu bezahlen beim Zigarettenkauf, zurück zu erhalten bei der Abgabe
  • Ausgabe von Taschenaschenbechern als Transportmittel für Asche und Kippenreste
  • Rückgabemöglichkeit bei jeder Verkaufsstelle von Zigaretten
  • Packungen und Taschenaschenbecher als kreislauffähige Mehrwegprodukte
  • Recycling von Zigarettenkippen (ja, das geht!)

Wir müssen den Schaden an der Umwelt durch Zigaretten endlich beenden. Gemeinsam sind wir in der Lage, dieses Ziel zu erreichen. Wir brauchen Deine Unterstützung und Deine Stimme. Durch Dich legitimiert können wir in Gesprächen mit den Bundesumweltministerinnen in Deutschland und Österreich und den Zigarettenherstellern Europas, insbesondere dem Deutschen Zigarettenverband für unsere Lösung werben und sie durchsetzen. Heute ändern wir gemeinsam die Zukunft der Böden und Gewässer in Deutschland und Europa!

LG, Stephan für "Die Aufheber"

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Stephan von OrlowPetitionsstarter*inStephan engagiert sich gegen Straßenmüll, für Kreislaufwirtschaft, gegen Doppelstrukturen im Gesundheitssystem und für eine digitalisierte, effiziente Verwaltung.
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Die Entscheidungsträger*innen

Jan Mücke
Geschäftsführer, Deutscher Zigarettenverband
Beantwortet
Ein Pfandsystem ist für Zigarettenabfälle ökologisch nicht sinnvoll. Für ein Pfandsystem müsste eine enorme Infrastruktur und Logistik aufgebaut werden – nicht um wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen, sondern damit Konsumenten aufhören, ihre Zigarettenabfälle in die Umwelt zu werfen. Ein Pfandsystem ist der falsche Weg zur Lösung des Problems. Das wird deutlich, wenn man die Details betrachtet: nötig wären eine hohe Zahl an hitzebeständigen, auslaufsicheren Sammelbehältern, zahlreiche Rücknahmestellen müssten Platz zum Lagern schaffen und dabei den hygienischen Anforderungen des Lebensmittelhandels genügen, die Identifizierung des Pfandgutes bei geschlossenem Sammelbehälter müsste sichergestellt werden. Zu der finanziellen und bürokratischen Verwaltung des Pfandguts durch die Händler käme noch der Transport und die Reinigung der Sammelbehälter und ein sich anschließender Recyclingprozess des Pfandguts. Durch die eingeschränkte Verwertbarkeit und Qualität des recycelten Materials von Zigarettenabfällen muss man beim Ergebnis richtigerweise eher von einem Downcycling sprechen. Wir vom BVTE möchten mithelfen, das Problem der Zigarettenabfälle nachhaltig zu lösen und setzen uns deshalb für eine Sensibilisierung und langfristige Änderung des Verbraucherverhaltens ein - im Schulterschluss mit allen Beteiligten: Konsumenten, Herstellern und Politikern. Mehr Informationen unter: https://www.achteaufdieumwelt.de/de/home.html Foto: Jan Mücke
Steffi Lemke
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Neuigkeiten zur Petition
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Petition am 30. Mai 2019 erstellt