Mise à jour sur la pétitionFür Pfand auf Zigaretten und SchachtelnPfand - für Zigaretten - ein Jahresrückblick
Stephan von OrlowBerlin, Allemagne
28 déc. 2020

Liebe Unterstützer unserer Petition für Pfand auf Zigaretten,

vermutlich fragen sich viele von Euch – was hat es gebracht, das „System Rauchen“ ein wenig nachhaltiger machen zu wollen, so dass keine Kippen mehr auf dem Boden liegen?

Was hat es gebracht, auf einen einsamen Knopf einer Webseite change.org/Zigarettenpfand zu klicken um dort ein Votum abzugehen, dass es so nicht weitergehen kann mit dem Müll auf dem Boden.

Dass es so nicht weitergehen darf.

Mit dem Zigarettenkonsum erzeugt man Gift. Dieses Gift ist stark genug, unsere Böden, Gewässer und das Leben darin zu belasten. Und es ist stark genug, nach Jahren des Rauchens mehr als 100.000 Menschen pro Jahr in unserem Land – ja, allein in Deutschland – zu töten. Seit der Corona Krise wissen wir, wie das richtig formuliert lautet: Diese Menschen sterben an oder mit den Folgen ihres Zigarettenkonsums.

Was also macht den Unterschied aus zwischen dem durch Zigarettenkonsum ausgelöstem Sterben in der Natur und dem Sterben der Menschen? Ich meine, die Menschen haben sich unter dem Wissen des Risikos für das Risiko entschieden. Die Natur kann sich nicht entscheiden.

Aber eines wissen wir genau – die Natur gibt uns alles zurück.

Anfangs haben wir ja immer noch nach Belegen für die Belastung gesucht, zahlreiche Daten lest Ihr auf unserer Webseite www.Aufheber.de Ich glaube, darüber müssen wir heute nicht mehr diskutieren.

Sehr wohl müssen wir aber darüber sprechen, dass die Zigarettenindustrie uns Gespräche angeboten hat. Gespräche darüber, dass wir unsere Petition schließen sollen. Gespräche damit wir verzögern, damit wir langsamer werden. Damit die Themen wieder aus der Presse gehen. Damit wir keine Interviews mehr führen, weil ja irgendwann auch alles gesagt wurde.

Diese Strategie ist zum Teil aufgegangen. Aber wir sind noch da. Und wir machen weiter.

Auch mit der Politik praktisch aller Parteien haben wir gesprochen und viele, verständnisvolle Blicke erhalten. Aber 18 Mrd. Euro Steueraufkommen aus Tabakkonsum sprechen eine deutliche Sprache – das sind etwa 5% des Jahressteueraufkommens im Bundeshaushalt pro Jahr. Die Gespräche waren rasch beendet – mit wohlwollenden Worten ohne praktische Unterstützung.

Das Bundesumweltministerium haben wir auf fast allen Ebenen durchlaufen. Aber der Blick dort ist sehr bürokratisch. Es gäbe ja EU Gesetze, wurde uns erklärt. Man könne sich da nicht durchsetzen, wurde uns gesagt, man sehe nicht unbedingt die Verhältnismäßigkeit, wurde uns mitgeteilt.

In einem Nebensatz dann ein Hoffnungsschimmer: es könnte ja eine Öffnungsklausel in den Gesetzen geben. Ich wäre ja eher dafür, die Gesetze wegzuwerfen und Neue zu schreiben, die auf den Erkenntnissen unserer Zeit basieren. Aber ich habe eines gelernt. Im Bundesumweltministerium sitzen echte Fachleute und auch Freunde unserer Initiative. Sie wissen, was passieren müsste. Aber die Anweisung muss aus der politischen Ebene kommen, sonst können diese Fachleute nicht handeln. Wenn wir unserer Politik das Mandat geben, dann können wir darauf vertrauen, dass die Fachleute das gut umsetzen. Danke an dieser Stelle an ein kompetent, aber etwas hilflos wirkendes Ministerium.

Und deshalb hier mein Vorschlag: Lasst uns für ein Ministerium für Wirtschaft und Umwelt werben, damit wir diese beiden Disziplinen, die ohne einander nicht existieren können, vereinen.

Und jetzt müssen wir weitergehen.

Wir müssen dafür sorgen, dass es auf einer tieferen Ebene als dem Zigarettenmüll eine Lösung gibt. Denn Zigarettenmüll ist nicht der einzige Müll auf dieser Welt. Es ist ein Problemabfall von vielen – eines der gravierenden Themen.

Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft gar keinen Müll mehr produziert, der anschließend weggeworfen werden kann.

Der verbrannt wird und die Klimakatastrophe, die vor der Haustür steht, weiter beschleunigt.

Unsere Gesellschaft muss beginnen, defekte Waren nicht mehr Müll zu nennen. Wir müssen Waren als Lager betrachten – als Rohstofflager für neue Produkte gleicher oder höherwertiger Art.

Lasst uns den Müll von heute die Ressourcen von Morgen nennen.

Wir müssen eine komplett neue Produktionswirtschaft entwickeln. Und aus Entsorgungsunternehmen werden Ressourcenhändler. Eine Abfallwirtschaft darf es nicht mehr geben in 10 Jahren – genau so wenig wie Abfall - nur noch Ressourcen, denn Ressourcen muss man nicht verbrennen oder als Gift endlagern.

Und wir müssen jetzt beginnen.

Sonst stirbt die Menschheit wie die Bakterienkultur in einer Petrischale, sobald der Nährboden verbraucht wurde.

Mein Wunsch an Euch ist – unterstützt auch unsere Kampagne für Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsindustrie - für eine Gesellschaft ohne Verpackungsmüll. Denn wir wollen über viele Millionen Tonnen Plastik einsparen - und das können wir:

http://www.change.org/Verpackungspfand

Mehr dazu findet Ihr auch in unserer wachsenden Community in Facebook.

Mein Wunsch an die Politik zu Weihnachten und insbesondere zu Neujahr ist:

Schafft einen Rahmen der Kreislaufwirtschaft für Industrie und Gewerbe, einen Rahmen wie die Leitplanken auf der Autobahn, auf der sich Innovation bewegen kann. Man kann schnell und langsam fahren. Aber niemals kann man querfeldein fahren.

Ich wünsche Euch schöne Feiertage und viel Optimismus für 2021. Warum sollten wir optimistisch sein? Na, ganz einfach. Weil wir unseren Weg gestalten können. Wir müssen nicht jeden Blödsinn mitmachen. Wir dürfen auf die Landkarte unserer Optionen schauen und wählen.

Auf ein neues Jahr.
Euer,
Stephan von Orlow
für www.Aufheber.de
https://www.facebook.com/groups/Aufheber

PS: im Bild noch hoffnungsvoll mit dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium Florian Pronold

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