Petition updateSofortiger Abschiebestopp nach AfghanistanMachen Sie mit
Jana Büttner-RoßbergOelsnitz/Erzgeb., Germany
Jan 29, 2018
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, wer die Nachrichten in den letzten Tagen aufmerksam verfolgt hat, wird erschüttert von einer immensen Welle der Gewalt in Afghanistans Hauptstadt Kabul. Ich selbst saß vorvergangene Woche in der Gerichtsverhandlung unseres afghanischen Schützlings zu seinem Asylantrag. Dabei war ein Argument des Richters zur möglichen Rückkehr nach Kabul, dass er doch ein gesunder junger Mann sei, noch dazu intelligent und es dort wohl eine Möglichkeit geben würde, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Bei diesen Worten gefror mir das Blut in den Adern und es begannen fünf lange Tage des Wartens bis zum telefonischen Erfragen des Urteils. Für unseren Freund ist es sehr gut ausgegangen, auch wenn die Verhandlung sich anders gestaltete. Er bekommt Subsidiären Schutz für ein Jahr und dann müssen wir weiter sehen. Was immer den Richter dazu bewogen hat, die Tendenz seines Urteils nochmal zu überdenken ... Das ist nur ein einziger Fall. Kein Afghane sollte mehr Angst vor Abschiebung haben müssen. Deswegen bitte ich Sie alle, sich 2 Minuten Ihrer Zeit zu nehmen und eine Mail an den Bundesinnenminister und den Bundesaußenminister zu schreiben. Aus meiner Erfahrung kommt es besser an, wenn man nicht nur mit seinem Namen unterschreibt, sondern mit Adresse. Das macht die Email glaubwürdiger. Gern darf dazu meine Vorlage verwendet werden: thomas.demaiziere.wk@bundestag.de sigmar.gabriel@bundestag.de Sehr geehrter Herr de Maiziere, sehr geehrter Herr Gabriel, in der afghanischen Hauptstadt Kabul gab es in den letzten 9 Tagen drei schwere Angriffe durch Taliban und IS: am 21. Januar 2018 auf das Hotel Intercontinental: http://www.tagesschau.de/ausland/anschlagkabul116.html am 28. Januar 2018 ein Selbstmordanschlag auf offener Straße: http://www.tagesschau.de/ausland/anschlag-kabul-131.html und heute am 29. Januar 2018 ein Anschlag auf die Militärakademie: http://www.tagesschau.de/ausland/kabul-327.html Nichts aber auch gar nichts rechtfertigt mehr, die Abschiebungen von der Bundesrepublik aus fortzusetzen. Die Liste der Anschläge allein in der Hauptstadt Kabul ließe sich mit über hundert Toten erweitern, wenn man nur ein paar Wochen mehr die Attentate zusammenzählt. Und wir alle und auch Sie sind sich bewusst, dass auch Zivilisten getötet werden und es schon lange nicht mehr darum geht, regierungsnahe Kreise zu treffen. Die Menschen, die von Abschiebung betroffen sind, werden durch Sie auf Listen gesetzt und sehenden Auges in lebensgefährliche Situationen geschickt. Wie gefährlich es derzeit in Kabul ist, lassen hier im sicheren Deutschland die Berichte über Attentate nur erahnen. Auch Straftäter und verurteilte Menschen haben ein Recht auf Leben und zwar mit den Konsequenzen unserer Justiz, denn eine Abschiebung nach Kabul kommt der Todesstrafe gleich, für alle von Abschiebung bedrohten. Und die Todesstrafe ist schon ein paar Jahrzehnte in unserem Land abgeschafft. Es ist an der Zeit, ehrlich zu sein und nicht mehr die Lüge von sicheren Gebieten in Afghanistan zu verbreiten und damit die Abschiebungen dorthin endgültig zu stoppen. Mit freundlichen Grüßen ....
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