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Visum für thailändische Ehefrau eines an Parkinson leidenden deutschen Missionars

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Einen Berg von Problemen gibt es leider bei der Realisierung des vom Grundgesetz zugesagten Rechts des Ehegattennachzugs für meine Frau :(

Nach 25 Jahren im unbezahlten, von Spenden finanzierten missionarischen Dienst (seit 2001 in Chiang Rai, Thailand), würde ich (51) aus familiären und gesundheitlichen Gründen (meine Eltern sind 80 bzw. 85, bei mir wurde 2007 Parkinsons diagnostiziert) gerne für etwa drei Jahre in Deutschland leben. Meiner thailändischen Frau, Naphaphon Knoblauch (46), wird ein Ehegattennachzugsvisum aufgrund unzureichender Kenntnise der deutschen Sprache jedoch verweigert. Wir haben im Juni 2015 in Thailand geheiratet (die Ehe ist beim Standesamt Braunschweig eingetragen), kennen uns jedoch schon seit 2001. Da meine Frau fließend Englisch spricht, und ich fließend Thai und Englisch spreche, sahen wir bis vor kurzem keinen Grund für meine Frau Deutsch zu lernen. Erst bei einem Besuch Deutschlands im Juli 2017 begann sie, die ersten Worte und einfache Sätze zu verstehen. Im Oktober 2017 lösten wir unseren Haushalt in Thailand auf und zogen nach Deutschland um. Dies war mit einem noch gültigen Besuchsvisum möglich. Seitdem hat sich meine Frau wirklich bemüht die deutsche Sprache zu erlernen, aber vom geforderten Level ist sie immer noch ein gutes Stück entfent. "Entfernt" sind wir nun aufgrund der deutschen Visumsbestimmungen zum wiederholten Mal auch voneinander, 8.795 km - um genau zu sein.

Wir bitten die zuständigen Behörden, von der normalerweise geforderten "A1" Sprachprüfung VOR der Ausstellung eines Ehegattennachzugsvisums abzusehen. Langfristig setzen wir uns auch für eine Änderung dieser Regelung ein, da sie nicht nur uns persönlich betrifft, sondern weil durch sie auch für viele andere Ehepaare einige ihnen vom Grundgesetz klar zugesagte Rechte de facto ausgehebelt werden!

Falls meine Frau nicht umgehend ein Visum erhält, haben wir folgende Alternativen:

  1. Etwa 6-12 monatige Trennung um in Thailand unter schwierigen Bedingungen A1-Kenntnisse zu erwerben und dann auf normalem Weg ein Visum zu erhalten. Eine so lange Trennung ist für kein Ehepaar gut; für mich als "Parki" bedeutet es zusätzlich auch eine gesundheitliche Belastung, da die Abwesenheit meiner Frau viele alltägliche Dinge wesentlich erschwert.
  2. Umgehende Auflösung des gerade gegründeten Haushalts in Braunschweig und Fortführung der Ehe in Thailand, also ignorieren der gesundheitlichen und familiären Gründe für den Aufenthalt in Deutschland.
  3. Doppelte Haushaltsführung in Deutschland und Thailand mit allen daraus resultierenden finanziellen und gesundheitlichen Nachteilen für vermutlich 6-12 Monate.

Wir glauben noch an die guten Absichten aller an der Gesetzgebung Beteiligten, und hoffen auf eine wohlwollende Handhabung des Ermessensspielraumes durch die zuständigen Behörden unter den gegebenen Umständen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Weitere Informationen finden Sie hier: https://knoblauchsinthailand.blogspot.de/p/recht.html

 



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