Petition zur Anpassung der Unfruchtbarkeits-Definition bei Adenomyose und Endometriose


Petition zur Anpassung der Unfruchtbarkeits-Definition bei Adenomyose und Endometriose
Das Problem
Stellen Sie sich vor, Sie kämpfen jahrelang mit starken Schmerzen und Unfruchtbarkeit – und dennoch sagt Ihnen das medizinische System, dass Sie bereits nach 12 Monaten als „unfruchtbar“ gelten, obwohl Ihre Erkrankung völlig andere Bedingungen schafft. Diese starre Regel ignoriert die Realität vieler Betroffene.
Hiermit fordern wir eine Anpassung der aktuellen medizinischen Leitlinien zur Definition von Infertilität, insbesondere im Kontext von Adenomyose und Endometriose. Die bisherige 12-Monats-Regel zur Diagnose von Unfruchtbarkeit ist für Betroffene mit diesen Erkrankungen nicht angemessen und bedarf einer wissenschaftlich fundierten Überarbeitung.
Hintergrund:
Nach aktueller Leitlinie wird ein Paar als infertil eingestuft, wenn nach 12 Monaten regelmäßigem, ungeschützten Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eingetreten ist. Diese Definition beruht auf einer allgemeinen statistischen Grundlage, berücksichtigt jedoch nicht die besonderen Umstände von Patientinnen mit Adenomyose oder Endometriose.
Probleme der aktuellen Definition:
Wellenartige Fruchtbarkeit: Adenomyose und Endometriose verlaufen oft zyklisch. Die Fruchtbarkeit kann sich phasenweise verbessern, sodass eine Schwangerschaft nach mehreren Jahren möglich ist.
Hormonelle Behandlungen verfälschen die Diagnosestellung: Viele Betroffene erhalten langfristig hormonelle Therapien, die eine Schwangerschaft unmöglich machen. Nach dem Absetzen dauert es oft Jahre, bis sich der natürliche Zyklus erholt.
Entzündliche Prozesse beeinflussen die Einnistung: Endometriose und Adenomyose verursachen Entzündungen, die die Einnistung erschweren, aber nicht dauerhaft verhindern.
Psychischer Druck durch verfrühte Infertilitätsdiagnose: Die 12-Monats-Regel setzt Betroffene unter unnötigen Stress und kann zu verfrühten invasiven Eingriffen oder medizinischen Behandlungen führen, die nicht immer notwendig sind.
Spontane Schwangerschaften trotz "Infertilitätsdiagnose": Es gibt zahlreiche dokumentierte Fälle, in denen Frauen nach mehreren Jahren ohne reproduktionsmedizinische Maßnahmen schwanger wurden. Dies zeigt, dass die 12-Monats-Regel nicht für alle Patientinnen passend ist.
Unsere Forderungen:
-Wir fordern eine Überarbeitung der Infertilitäts-Definition für Patientinnen mit Adenomyose und Endometriose. Konkret schlagen wir folgende Anpassungen vor:
-Flexiblere Zeiträume: Statt einer starren 12-Monats-Regel soll eine individuellere Diagnostik erfolgen, die den Krankheitsverlauf berücksichtigt.
-Einbeziehung hormoneller Therapien: Bei Patientinnen, die sich in hormoneller Behandlung befinden oder diese erst kürzlich beendet haben, sollte die Diagnosestellung erst nach einer längeren Beobachtungszeit erfolgen.
-Differenzierte Klassifikation der Infertilität: Statt einer generellen Unfruchtbarkeitsdiagnose sollten unterschiedliche Stadien der Fruchtbarkeitsbeeinträchtigung definiert werden.
-Regelmäßige Reevaluierung: Die Diagnose „infertil“ sollte nicht starr nach 12 Monaten festgelegt werden, sondern in wiederkehrenden Abständen überprüft werden.
-Bessere Patientenaufklärung: Betroffene sollten umfassend darüber informiert werden, dass die aktuelle Definition der Infertilität nicht für alle gleichermaßen gilt und alternative Betrachtungsweisen existieren.
Fazit:
Die aktuelle 12-Monats-Definition der Infertilität ist für Betroffene von Adenomyose und Endometriose nicht ausreichend differenziert und kann zu Fehldiagnosen sowie unnötigen medizinischen Eingriffen führen. Wir fordern daher eine Anpassung der Leitlinien unter Einbeziehung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie der Erfahrungen von Betroffenen.
Wir bitten die zuständigen medizinischen Fachgesellschaften und Institutionen um eine wissenschaftliche Neubewertung dieser Thematik und eine Überarbeitung der geltenden Definitionen.
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Das Problem
Stellen Sie sich vor, Sie kämpfen jahrelang mit starken Schmerzen und Unfruchtbarkeit – und dennoch sagt Ihnen das medizinische System, dass Sie bereits nach 12 Monaten als „unfruchtbar“ gelten, obwohl Ihre Erkrankung völlig andere Bedingungen schafft. Diese starre Regel ignoriert die Realität vieler Betroffene.
Hiermit fordern wir eine Anpassung der aktuellen medizinischen Leitlinien zur Definition von Infertilität, insbesondere im Kontext von Adenomyose und Endometriose. Die bisherige 12-Monats-Regel zur Diagnose von Unfruchtbarkeit ist für Betroffene mit diesen Erkrankungen nicht angemessen und bedarf einer wissenschaftlich fundierten Überarbeitung.
Hintergrund:
Nach aktueller Leitlinie wird ein Paar als infertil eingestuft, wenn nach 12 Monaten regelmäßigem, ungeschützten Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eingetreten ist. Diese Definition beruht auf einer allgemeinen statistischen Grundlage, berücksichtigt jedoch nicht die besonderen Umstände von Patientinnen mit Adenomyose oder Endometriose.
Probleme der aktuellen Definition:
Wellenartige Fruchtbarkeit: Adenomyose und Endometriose verlaufen oft zyklisch. Die Fruchtbarkeit kann sich phasenweise verbessern, sodass eine Schwangerschaft nach mehreren Jahren möglich ist.
Hormonelle Behandlungen verfälschen die Diagnosestellung: Viele Betroffene erhalten langfristig hormonelle Therapien, die eine Schwangerschaft unmöglich machen. Nach dem Absetzen dauert es oft Jahre, bis sich der natürliche Zyklus erholt.
Entzündliche Prozesse beeinflussen die Einnistung: Endometriose und Adenomyose verursachen Entzündungen, die die Einnistung erschweren, aber nicht dauerhaft verhindern.
Psychischer Druck durch verfrühte Infertilitätsdiagnose: Die 12-Monats-Regel setzt Betroffene unter unnötigen Stress und kann zu verfrühten invasiven Eingriffen oder medizinischen Behandlungen führen, die nicht immer notwendig sind.
Spontane Schwangerschaften trotz "Infertilitätsdiagnose": Es gibt zahlreiche dokumentierte Fälle, in denen Frauen nach mehreren Jahren ohne reproduktionsmedizinische Maßnahmen schwanger wurden. Dies zeigt, dass die 12-Monats-Regel nicht für alle Patientinnen passend ist.
Unsere Forderungen:
-Wir fordern eine Überarbeitung der Infertilitäts-Definition für Patientinnen mit Adenomyose und Endometriose. Konkret schlagen wir folgende Anpassungen vor:
-Flexiblere Zeiträume: Statt einer starren 12-Monats-Regel soll eine individuellere Diagnostik erfolgen, die den Krankheitsverlauf berücksichtigt.
-Einbeziehung hormoneller Therapien: Bei Patientinnen, die sich in hormoneller Behandlung befinden oder diese erst kürzlich beendet haben, sollte die Diagnosestellung erst nach einer längeren Beobachtungszeit erfolgen.
-Differenzierte Klassifikation der Infertilität: Statt einer generellen Unfruchtbarkeitsdiagnose sollten unterschiedliche Stadien der Fruchtbarkeitsbeeinträchtigung definiert werden.
-Regelmäßige Reevaluierung: Die Diagnose „infertil“ sollte nicht starr nach 12 Monaten festgelegt werden, sondern in wiederkehrenden Abständen überprüft werden.
-Bessere Patientenaufklärung: Betroffene sollten umfassend darüber informiert werden, dass die aktuelle Definition der Infertilität nicht für alle gleichermaßen gilt und alternative Betrachtungsweisen existieren.
Fazit:
Die aktuelle 12-Monats-Definition der Infertilität ist für Betroffene von Adenomyose und Endometriose nicht ausreichend differenziert und kann zu Fehldiagnosen sowie unnötigen medizinischen Eingriffen führen. Wir fordern daher eine Anpassung der Leitlinien unter Einbeziehung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie der Erfahrungen von Betroffenen.
Wir bitten die zuständigen medizinischen Fachgesellschaften und Institutionen um eine wissenschaftliche Neubewertung dieser Thematik und eine Überarbeitung der geltenden Definitionen.
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Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 8. Februar 2025 erstellt