Petition - Kein überdimensioniertes Parkhaus im Wohnviertel!

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The Issue

Die Stadt Bad Honnef plant an der Ecke Bernhard-Klein-Straße / Rommersdorfer Straße ein 4- bis 5-stöckiges Parkhaus mit 107 Stellplätzen und einer Höhe von fast 14 Metern.

Mit dieser Petition wenden wir uns weiterhin entschieden gegen den Bau eines großdimensionierten Parkhauses an diesem sensiblen Standort – mitten in einem gewachsenen Wohnumfeld, in unmittelbarer Nähe zu Kindergärten, Schulen, dem Cura-Krankenhaus und denkmalgeschützter Bausubstanz.

Mehr als 690 Menschen haben unsere Petition bereits unterstützt.

Unsere Gründe gegen das Bauvorhaben


Zweifel am tatsächlichen Bedarf
Es bestehen weiterhin erhebliche Zweifel an der Notwendigkeit eines derart großen Parkhauses an diesem Standort.

Die bisherige Bedarfsanalyse stammt aus einer Zeit, in der die Rahmenbedingungen am Cura-Krankenhaus noch andere waren und dort unter anderem noch eine Geburtsstation bestand. Seitdem haben sich die Verhältnisse verändert. Eine neue, aktuelle Bedarfsanalyse liegt nach unserem Kenntnisstand bislang nicht vor.

Im Viertel ist nach unseren Beobachtungen außerhalb der zeitlich begrenzten Hol- und Bringzeiten von Schulen und Kindergärten kein dauerhafter außergewöhnlicher Parkdruck erkennbar.

Auch die Situation auf dem Krankenhausparkplatz muss differenziert betrachtet werden: Solange die dortige Schranken- und Bewirtschaftungssituation nicht wieder regulär funktioniert, lässt die aktuelle Belegung aus unserer Sicht keine verlässlichen Rückschlüsse auf den tatsächlichen Bedarf einer später regulär bewirtschafteten "Quartiersgarage" zu.

Parkplätze entfernen, um sie teuer neu zu bauen?


Durch die Umgestaltung der Rommersdorfer Straße sind bereits 27 Stellplätze entfallen. Nach Fertigstellung des Parkhauses plant die Stadt nach unserem Kenntnisstand, alle dortigen Stellplätze zu entfernen – insgesamt 34 Stellplätze an der Rommersdorfer Straße. Durch die vorgesehene beidseitige Befahrbarkeit der Bernhard-Klein-Straße könnten nach den vorliegenden Planungen weitere 12 Stellplätze entfallen.

Gleichzeitig soll ein deutlich teureres Parkhaus gebaut werden, um neue Stellplätze zu schaffen.

Dabei geht es nicht nur um die reine Anzahl der Stellplätzen. Es stellt sich auch eine ganz praktische Frage:

Wo sollen die Anwohnerinnen und Anwohner der Rommersdorfer Straße künftig parken oder kurz halten – etwa zum Be- und Entladen, für Einkäufe, Handwerker, Pflegedienste oder Besucher?

Ein Stellplatz in einem Parkhaus ersetzt nicht automatisch einen wohnungsnahen Stellplatz oder eine kurzfristige Haltemöglichkeit vor dem eigenen Haus.

Warum werden bestehende Stellplätze entfernt, um sie anschließend mit erheblichem finanziellem und baulichen Aufwand in einem Parkhaus neu zu schaffen? 

Nach Abzug der entfallenden Stellplätze verbleibt nach unserer bisherigen Berechnung gegenüber dem früheren Bestand ein Nettozuwachs von lediglich rund 27 Stellplätzen.

Rechtfertigen 27 zusätzliche Stellplätze eine Investition dieser Größenordnung und einen massiven Baukörper mitten im Wohnquartier?

  • 12 Stellplätze in der Bernhard-Klein-Straße könnten entfallen,
  • 34 Stellplätze auf dem heutigen Krankenhausparkplatz entfallen,
  • 34 Stellplätze an der Rommersdorfer Straße sollen insgesamt entfallen,
  • 107 Stellplätze sollen im neuen Parkhaus entstehen.

Verkehrssicherheit in einem sensiblen Umfeld
Die geplante Ein- und Ausfahrt liegt in einem Umfeld mit Kindergärten, Schulen, Wohnbebauung und Krankenhausverkehr.

Besonders zu den Hol- und Bringzeiten treffen hier bereits heute unterschiedliche Verkehrsströme aufeinander. Hinzu kommen Krankenwagen, Lieferverkehr, Müllabfuhr, Fußgänger und Radfahrende.

Deshalb muss vor einer endgültigen Entscheidung nachvollziehbar beantwortet werden:

Ist die Sicherheit der Kinder auch zu den tatsächlichen Spitzenzeiten gewährleistet, wenn Hol- und Bringverkehr, Krankenhausverkehr, Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr sowie die Zu- und Abfahrten der Quartiersgarage gleichzeitig berücksichtigt werden?

Wenn die Garage stark genutzt wird, müssen die Auswirkungen dieser Nutzung auf das sensible Umfeld belastbar untersucht sein. Wird sie dagegen nur schwach genutzt, stellen sich umso mehr Fragen nach Bedarf und Wirtschaftlichkeit.

Massive Veränderung des Stadtbildes und des Wohnumfelds


Das geplante Bauvolumen steht in deutlichem Kontrast zur umliegenden Bebauung. Ein 4- bis 5-stöckiger Baukörper mit einer Höhe von fast 14 Metern würde das Quartier für Jahrzehnte prägen.

Zu berücksichtigen sind insbesondere die Auswirkungen auf:

  • das Stadtbild,
  • die Wohn- und Lebensqualität,
  • Lärm und Licht,
  • Verschattung,
  • Privatsphäre,
  • sowie das historisch geprägte und denkmalgeschützte Umfeld.

Während am Rathausplatz eine begrünte „Grüne Oase“ entstehen soll, stellt sich für uns die Frage:

Warum wird an einer Stelle entsiegelt und begrünt, während Bewohnerinnen und Bewohner an anderer Stelle künftig auf einen massiven Parkhausbaukörper blicken sollen?

Was befindet sich unter dem geplanten Standort?


Bei den Straßenarbeiten an der Rommersdorfer Straße wurden historische Fundamentreste entdeckt.

Nach unserem Kenntnisstand stellt sich die Frage, ob sich weitere historische Strukturen auch im Bereich des heutigen Parkplatzes befinden könnten.

Wurde dies bei der bisherigen Planung berücksichtigt? Wurde der Untergrund des geplanten Standorts ausreichend untersucht? Und welche Auswirkungen hätte ein entsprechender Fund auf Kosten, Bauzeit und Umsetzbarkeit?

Diese Fragen sollten vor einer endgültigen Entscheidung geklärt sein.

Alternativen ernsthaft prüfen
Es gibt aus unserer Sicht Standorte, die nachvollziehbar und nach denselben Kriterien geprüft werden müssen.

Insbesondere der Parkplatz an der Luisenstraße sollte ernsthaft betrachtet werden. Er ist deutlich größer als der heutige Krankenhausparkplatz, wird bereits als Parkplatz genutzt, ist nach unserer Betrachtung von weniger unmittelbarer Wohnbebauung umgeben, gut an die Innenstadt angebunden und wird bereits von der BHAG betrieben.

Auch bestehende Parkmöglichkeiten und organisatorische Lösungen müssen in die Prüfung einbezogen werden.

Bereits geplante neue Parkplätze: 

Piazza Verde Prima, Hauptstraße / Innenstadt: 86 Tiefgaragenstellplätze und 118 Fahrradstellplätze

Projekt WOHNLIEBE auf dem Gelände der alten Post: 173 Stellplätze

Unsere Forderung


Wir fordern die Stadt Bad Honnef und alle beteiligten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf, das geplante Parkhaus in der derzeitigen Form und an diesem Standort nicht weiterzuverfolgen, solange die entscheidenden Fragen nicht nachvollziehbar beantwortet sind.

Wir fordern:

  • eine aktuelle Bedarfsanalyse unter Berücksichtigung der heutigen Rahmenbedingungen,
  • eine nachvollziehbare Berechnung des tatsächlichen Nettozuwachses an Stellplätzen,
  • Transparenz über Kosten und wirtschaftliche Risiken,
  • eine vollständige Untersuchung der tatsächlichen Verkehrssituation zu Spitzenzeiten,
  • den besonderen Schutz von Kindern, Fußgängern und Radfahrenden,
  • die Klärung möglicher historischer Funde im Untergrund,
  • eine vollständige Bewertung der Auswirkungen auf Wohnumfeld, Stadtbild und Denkmalschutz,
  • und eine echte, vergleichbare Prüfung von Alternativen.

Mehr als 690 Menschen haben bereits ein Zeichen gesetzt.

Für ein lebenswertes, zukunftsfähiges Bad Honnef – ohne ein überdimensioniertes Parkhaus in der Rommersdorfer Straße!

📍 Unterzeichnen Sie jetzt und setzen Sie ein Zeichen für eine verantwortungsvolle und zukunftsfähige Stadtplanung!

 

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H. FuchsPetition Starter

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Petition created on June 12, 2025