
Vielen Dank für Eure Unterstützung, deren Überschrift ich nun noch verschärft habe: "Petition gegen Treibjagd,— und gegen die Schlachthöfe, das Auschwitz der Tiere".
In meinem engeren Freundes/ und Bekanntenkreis hat sich fast niemand der Petition angeschlossen, mit dem Argument, die Erwähnung von Auschwitz grenze schon fast an "strafbare Holocaustleugnung". Dabei hab ich mich mit dem Holocaust so intensiv beschäftigt wie sicher niemand in meinem näheren Umkreis. Für den heldenhaften Aufstand der Gefangenen von Sobibor kann man z.B. nur grenzenlose Bewunderung. (Darüber der erschütternde autobiographische Bericht von Thomas T.Blatt: "Nur die Schatten bleiben. Der Aufstand im Vernichtungslager Sobibor".
Oder für die heldenhaften Frauen in Auschwitz, z. B. das Schicksal darüber nicht weniger erschütternd: Margarita Schwalbová: "Elf Frauen. Leben in Wahrheit. Eine Ärztin berichtet aus Auschwitz-Birkenaus. z.B. über Mala Zimetbaum:
Es gelang ihr mit einer Rasierklinge, sich unmittelbar vor der Vollstreckung eine Pulsader zu öffnen. Als ein SS-Aufseher versuchte, ihr die Rasierklinge abzunehmen, schlug sie diesen vor aller Augen ins Gesicht (Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Mala_Zimetbaum
Und nun regen sich meine politisch überkorrekten Freunde darüber auf, daß ich unter Bezugnahme auf Auschwitz auf die schreckliche Wirklichkeit der Schlachttiere aufmerksam mache.
Mein Schwager, ein pietitischer Theologe und Bauernsohn, sagte einmal, als ich über das beklagenswerte Schicksal der Kälbchen in den Bauernhöfen sprechen wollte, die meist nicht mal mütterlichen Euter trinken dürfen: "Ach, das sind doch nur Tiere".
"Nur Tiere!" Wie sehr uns bereits die deutsche Sprache die Augen verblendet! Tiere essen nicht, sie "fresssen". Tiere haben keinen Mund, sondern ein "Maul". Tiermütter gebären nicht, sie "werfen", usw. usw.
Ein weites und abgründiges Feld!
Euch alles Gute von Ernst aus Tübingen