Petition für die Verpflichtende, kostenfreie Fahreignungsüberprüfung ab dem 70. Lebensjahr

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Das Problem

Petition gemäß Artikel 17 Grundgesetz
Verpflichtende, kostenfreie Fahreignungsüberprüfung ab dem 70. Lebensjahr – alle zwei Jahre für mehr Sicherheit im Straßenverkehr


An den Deutschen Bundestag
Ich fordere den Deutschen Bundestag auf, eine gesetzliche Regelung einzuführen, nach der Inhaber einer Fahrerlaubnis ab dem 70. Lebensjahr alle zwei Jahre ihre Fahreignung nachweisen müssen.
Die Überprüfung soll für alle Betroffenen kostenfrei sein und durch den Staat finanziert werden. Sie soll medizinische Untersuchungen – insbesondere des Seh- und Hörvermögens sowie der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit – umfassen. Bestehen Zweifel an der Fahreignung, soll zusätzlich ein praktischer Fahrtest erfolgen. Die Prüfungen müssen bundesweit nach einheitlichen, objektiven und diskriminierungsfreien Standards durchgeführt werden.


Begründung
Diese Petition richtet sich nicht gegen ältere Menschen. Viele Seniorinnen und Senioren fahren auch im hohen Alter sicher, verantwortungsbewusst und umsichtig Auto. Gleichzeitig ist wissenschaftlich belegt, dass mit zunehmendem Alter körperliche und geistige Veränderungen auftreten können, die das sichere Führen eines Fahrzeugs beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem nachlassendes Seh- und Hörvermögen, verlangsamte Reaktionszeiten, eingeschränkte Beweglichkeit und altersbedingte Erkrankungen.


Der Anlass für diese Petition ist zutiefst persönlich.
Unsere Freundin, eine liebevolle Mutter von zwei Kindern im Alter von 12 und 14 Jahren, wurde Opfer eines schweren Verkehrsunfalls. Ein 86-jähriger Autofahrer nahm ihrer Familie die Vorfahrt. Trotz aller Bemühungen der Ärzte erlag sie ihren schweren Verletzungen. Zwei Kinder müssen nun ohne ihre Mutter aufwachsen.
Kein Gesetz kann jeden Unfall verhindern. Aber wenn durch regelmäßige Fahreignungsüberprüfungen auch nur ein Menschenleben gerettet und auch nur einer Familie dieses unermessliche Leid erspart werden kann, dann sollten wir alles dafür tun.


Die Forderung stützt sich nicht nur auf diesen tragischen Einzelfall.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verursachen Autofahrer ab 75 Jahren bei Unfällen mit Personenschaden überdurchschnittlich häufig den Unfall. Besonders häufig handelt es sich um Vorfahrts-, Abbiege- und Kreuzungsunfälle – Situationen, die hohe Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionsfähigkeit erfordern.
Zudem sind ältere Menschen überproportional häufig in tödliche Verkehrsunfälle verwickelt. Während ihr Bevölkerungsanteil deutlich geringer ist, ist ihr Anteil an den Verkehrstoten überdurchschnittlich hoch. Fachleute führen dies unter anderem auf altersbedingte körperliche Einschränkungen und eine höhere Verletzlichkeit zurück.
Berufskraftfahrer müssen ihre gesundheitliche Eignung bereits regelmäßig nachweisen. Für private Pkw-Fahrer existiert eine vergleichbare gesetzliche Verpflichtung bisher nicht.


Unsere Forderungen
• Einführung einer verpflichtenden Fahreignungsüberprüfung für alle Inhaber einer Fahrerlaubnis ab dem 70. Lebensjahr.
• Wiederholung der Überprüfung alle zwei Jahre.
• Kostenfreie Durchführung der Untersuchungen. Die Finanzierung soll durch den Staat erfolgen, da die Maßnahme dem Schutz der gesamten Bevölkerung dient.
• Medizinische Untersuchung des Seh- und Hörvermögens sowie der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.
• Praktischer Fahrtest, wenn medizinische Auffälligkeiten oder begründete Zweifel an der Fahreignung bestehen.
• Einheitliche, objektive und diskriminierungsfreie Prüfungsstandards im gesamten Bundesgebiet.
• Ausbau freiwilliger Fahrtrainings und Beratungsangebote, damit ältere Menschen ihre Mobilität möglichst lange sicher erhalten können.
Unser Ziel
Es geht nicht darum, ältere Menschen aufgrund ihres Alters zu benachteiligen oder ihnen pauschal die Fahrerlaubnis zu entziehen.
Es geht darum, Leben zu schützen, Unfälle zu verhindern und dafür zu sorgen, dass jeder Verkehrsteilnehmer – unabhängig vom Alter – die gesundheitlichen Voraussetzungen zum sicheren Führen eines Fahrzeugs erfüllt.
Bitte unterstützen Sie diese Petition.
Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Für unsere Kinder.
Für unsere Familien.
Damit weniger Menschen ihr Leben verlieren und weniger Familien das erleben müssen, was unsere Freundin und ihre Angehörigen ertragen müssen.

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Dirk MüllerPetitionsstarter*in

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