Petition der Schülerinnen und Schüler des Otto-Nagel-Gymnasiums Holt Carmen zurück!

Petition der Schülerinnen und Schüler des Otto-Nagel-Gymnasiums Holt Carmen zurück!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Bettina Zintl und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

 

Wir, die Schülerinnen und Schüler des Otto-Nagel-Gymnasiums, wenden uns heute an die Öffentlichkeit, weil wir nicht schweigen wollen.

Unsere langjährige Küchenfrau Carmen wurde nach über 20 Jahren Arbeit an unserer Schule fristlos gekündigt – kommentarlos per Post, in der Probezeit eines neuen Caterers, mit 64 Jahren.

Für viele Menschen mag Carmen „nur“ eine Küchenkraft sein. Für uns war sie viel mehr.

Sie war jeden Tag da. Sie hat uns versorgt, freundlich begrüßt, zugehört, gelächelt, manchmal getröstet und dafür gesorgt, dass Schule sich auch menschlich anfühlt. Während wir gelernt, geschrieben, gestritten und gelacht haben, stand sie in der Küche und hat dafür gearbeitet, dass wir essen konnten.

Und jetzt?

Jetzt soll sie einfach gehen. Ohne Gespräch. Ohne Dankbarkeit. Ohne Respekt für jahrzehntelange Arbeit.

Wir fragen:

Wie kann ein Mensch nach über 20 Jahren an einer Schule so behandelt werden und die Schule sowie Schulgemeinschaft bei der Entscheidung nicht mal eingebunden werden?  

Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?  

Und was lernen wir Schülerinnen und Schüler daraus über Würde, Solidarität und Menschlichkeit?

Dies ist aber nicht die einzige Art und Weise wie mit ihr unmenschlich umgegangen wurde. Besonders erschüttert uns, dass Carmen, welche in einer staatlichen Institution arbeitete, offenbar zu einer Bezahlung arbeiten musste, welche sowohl gesetzlich als auch menschlich nicht vertretbar ist. Sie wurde unter dem Mindestlohn bezahlt! Wie können wir als Gesellschaft, wie kann das Land Berlin, so etwas dulden? 

Wir finden:

So darf mit Menschen nicht umgegangen werden.

Schule ist mehr als Unterricht. Schule ist Gemeinschaft. Und zu unserer Gemeinschaft gehört auch Carmen.

Deshalb fordern wir:

- die Rücknahme der Kündigung von Carmen,

- faire Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung für Küchen- und Servicekräfte,

- mehr Verantwortung von Politik und Unternehmen gegenüber den Menschen, die unsere Schulen jeden Tag mittragen.

Wir bitten alle Menschen:

Unterstützen Sie unsere Petition. Teilen Sie unsere Geschichte. Zeigen Sie Haltung.

Denn wenn wir wegsehen, wenn Menschen nach jahrzehntelanger Arbeit einfach fallen gelassen werden, dann verlieren wir als Gesellschaft etwas sehr Wichtiges: unsere Menschlichkeit.

Carmen hat sich jahrzehntelang um uns gekümmert.  

Jetzt versuchen wir, uns auch um sie zu kümmern.

avatar of the starter
Malte ZollmannPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Bettina Zintl und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

 

Wir, die Schülerinnen und Schüler des Otto-Nagel-Gymnasiums, wenden uns heute an die Öffentlichkeit, weil wir nicht schweigen wollen.

Unsere langjährige Küchenfrau Carmen wurde nach über 20 Jahren Arbeit an unserer Schule fristlos gekündigt – kommentarlos per Post, in der Probezeit eines neuen Caterers, mit 64 Jahren.

Für viele Menschen mag Carmen „nur“ eine Küchenkraft sein. Für uns war sie viel mehr.

Sie war jeden Tag da. Sie hat uns versorgt, freundlich begrüßt, zugehört, gelächelt, manchmal getröstet und dafür gesorgt, dass Schule sich auch menschlich anfühlt. Während wir gelernt, geschrieben, gestritten und gelacht haben, stand sie in der Küche und hat dafür gearbeitet, dass wir essen konnten.

Und jetzt?

Jetzt soll sie einfach gehen. Ohne Gespräch. Ohne Dankbarkeit. Ohne Respekt für jahrzehntelange Arbeit.

Wir fragen:

Wie kann ein Mensch nach über 20 Jahren an einer Schule so behandelt werden und die Schule sowie Schulgemeinschaft bei der Entscheidung nicht mal eingebunden werden?  

Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?  

Und was lernen wir Schülerinnen und Schüler daraus über Würde, Solidarität und Menschlichkeit?

Dies ist aber nicht die einzige Art und Weise wie mit ihr unmenschlich umgegangen wurde. Besonders erschüttert uns, dass Carmen, welche in einer staatlichen Institution arbeitete, offenbar zu einer Bezahlung arbeiten musste, welche sowohl gesetzlich als auch menschlich nicht vertretbar ist. Sie wurde unter dem Mindestlohn bezahlt! Wie können wir als Gesellschaft, wie kann das Land Berlin, so etwas dulden? 

Wir finden:

So darf mit Menschen nicht umgegangen werden.

Schule ist mehr als Unterricht. Schule ist Gemeinschaft. Und zu unserer Gemeinschaft gehört auch Carmen.

Deshalb fordern wir:

- die Rücknahme der Kündigung von Carmen,

- faire Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung für Küchen- und Servicekräfte,

- mehr Verantwortung von Politik und Unternehmen gegenüber den Menschen, die unsere Schulen jeden Tag mittragen.

Wir bitten alle Menschen:

Unterstützen Sie unsere Petition. Teilen Sie unsere Geschichte. Zeigen Sie Haltung.

Denn wenn wir wegsehen, wenn Menschen nach jahrzehntelanger Arbeit einfach fallen gelassen werden, dann verlieren wir als Gesellschaft etwas sehr Wichtiges: unsere Menschlichkeit.

Carmen hat sich jahrzehntelang um uns gekümmert.  

Jetzt versuchen wir, uns auch um sie zu kümmern.

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Malte ZollmannPetitionsstarter*in

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