Wolf in Baden-Württemberg als besonders geschützte Art belassen! Keine Aufnahme ins JWMG

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Problem
Sehr geehrter Herr Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg– MLR BW –

Wölfe erfüllen als großer Beutegreifer eine wichtige Funktion im Ökosystem. Durch die Ausrottung des Wolfes entstand eine Lücke. Der Wolf gilt als „Gesundheitspolizei“ des Waldes da er häufig auch kranke und schwache Tiere frisst und somit den Bestand seiner Beutetiere „gesund“ hält.

Der Wolf ist durch internationale und nationale Gesetze streng geschützt.
In der Europäischen Union unterliegt er den Anhängen II, IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (EU-FFH).
Auf Bundesebene ist der Wolf durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Er hat damit den höchstmöglichen Schutzstatus.

Trotz der Wiederbesiedlung vereinzelter Regionen und Gebiete durch den Wolf ist diese Art dennoch weiterhin stark in ihrem Bestand bedroht.

Eine Aufnahme des Wolfes in das JWMG (Jagd- und Wildtiermanagement Gesetz) bedeutet dejure eine Reduktion des Schutzstatus auch wenn dieser ganzjährig geschont würde.

Im BNatSchG ist ein viel höheres Strafmaß vorgesehen als im JWMG

Hierzu § 66 (JWMG) Strafvorschriften

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. entgegen einer vollziehbaren Anordnung nach § 36 Absatz 2 Wildtiere erlegt,
2. entgegen § 41 Absatz 1 Satz 3 Wildtiere nicht mit der Jagd verschont,
3. entgegen § 41 Absatz 3 ein Elterntier bejagt.

(2) Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe; in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 3 gilt dies jedoch nur, wenn ein Wildtier der dem Schutzmanagement unterliegenden Arten betroffe

§ 71(BNatSchG) Strafvorschriften
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine in

1. § 69 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe a, Nummer 2, 3 oder Nummer 4 Buchstabe a, (a)
einem wild lebenden Tier nachstellt, es fängt oder verletzt oder seine Entwicklungsformen aus der Natur entnimmt oder beschädigt

2. § 69 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe b oder Nummer 4 Buchstabe b oder
ein wild lebendes Tier tötet oder seine Entwicklungsformen zerstört

3. § 69 Absatz 3 Nummer 21, Absatz 4 Nummer 1 oder Absatz 5 bezeichnete vorsätzliche Handlung begeht, die sich auf ein Tier oder eine Pflanze einer streng geschützten Art bezieht.

Um die Nutztierhalter bei Rissen unbürokratisch und schnell zu entschädigen und sie nicht alleine zu lassen wurde bereits 2013 der Ausgleichsfonds Wolf Baden-Württemberg gemeinsam durch diese fünf Verbände NABU, BUND, LNV, Stiftung Euronatur, LJV und ÖJV gegründet

Eine Aufnahme des Wolfs in das JWMG würde die Schadenersatzpflicht für solche Risse an die Jagdausübungsberechtigten und Jagdpächter weitergeben. Vergleiche:
§ 53 (JWMG) Schadensersatzpflicht bei Wildschaden.



Lösung
Keine Aufnahme des Wolfs ins JWMG.
Beteiligung an dem Ausgleichsfonds "Wolf Baden-Württemberg"
Geld für Aufklärungskampangen und Herdenschutzmaßnahmen.


Persönliche Geschichte
Steffen Hofmeister



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