Petition Closed

Frau Dr. Barbara Hendricks, machen Sie es besser als der "Alte".

Ein Verbot von Einweg-Plastiktüten zur Reduzierung des Plastikmülls, zum Schutz der Umwelt und der Ressourcen

Bis zur kompletten Umsetzung des Verbots sollen zur Überbrückung kurzfristig umzusetzende Gesetzesinitiativen das Angebot von Mehrweg-Stofftaschen oder Taschen aus anderen kompostierbaren Materialien in allen Geschäften zur Pflicht machen und durch steuerliche Regelungen dazu führen, dass die dort verkauften Mehrwegtaschen aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Baumwolle, Hanf, Leinen, Recyclingpapier oder anderen organischen Materialien) dann deutlich günstiger angeboten werden als die Einweg-Trageverpackungen aus erdölbasierten Rohstoffen. Im unmittelbaren Kassenbereich dürfen nur noch Mehrweg-Stofftaschen verkauft oder ausgegeben werden.

500 Plastiktüten benutzt ein durchschnittlicher EU-Bürger pro Jahr und im Schnitt circa 23 Minuten lang.

Begründung:

Kunststoff ist ein langlebiges Material, dessen Zersetzungsprozess je nach Kunststoffsorte zwischen 100 bis 500 Jahre dauert. Die Umwelt vor allem die Meere sind durch große Mengen Kunststoff bereits jetzt stark belastet. Ein etwa drei Millionen Tonnen schwerer Müllstrudel hat sich zwischen Kalifornien und Hawaii gebildet. Angetrieben durch Wind und Strömungen dreht sich diese schwimmende Müllhalde in einem riesigen Wirbel auf dem Ozean. Dieser Wirbel ist etwa so groß wie Mitteleuropa. Auf ein Kilogramm Plankton kommen hier sechs Kilogramm Plastik. In mehreren weiteren Wirbeln im Südpazifik, im Atlantik und im Indischen Ozean gibt es weitere Plastikteppiche dieser Art, wenn auch mit geringeren Mengen. Selbst im Roten Meer sind viele Regionen von Plastikmüll übersät. Meeresschildkröten verwechseln die Kunststofftüten oft mit Quallen und fressen sie. Vögel verschlucken unverdauliche Plastikteile und füttern sogar ihre Jungen damit. Jedes Jahr sterben Zehntausende Wale, Robben und andere Meerestiere.

Die Ressource Erdöl, Rohstoff für Plastiktüten, ist nur noch begrenzt verfügbar mit weiter abnehmender Tendenz.

Zur Reduzierung des Plastikmülls und zur Förderung eines bewussten Umgangs mit der endlichen Ressource Öl sieht der Antrag eine Mischung aus gesetzlich vorschreibbaren Maßnahmen mit pädagogischer Wirkung vor mit dem Ziel eines kompletten Verbotes von Plastiktüten.

Auch die EU-Kommission erwägt ein Verbot von Plastiktüten. Bereits heute ist in einigen Teilen der Welt ein Verbot von Plastiktüten eingeführt.

Überwältigende Mehrheit einer Internetumfrage der Deutschen Umwelthilfe hält Plastiktüten für ein Problem und will ihren Verbrauch eindämmen. Fast 97 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen in der Plastiktütenflut ein großes Problem. Ebenso viele halten mehrfach verwendbare Taschen für umweltfreundlicher. Dennoch handelt die Mehrheit der Befragten im Alltag oft gegen die eigenen Überzeugungen: Acht von zehn Befragten gaben an, wöchentlich zwischen ein und fünf Plastiktüten mit nach Hause zu nehmen.Der deutsche Einzelhandel bietet seinen Kunden in der Regel Plastiktüten kostenlos und häufig auch ohne deren Anforderung an. Drei Viertel der Befragten lehnen die Gratistüten selten oder nie ab und begründen dies damit, dass sie nichts oder fast nichts kosten.

Wir fordern ein Verbot von Plastiktüten bis 2014. Ein Jahr um sich Gedanken zu machen ist ja wohl bei solch einer banalen Sache wie Plastiktüten nicht zu viel verlangt liebe Politiker und Politikerinnen.

Quelle: gruene-partei.de | presseportal.de | duh.de |

Letter to
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt und Naturschutz
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Sigmar Gabriel
Wir fordern ein Verbot von Plastiktüten bis ENDE 2014. Ein Jahr um sich Gedanken zu machen ist ja wohl bei solch einer banalen Sache wie Plastiktüten nicht zu viel verlangt liebe Politiker und Politikerinnen.

Kunststoff ist ein langlebiges Material, dessen Zersetzungsprozess je nach Kunststoffsorte zwischen 100 bis 500 Jahre dauert. Die Umwelt vor allem die Meere sind durch große Mengen Kunststoff bereits jetzt stark belastet. Ein etwa drei Millionen Tonnen schwerer Müllstrudel hat sich zwischen Kalifornien und Hawaii gebildet. Angetrieben durch Wind und Strömungen dreht sich diese schwimmende Müllhalde in einem riesigen Wirbel auf dem Ozean. Dieser Wirbel ist etwa so groß wie Mitteleuropa. Auf ein Kilogramm Plankton kommen hier sechs Kilogramm Plastik. In mehreren weiteren Wirbeln im Südpazifik, im Atlantik und im Indischen Ozean gibt es weitere Plastikteppiche dieser Art, wenn auch mit geringeren Mengen. Selbst im Roten Meer sind viele Regionen von Plastikmüll übersät. Meeresschildkröten verwechseln die Kunststofftüten oft mit Quallen und fressen sie. Vögel verschlucken unverdauliche Plastikteile und füttern sogar ihre Jungen damit. Jedes Jahr sterben Zehntausende Wale, Robben und andere Meerestiere.

Die Ressource Erdöl, Rohstoff für Plastiktüten, ist nur noch begrenzt verfügbar mit weiter abnehmender Tendenz.

Zur Reduzierung des Plastikmülls und zur Förderung eines bewussten Umgangs mit der endlichen Ressource Öl sieht der Antrag eine Mischung aus gesetzlich vorschreibbaren Maßnahmen mit pädagogischer Wirkung vor mit dem Ziel eines kompletten Verbotes von Plastiktüten.

Auch die EU-Kommission erwägt ein Verbot von Plastiktüten. Bereits heute ist in einigen Teilen der Welt ein Verbot von Plastiktüten eingeführt.

Überwältigende Mehrheit einer Internetumfrage der Deutschen Umwelthilfe hält Plastiktüten für ein Problem und will ihren Verbrauch eindämmen. Fast 97 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen in der Plastiktütenflut ein großes Problem. Ebenso viele halten mehrfach verwendbare Taschen für umweltfreundlicher. Dennoch handelt die Mehrheit der Befragten im Alltag oft gegen die eigenen Überzeugungen: Acht von zehn Befragten gaben an, wöchentlich zwischen ein und fünf Plastiktüten mit nach Hause zu nehmen.Der deutsche Einzelhandel bietet seinen Kunden in der Regel Plastiktüten kostenlos und häufig auch ohne deren Anforderung an. Drei Viertel der Befragten lehnen die Gratistüten selten oder nie ab und begründen dies damit, dass sie nichts oder fast nichts kosten.