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Einführung einer Fleischsteuer

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Meine Damen und Herren,


mit der Besteuerung von Fleisch wäre eine Vielzahl an Vorteilen verbunden.

Der Fleischkonsum lag - nach vorläufigen Zahlen des Statistikamtes - im Jahr 2016 bei durchschnittlich 88 Kilogramm pro Kopf. Nach Prognose der Heinrich-Böll-Stiftung verbraucht ein Deutscher in seinem Leben im Schnitt zwischen 635 und 715 Tiere. Um die Fleischproduktion und den Konsum in Deutschland aufrechtzuerhalten, müssen große Mengen an Futtermitteln importiert werden. Dies trage zur Bedrohung des Regenwaldes bei. Auch würden aufgrund der hohen Nachfrage nach Fleisch in Deutschland vermehrt Antibiotika in der Massentierhaltung eingesetzt.

Nach Meinung der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF Deutschland wirkt sich Fleischkonsum negativ auf den Flächen- und Wasserverbrauch, die Emission von Treibhausgasen und die Fruchtbarkeit des landwirtschaftlich genutzten Bodens aus.
Ein angepasster Steuersatz auf tierische Produkte ermutigt Verbraucher eher dazu, zu pflanzlichen Grundnahrungsmitteln zu greifen. Dadurch werden Tierleben geschont, die Umwelt und das Klima entlastet und die eigene Gesundheit positiv beeinflusst.


Auch das UN-Umweltprogramm bestätigte 2010, dass ein globaler Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig sei, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten. In die gleiche Richtung geht auch eine Aussage eines Berichts des deutschen Landwirtschaftsministeriums (BMEL), nach der eine pflanzliche Ernährung über 40 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen könnte. Eine Studie der University of Oxford von 2016 geht von einem CO2-Reduktionspotenzial von 70 Prozent in der Landwirtschaft aus, wenn verstärkt auf die pflanzliche Ernährung gesetzt wird.

Tierische Produkte enthalten zudem viel Cholesterin und gesättigte Fettsäuren, die sich in ihrer Zusammensetzung ungünstig auf die Gesundheit auswirken. Der zu hohe Konsum tierischer Produkte ist ein wesentlicher Risikofaktor für erhebliche gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, sowie verschiedene Krebserkrankungen. Auch der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft empfiehlt in seinem Gutachten im März 2015 eine Reduktion des Konsums tierischer Lebensmittel. Eine Preiserhöhung von tierischen Produkten könnte demnach zu einer gesünderen Ernährung beitragen und so Erkrankungen vorbeugen.

Kein Tier sollte für Fleisch, Milch oder Eier leiden und sterben – eine höhere Steuer könnte zumindest einige Tausend Tiere davor bewahren.
Eine Verringerung des Fleischkonsums hätte natürlich nicht nur positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Umwelt, sondern könnte Millionen Tierleben vor einem entbehrungsreichen Leben in Zucht- und Mastbetrieben, auf langen Transporten und vor den Qualen im Schlachthof bewahren.

Würde sich der Konsum tierischer Produkte um nur 10 Prozent senken, wären dies alleine in Deutschland etwa 80 Millionen Tiere im Jahr – somit könnten ebenso viele empfindungsfähige Tiere, wie Bundesbürger in Deutschland leben, verschont werden.
Ich fordere eine Erhebung der Steuer auf 19%. Der bisherige Steuersatz von 7% muss abgeschaffen werden. So könnte der Staat bei einem angenommenen Fleischpreis von durchschnittlich 5 EUR pro kg 3.936.000.000 EUR zusätzlich jährlich an Steuergeldern einnehmen.
Ich bitte Sie, der Fleischkonsum muss reduziert werden, wir leben mittlerweile im 21. Jahrhundert und behandeln Tiere wie Objekte! Dieses Verhalten muss gestoppt werden – nicht nur um dem Leid der Tiere entgegenzuwirken, sondern auch um uns und unseren Planeten zu schützen!

 



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