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Restless Legs braucht Medikamente, die helfen!

Diese Petition hat 991 Unterschriften erreicht


Das Restless Legs Symptom, kurz RLS/WED (Willis-Ekbom-Disease), ist eine chronische neurologische Erkrankung.
Die meisten Patienten, die daran leiden, haben insbesondere nachts, einige Betroffene auch schon tagsüber, so große Schmerzen in den Beinen oder auch den Armen, dass sie nachts nicht schlafen können und stattdessen herumlaufen müssen, damit die Schmerzen erträglicher werden.
Schlafentzug war schon immer eine der unmenschlichsten Foltermethoden, und diese Menschen erleben dies Nacht für Nacht.
Vielfach äußert sich RLS als Unruhe oder Bewegungsdrang, der die Patienten dann rastlos herumwandern läßt.
Die einzigen Medikamente, die dagegen verschrieben werden, sind Medikamente, die für Parkinson-Patienten entwickelt wurden. Inzwischen wird die Masse dieser Medikamente für RLS-Patienten ‘zweckentfremdet’, weil sie einigen Patienten helfen können, diese Schmerzen zu lindern oder zu beseitigen - allerdings mit horrenden Nebenwirkungen oder im schlimmsten Falle gar nicht helfen. Für das RLS wurden bisher noch nie eigene Medikamente erforscht!
1. Diese Parkinson-Medikamente wirken nicht dauerhaft - die Dosis muß bei allen Patienten immer weiter erhöht werden, bis auf ein noch stärkeres Medikament umgestiegen werden
2. Diese Medikamente wirken nicht spezifisch - man muß zum Teil sehr lange suchen, bis man überhaupt ein ‘passendes’ Parkinson-Medikament findet, welches halbwegs hilft.
3. Diese Medikamente setzen nur an den Symptomen an, bekämpfen nicht die Ursache, denn die Ursache ist durch die fehlende Grundlagenforschung unbekannt!
4. Diese Medikamente können genau die Symptome auslösen oder verstärken, gegen die sie verschrieben wurden (Augmentation), dann bleibt nur noch der Griff zu Opiaten oder Antiepileptika, die dann aber häufig nicht richtig wirken.
5. Warum die Medikamente bei einigen Patienten wirken ist unbekannt; oft genug wirken sie ‘plötzlich’ auch nicht.

Letztendlich bleibt den meisten Patienten nichts anderes übrig, als das Arbeitsleben aufzugeben, das Sozialleben aufzugeben, weil simple Sachen, wie das Anstehen an der Kasse im Supermarkt zur reinen Tortur werden, wenn dann mal wieder die Wirkung der Medikamente aus nicht nachvollziehbaren Gründen nachläßt. An Kino- oder Theaterbesuche ist für die meisten nicht zu denken: wer möchte schon einen Sitznachbar haben, der ständig im Gang auf und abgeht, weil er vor Schmerzen nicht sitzen kann?
Neben den körperlichen Nebenwirkungen, die ironischerweise eine Verstärkung der Restless-Legs-Symptome sein können, gibt es auch psychische Nebenwirkungen, wie Spiel- oder Kaufsucht, die sich zunächst unmerklich einschleichen. Auch Halluzinationen oder Probleme mit der Impulskontrolle sind bekannte Nebenwirkungen dieser, für RLS-Patienten nicht passenden, Medikamente.
Alternativ verwendete Opiate können zur Atemdepression führen - Medikamente, die übrigens abhängig machen.
Das absolut Heimtückische ist aber:
Das Alter der Betroffenen, in dem RLS diagnostiziert wird, wird immer jünger. Wollen wir wirklich dabei zusehen, wie Kinder unter 10 Jahren Medikamente nehmen müssen, die dazu führen, daß sie Schlafstörungen mit Psychosen und Alpträume aufgrund der Nebenwirkungen bekommen? Dass sie die ganze Nacht vor Schmerzen heulen müssen? Dass sie im schlimmsten Fall mit Morphin ruhig gestellt werden müssen?
Das Restless Legs Syndrom kann von Generation zu Generation weiter vererbt werden; in jeder weiteren Generation tritt es immer früher auf - und irgendwann werden unsere Kinder schon im Babyalter davon betroffen sein - eine absolut grauenhafte Vorstellung.
Im schlimmen Fällen kommt es auch zu Depressionen aufgrund dieser ausweglos erscheinenden Spirale von Schmerzen und Nebenwirkungen von Medikamenten, die nicht richtig helfen, ohne die das Leben aber unerträglich geworden ist.
Wir fordern daher:
Grundlagenforschung zu dem Restless Legs Syndrom mit den Zielen:
a) was sind die Ursachen, Auslöser für diese Krankheit?
b) Entwicklung vernünftiger Behandlungsmethoden, insbesondere neuer Medikamente, die auf diese Krankheit zugeschnitten sind und nicht irgendwelche Abfallprodukte anderer Krankheitsbilder
c) eine vernünftige Ausbildung/Information insbesondere der Hausärzte und Neurologen zu diesem Thema; vielfach haben die Patienten jahrzehntelange Qualen, weil das Krankheitsbild nicht erkannt wird

Bitte helfen Sie uns, auf diesen Mißstand aufmerksam zu machen
Bitte helfen Sie uns, endlich eine passende Behandlung zu finden, die hilft!

Die Facebook-Gruppe "Restless Legs Syndrome - Deutschland"



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