
Die Tageszeitung "junge Welt" hat mit Kollegen Orhan Akman in einem "Wochenendgespräch" am 23.03.2024 zu der festgefahrenen Auseinandersetzung um höhere Löhne für die Beschäftigten im ver.di Handel interviewt.
Auf die Frage "Wie kann ein möglicher Tarifkompromiss aus Ihrer Sicht aussehen?" antwortet Akman u.a.:
"Nach meiner persönlichen Einschätzung wird es für Verdi-Handel mehr als schwierig werden, die Zehnprozenterhöhung des HDE noch signifikant zu erhöhen, etwa auf 15 Prozent, die in Baden-Württemberg für die Laufzeit von zwölf Monaten gefordert wurden, nun für 24 Monate zu tarifieren. Was unbedingt jetzt angegangen werden muss, ist deshalb eine möglichst hohe Inflationsausgleichsprämie zu tarifieren. Die Handelsbeschäftigten warten schon seit langem auf die Inflationsausgleichsprämie. Wenn ich Verhandlungsführer wäre, würde ich in einem Paket folgenden möglichen Kompromissvorschlag mit den Tarifkommissionen diskutieren: zehn Prozent plus x. Ein Teil davon als Festgeldbetrag, 24 Monate Laufzeit und eine Inflationsausgleichsprämie bis zu 3.000 Euro pro Beschäftigten, auch für die Teilzeitbeschäftigten und Minijobber. Außerdem die Verhandlungs- und Abschlussverpflichtung beider Tarifvertragsparteien bis zum 1. Mai 2026, eine neue Entgeltstruktur im Einzelhandel auszuhandeln und zu tarifieren, auch mit der Maßgabe, mit einer Schlichtung zu einem Ergebnis zu gelangen, sofern die Tarifparteien es nicht allein hinbekommen. Wer Arbeits- und Altersarmut begegnen will, muss auch an die Entgeltstruktur ran."
Der Link zum ganzen Interview ist unter diesem Link zu finden:
Der Link zu weiteren Presse- und Medienberichte zu und über Orhan AKman ist hier: