Offener Brief an den Bundeskanzler: Konsequentes Handeln gegen staatlichen Terror im Iran

Das Problem

Betreff: Offener Brief an den Bundeskanzler: Konsequentes Handeln gegen staatlichen Terror im Iran

 

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

im Iran werden seit Monaten grundlegende Menschenrechte mit brutaler Gewalt unterdrückt. Diese Gewalt ist kein Zufall, kein Kontrollverlust einzelner Einheiten und keine innere Angelegenheit. Sie ist das Ergebnis bewusster Entscheidungen der politischen und religiösen Führung des Landes.

Die Verantwortung liegt eindeutig bei den höchsten Repräsentanten des iranischen Staates. Dazu zählen Ali Khamenei als Oberster Führer, der iranische Präsident Massud Peseschkian, der Außenminister Abbas Araghtschi, der dieses Regime international vertritt und verteidigt, sowie die Revolutionsgarden und die ihnen unterstellten Sicherheits- und Geheimdienste.

Zu Zehntausenden werden unter ihrer Führung friedliche Demonstrierende erschossen. Menschen werden systematisch gefoltert. Frauen und Minderheiten werden verfolgt. Oppositionelle werden eingeschüchtert, zum Schweigen gebracht oder gezielt getötet. Diese Verbrechen sind kein Machtmissbrauch einzelner Akteure, sondern Ausdruck eines staatlich organisierten Repressionssystems. Sie erfüllen eindeutig den Tatbestand staatlichen Terrors gegen die eigene Bevölkerung.

Ich fordere Sie und die Bundesregierung daher unmissverständlich auf, die Verantwortlichen für diese Verbrechen öffentlich zu benennen, einschließlich Ali Khamenei, des iranischen Präsidenten und des Außenministers.

Ich fordere Sie weiter auf, sich auf deutscher und europäischer Ebene für die Einstufung der Revolutionsgarden und weiterer zentraler Machtstrukturen des Regimes als terroristische Organisationen einzusetzen. Ebenso erwarte ich die Unterstützung umfassender und gezielter Sanktionen gegen alle führenden Verantwortlichen, ihre Netzwerke und ihre finanziellen Strukturen.

Jede politische Normalisierung eines Regimes, das systematisch Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht, muss beendet werden. Darüber hinaus fordere ich die Aussetzung der diplomatischen Beziehungen zu diesem Terrorregime, den Rückruf des deutschen Botschafters und ein unmissverständliches Signal, dass Mord, Folter und staatlicher Terror keine Grundlage für diplomatische Beziehungen sein dürfen.

Wer Mord, Folter und Angst als Herrschaftsmittel einsetzt, darf nicht länger mit diplomatischer Zurückhaltung behandelt werden. Dialog ohne Konsequenzen bedeutet in diesem Fall Mitverantwortung durch Untätigkeit.

Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt, dass Wegsehen niemals neutral ist. Ich erwarte von der Bundesregierung eine klare, mutige und konsequente Haltung im Namen der Menschenrechte und der Würde der Opfer.

Mit Nachdruck

Peyman Alamdari

 

Dear Federal Chancellor,

For months, fundamental human rights have been brutally suppressed in Iran. This violence is neither accidental nor the result of isolated units acting out of control, nor is it an internal matter. It is the consequence of deliberate decisions made by the country’s political and religious leadership.

Responsibility lies unequivocally with the highest representatives of the Iranian state. This includes Ali Khamenei as Supreme Leader, the Iranian President Massud Pezeshkian, the Foreign Minister Abbas Araghchi, who represents and defends this regime internationally, as well as the Islamic Revolutionary Guard Corps and the security and intelligence services under their control.

Under their leadership, tens of thousands of peaceful demonstrators have been shot. People are systematically tortured. Women and minorities are persecuted. Opposition figures are intimidated, silenced, or deliberately killed. These crimes are not abuses by individual actors but the expression of a state-organized system of repression. They clearly meet the definition of state terror against the country’s own population.

I therefore call on you and the Federal Government in the strongest possible terms to publicly name those responsible for these crimes, including Ali Khamenei, the Iranian President, and the Foreign Minister.

I further urge you to advocate at both the German and European levels for the designation of the Islamic Revolutionary Guard Corps and other central power structures of the regime as terrorist organizations. I also expect support for comprehensive and targeted sanctions against all leading perpetrators, their networks, and their financial structures.

Any political normalization of a regime that systematically commits crimes against humanity must come to an end. Furthermore, I call for the suspension of diplomatic relations with this terror regime, the recall of the German ambassador, and an unequivocal signal that murder, torture, and state terror cannot form the basis of diplomatic relations.

Those who rule through murder, torture, and fear must no longer be treated with diplomatic restraint. Dialogue without consequences in this case amounts to complicity through inaction.

Germany has learned from its history that looking away is never neutral. I expect a clear, courageous, and consistent stance from the Federal Government in the name of human rights and the dignity of the victims.

With determination,

Peyman Alamdari

1.970

Das Problem

Betreff: Offener Brief an den Bundeskanzler: Konsequentes Handeln gegen staatlichen Terror im Iran

 

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

im Iran werden seit Monaten grundlegende Menschenrechte mit brutaler Gewalt unterdrückt. Diese Gewalt ist kein Zufall, kein Kontrollverlust einzelner Einheiten und keine innere Angelegenheit. Sie ist das Ergebnis bewusster Entscheidungen der politischen und religiösen Führung des Landes.

Die Verantwortung liegt eindeutig bei den höchsten Repräsentanten des iranischen Staates. Dazu zählen Ali Khamenei als Oberster Führer, der iranische Präsident Massud Peseschkian, der Außenminister Abbas Araghtschi, der dieses Regime international vertritt und verteidigt, sowie die Revolutionsgarden und die ihnen unterstellten Sicherheits- und Geheimdienste.

Zu Zehntausenden werden unter ihrer Führung friedliche Demonstrierende erschossen. Menschen werden systematisch gefoltert. Frauen und Minderheiten werden verfolgt. Oppositionelle werden eingeschüchtert, zum Schweigen gebracht oder gezielt getötet. Diese Verbrechen sind kein Machtmissbrauch einzelner Akteure, sondern Ausdruck eines staatlich organisierten Repressionssystems. Sie erfüllen eindeutig den Tatbestand staatlichen Terrors gegen die eigene Bevölkerung.

Ich fordere Sie und die Bundesregierung daher unmissverständlich auf, die Verantwortlichen für diese Verbrechen öffentlich zu benennen, einschließlich Ali Khamenei, des iranischen Präsidenten und des Außenministers.

Ich fordere Sie weiter auf, sich auf deutscher und europäischer Ebene für die Einstufung der Revolutionsgarden und weiterer zentraler Machtstrukturen des Regimes als terroristische Organisationen einzusetzen. Ebenso erwarte ich die Unterstützung umfassender und gezielter Sanktionen gegen alle führenden Verantwortlichen, ihre Netzwerke und ihre finanziellen Strukturen.

Jede politische Normalisierung eines Regimes, das systematisch Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht, muss beendet werden. Darüber hinaus fordere ich die Aussetzung der diplomatischen Beziehungen zu diesem Terrorregime, den Rückruf des deutschen Botschafters und ein unmissverständliches Signal, dass Mord, Folter und staatlicher Terror keine Grundlage für diplomatische Beziehungen sein dürfen.

Wer Mord, Folter und Angst als Herrschaftsmittel einsetzt, darf nicht länger mit diplomatischer Zurückhaltung behandelt werden. Dialog ohne Konsequenzen bedeutet in diesem Fall Mitverantwortung durch Untätigkeit.

Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt, dass Wegsehen niemals neutral ist. Ich erwarte von der Bundesregierung eine klare, mutige und konsequente Haltung im Namen der Menschenrechte und der Würde der Opfer.

Mit Nachdruck

Peyman Alamdari

 

Dear Federal Chancellor,

For months, fundamental human rights have been brutally suppressed in Iran. This violence is neither accidental nor the result of isolated units acting out of control, nor is it an internal matter. It is the consequence of deliberate decisions made by the country’s political and religious leadership.

Responsibility lies unequivocally with the highest representatives of the Iranian state. This includes Ali Khamenei as Supreme Leader, the Iranian President Massud Pezeshkian, the Foreign Minister Abbas Araghchi, who represents and defends this regime internationally, as well as the Islamic Revolutionary Guard Corps and the security and intelligence services under their control.

Under their leadership, tens of thousands of peaceful demonstrators have been shot. People are systematically tortured. Women and minorities are persecuted. Opposition figures are intimidated, silenced, or deliberately killed. These crimes are not abuses by individual actors but the expression of a state-organized system of repression. They clearly meet the definition of state terror against the country’s own population.

I therefore call on you and the Federal Government in the strongest possible terms to publicly name those responsible for these crimes, including Ali Khamenei, the Iranian President, and the Foreign Minister.

I further urge you to advocate at both the German and European levels for the designation of the Islamic Revolutionary Guard Corps and other central power structures of the regime as terrorist organizations. I also expect support for comprehensive and targeted sanctions against all leading perpetrators, their networks, and their financial structures.

Any political normalization of a regime that systematically commits crimes against humanity must come to an end. Furthermore, I call for the suspension of diplomatic relations with this terror regime, the recall of the German ambassador, and an unequivocal signal that murder, torture, and state terror cannot form the basis of diplomatic relations.

Those who rule through murder, torture, and fear must no longer be treated with diplomatic restraint. Dialogue without consequences in this case amounts to complicity through inaction.

Germany has learned from its history that looking away is never neutral. I expect a clear, courageous, and consistent stance from the Federal Government in the name of human rights and the dignity of the victims.

With determination,

Peyman Alamdari

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