Stoppt die Abschiebung von Ahmad! #allefürAhmad

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Ahmad hat in Osnabrück sein neues Zuhause gefunden. Endlich angekommen. Für das kommende Wintersemester hat er eine Zusage von der Universität Osnabrück. Er möchte Informatik studieren und weiterhin Teilzeit in der Gastronomie arbeiten. Seit letztem Jahr hat er eine eigene Wohnung und einen Job, der ihm Spaß macht. Doch jetzt will man ihn aus seinem gewohnten Umfeld reißen. Er soll nach Griechenland abgeschoben werden, wo für ihn kein Leben in Sicherheit und Würde möglich ist. Alles, was er sich aufgebaut hat, soll zerstört werden. Doch statt ihm bei der Suche nach Bleibeperspektiven zu helfen, legen ihm die Behörden Steine in den Weg, nehmen ihm im Juli ohne rechtliche Grundlage seine Arbeitserlaubnis weg. Wir, seine Freundinnen und Freunde, können diesem unwürdigen Spiel nicht tatenlos zusehen und starten deshalb diese Petition. Wir möchten erklären, warum wir das tun.

Ahmad ist 22 Jahre alt und kommt aus Syrien. Angekommen 2017 in Griechenland wurde er festgehalten und gedrängt einen Asylantrag zu stellen. Er hat sich nicht entmutigen lassen und bemühte sich dort um einen Arbeits- oder Studienplatz, allerdings erfolglos.

2018 kam Ahmad nach Deutschland und hat akribisch und mit vollem Elan angefangen Deutsch zu lernen. Es ist immer sehr interessiert und amüsant, wenn er uns die Regeln unserer Muttersprache, die wir so selbstverständlich sprechen, detailliert erklären kann. Er hat sein Deutschzertifikat (TestDaf/C1.2.) erfolgreich abgeschlossen und daraufhin in der Laterne, einem syrischen Restaurant in Osnabrück, Teilzeit gearbeitet.  

Mit der Zusage für den Studienplatz in Informatik für das kommende Wintersemester 2020/21 an der Universität Osnabrück ist ein Traum für ihn in Erfüllung gegangen.

Wir schätzen Ahmads Hilfsbereitschaft und große Herzensgüte. Er ist ein bescheidener und kluger Mensch und ein guter Freund. Wer Ahmad kennen lernen durfte, kann und wird das Urteil der Abschiebung nicht einfach hinnehmen.

Zusammen mit anderen Geflüchteten und Deutschen gründete Ahmad den Verein für Deutsch-Syrischen Austausch (DSA). Dieser unterstützt Menschen bei der Integration und fördert interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit.

Auch im Tandem-Programm der Universität Osnabrück engagierte er sich gleich zwei Mal. In dem Programm begegnen sich Geflüchtete und Osnabrücker Studierende auf Augenhöhe um sich kulturell und sprachlich auszutauschen.

 

Nun sollen seine Mühen der Flucht und Integration mit einer Abschiebung nach Griechenland zunichtegemacht werden. Eine Abschiebung nach Griechenland, besonders in Zeiten von Corona, würde eine Missachtung angeblich unverhandelbarer Menschenrechte bedeuten.

Deutsche Gerichte haben in den vergangenen Jahren immer wieder Abschiebungen nach Griechenland aufgrund der dort herrschenden Bedingungen untersagt. Es mangelt nicht nur an Arbeitsplätzen und Unterkünften, sondern auch an Nahrungsmitteln und medizinischer Basisversorgung. Im März hatte Griechenland kurzerhand das Recht einen Asylantrag zu stellen ausgesetzt. Hier gibt es für Ahmad und viele andere Menschen auf der Flucht keine Perspektiven.

Ahmad wohnt seit 2,5 Jahren in Deutschland und ist endlich an einem Ort angekommen, den er sein neues „Zuhause“ nennen kann. Wie kann man jemanden so aus dem Leben reißen? Eine Abschiebung würde eine weitere traumatisierende Erfahrung für ihn bedeuten!

Wir appellieren an euch, diese sinnlose Ungerechtigkeit nicht hinzunehmen! Wir appellieren an die zuständigen Behörden: Finden Sie Lösungen, ziehen Sie diesen Fall an sich – es ist ganz einfach, wenn Sie es wollen. Wir appellieren auch an unseren Oberbürgermeister in Osnabrück, Wolfgang Griesert, und an den Rat der Stadt – helfen Sie uns, dass Ahmad bleiben darf. #allefürAhmad

 

Deine Unterschrift ist nicht nur ein solidarisches Zeichen für diesen Fall, sondern auch ein Zeichen gegen die willkürliche und menschenfeindliche Abschiebepolitik! Wann werden wir zu einer Politik gelangen, die Menschen schützt, statt sie zu gängeln, herumzuschubsen und ertrinken zu lassen?

Bitte helft uns, helft Ahmad, indem ihr diese Petition verbreitet und diese Ungerechtigkeit öffentlich macht.