Verbot von privatem Feuerwerk in Mülheim an der Ruhr

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„Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber es glänzt auch nicht alles, was Gold ist.“  Friedrich Hebbel *1813

Das Feuerwerk mag uns für einen kurzen Moment Spaß bereiten und schön am Himmel glänzen wie Gold. Schaut man jedoch genauer hin entpuppt es sich als Gift. Unsere Luft mag uns dagegen so langweilig und unbedeutend vorkommen und nicht glänzen und dennoch ist sie für uns wie „Gold“ - unser Lebenselixier.

Deshalb setzte ich mich für das Verbot von privatem Feuerwerk ein. Wir als Mülheimer Bürger sollten unser Schicksal jetzt selbst in die Hand nehmen und unser Lebenselixier beschützen. Denn auf die Politik alleine können wir nicht länger warten.

Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für ein bundesweites Verbot von privater Böllerei ein. Auf Bundesebene ist eine Änderung des Sprengstoffgesetzes notwendig, damit die Kommunen endlich handeln können. Eine zentral organisierte Lichtshow oder ein Feuerwerk kann hier eine gute Lösung für uns alle sein. Unterschreibt die Petition und lasst uns so den Druck auf die Politik erhöhen.

Euer Rafael Krajewski und die Deutsche Umwelthilfe e.V.

PS:

Zu den Gründen:

1. Die Feinstaubbelastung in der Silvesternacht wird aufgrund der Feuerwerke um das bis zu 30-fache des Erlaubten überschritten. Im Klartext: in der Silvesternacht wird etwa 16 Prozent der gesamten im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge innerhalb eines Jahres ausgestoßen. Dies ist auch für die Bürger durch immer dichter werdenden Nebel zu erkennen, der das Bestaunen der durch die Raketen hervorgerufenen Lichtspiele mancherorts gar nicht mehr zulässt. Dies hat auch schon 2016 Diplomchemiker Rudolf Schierl in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung bewiesen.


2. Jedes Jahr entlaufen und sterben Haustiere durch massenhaftes Abfeuern von sogenannten "Böllern". Da sich an die geltenden Gesetze nicht gehalten wird (Abfeuern nur am 31.12. und 01.01. erlaubt), ist es für viele Tierhalter tagelang ein Spießrutenlauf. Ganz zu schweigen von den Wildtieren, die durch die Knallerei in Panik geraten und auch teilweise schwere Unfälle verursachen. Auch die ohnehin schon stark schwindenden Vogelbestände werden durch Feuerwerke gefährdet. Siehe dazu z.B. die Vorfälle in Arkansas (USA), als im Jahr 2011 in der Silvesternacht mehr als 3000 Vögel tot vom Himmel fielen.


3. Die hohen Mengen an Müll, die jedes Jahr nach den Silvesterfeuerwerken auf unseren Straßen liegen bleiben und von den Kommunen weggeräumt werden müssen. Wäre dies noch vertretbar, gilt dies nicht für den Müll, der auf Privatgrundstücken oder Wasserflächen landet und diese vergiftet.


4. Die Unfallgefahr, die jedes Jahr durch schwere Verletzungen und leider auch tragische Todesfälle aufgrund unsachgemäßen Gebrauchs von Feuerwerken aufs Neue bestätigt wird. Wenn man sich den hohen Alkoholkonsum bei den Feiern vor Auge hält, ist es eigentlich schon fast ein Wunder, dass nicht noch mehr passiert. Vor allem Jugendliche und Kinder werden Opfer der Feuerwerkskörper. Hier einige Beispiele vom Jahreswechsel 2016/ 2017:
- eine Siebenjährige wurde bei Hannover verletzt, als ein 14-jähriges Mädchen ihr einen Feuerwerkskörper in den Ausschnitt steckte, wo dieser dann auch explodierte
- eine Vierjährige wurde in Bremen von einer Gruppe Jugendlicher mit Böllern beworfen
- einem Neunjährigen wurden in Köln zwei Finger abgerissen, als er auf einem Spielplatz vermeintliche Blindgänger aufhob
- alleine in Berlin gab es in der Silvesternacht 14 Schwerverletzte durch Feuerwerkskörper.


5. Belastungen der Steuerzahler durch Schäden in zweistelliger Millionenhöhe jedes Jahr. Hervorgerufen durch Brände, Sachbeschädigungen, Verletzungen und Vorsätzlichkeiten wie das Zünden von Feuerwerkskörpern in Containern und Briefkästen.


6. Ohne Rücksicht auf die Umwelt, Tiere und andere Menschen (z.B. Demenzkranke) wird vor und nach der erlaubten Zeit Feuerwerk abgebrannt und auch die Sicherheitszonen um Krankenhäuser, Altenheime, landwirtschaftliche Nutzflächen wird trotz angedrohter Geldbußen bis zu 50.000€ ignoriert.


7. Auch letztes Jahr wurden diese „Kleinsprengstoffe“ gezielt zur Körperverletzung an Menschen (unter anderem Polizisten und Rettungskräften) und Tieren verwendet. Allein dies sollte Grund genug für das Verbot sein! Dass einige der Täter alkoholisiert waren, spielt keinerlei Rolle, denn dies ist im Vorfeld bereits klar.