RAVENSBURG: Der "Coswiger Platz" muss eine Parkanlage bleiben!

Das Problem

Ravensburg, 12. Juli 2021

[Bitte unterschreiben Sie diese Petition, wenn Sie selbst in Ravensburg leben, oder Sie einen Bezug zu Ravensburg und/oder eine Affinität zum Thema "Klimaveränderung/-Erwärmung" haben. Danke!]

Wir, die Unterzeichner/innen dieser PETITION, sprechen uns klar und deutlich, entschieden und vehement gegen eine Bebauung des "Coswiger Platz", der Ravensburgs Bürger/innen seit Jahrzehnten als Erholungspark dient, aus. Dort gehört weder ein weiterer Schultrakt der benachbarten "Wilhelmschule" (Realschule), noch ein Heizkraftwerk noch ein anderes Bauprojekt hin.

WIR SAGEN: HÄNDE WEG VON DEM "COSWIGER PLATZ" - EINEM DER LETZTEN LUNGENFLÜGEL DER STADT RAVENSBURG - GERADE IN ZEITEN DER KLIMAERWÄRMUNG UND DER ÄRA VIELER VERSPRECHUNGEN, GEGEN DIESEN KLIMAWANDEL ETWAS ZU TUN! 

Im Namen der Mitunterzeichner/innen,

Stefan Weinert, Ravensburg am 12. Juli 2021

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Begründungen, Erläuterungen, Informationen, Alternativen


Der etwa einhalb (1/2) Hektar große Erholungspark mit Spielplatz und Sandkasten, zwischen der Ravensburger Realschule und dem Parkhaus  Rauenegg, zwischen "Gustav-Werner-Stift" und "Wilhelmstraße", trägt seit dem 17. März 2011 den Namen "Coswiger Platz". Bereits 21 Jahre zuvor, nämlich 1990, dem Jahr der offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands, schlossen die sächsische Stadt Coswig (21.000 Einwohner) und die oberschwäbische Stadt Ravensburg eine Städtepartnerschaft, die bis heute gilt.

Dieser Platz soll nun Opfer eines weiteren Ravensburger Flächenfraßes werden. 

Auf dem "Coswiger Platz", bei dem es sich um eine innerstädtische Parkanlage mit Kinderspielplatz handelt, gibt es zwölf von der Stadtverwaltung aufgestellte Bänke, die - coronafrei - 50 Bürger/innen Platz bieten. Dazu kommen zwei weitere Bänke mit einem so genannten "Spieletisch" (Schach und Mühle), die 1983 vom "Ravensburger Verlag" zu dessen 100-jährigen Jubiläum gestiftet wurden. 

Umrandet ist der Park von vielen Bäumen und riesigen Buschkompositionen. Inmitten des Gartens ist ein 15 Meter langes mit einer Stahlkonstruktion umfasstes Blumenbeet angelegt, das die Form eines sich auf einer Seite zuspitzendes Oval hat und damit an einen großen Fisch erinnert. Dank der vielen Sträucher und Bäume sind die Hitze eines Sommertages (11. Juli 2021) und der "Lärm" der Wilhelmstraße erträglich. Der "Coswiger Park" schluckt nicht nur Lärm, sondern er schluckt zu dem täglich mehrere Tonnen CO2.

Am 4. Januar 2021 ließ die Stadtverwaltung Ravensburg verlauten, dass beim Parkhaus Rauenegg ein Heizkraftwerk gebaut wird, um die Ravensburger Innenstadt mit Wärme zu versorgen. Damals schrieb das "Ravensburger Spectrum" dazu:

"Dass Ravensburg fossil denkt und handelt, wird auch an dem neuerlich am dunklen Ökohimmel herauf ziehenden Skandal deutlich. - Die Anwohner des "Blauen Platzes 2.O" (das ist der Ravensburger "Gespinstmarkt") und dessen Umgebung, müssen sich in Zukunft an das städtische Fernwärmenetz anschließen lassen, da mittelfristig den dort gelegenen Häusern  die direkte Gasversorgung versagt wird. Stattdessen sollen sie mit Fernwärme versorgt werden. Diese wird - so ist es geplant - über eine Große Heizanlage im Rauenegg generiert. Doch für sie gibt es bisher weder einen Bauplan, geschweige denn ist sie schon in Betrieb. Das "Heizkraftwerk Rauenegg" soll aber mit jenem Gas betrieben werden, das zuvor den Nutznießern der bisherigen Gasheizungen, die bisher die Kosten für ihren Verbrauch anteilig für sich selbst tragen konnten, abgedreht wurde." 

Auch für den ins Spiel gebrachten Schultrakt (Labor) auf dem "Coswiger Platz" gibt es noch keinen konkreten Bauplan und Baubeschluss. Und das muss so bleiben. Denn seit Jahren rühmt sich die Ravensburger Stadtverwaltung damit, Klima ausgezeichnet zu sein, hat eine Klimakommission ins Leben gerufen und nun auch noch einen hoch dotierten KLIMARAT von vier externen Akademikern implementiert. Was sagt eigentlich dieser KLIMARAT zu diesem Vorhaben?  

Meine Recherchen haben ergeben, dass die Schülerzahlen in Ravensburg grundsätzlich stagnieren oder gar leicht zurückgehen. Vor allem die an der Kuppelnauschule. Aber eben auch an anderen Schulen.

Der "Coswiger Platz" bildet den Abschluss einer recht langen Hanglage von Nord (Friedhof, Wassertreter, Friedhofstrasse, Schlierer Straße, Seniorenresidenz) nach Süd (Wilhelmstraße, Gänsbühl). Schon jetzt sprudelt bei Starkregen das Wasser aus den Gullis der Tangente "Wangener - Schussenstrasse". 

In unmittelbarer Nachbarschaft zum "Coswiger Platz" und damit auch zur Realschule, werden in mittelfristiger (?) Zukunft ein ganzes Gebäude (Landwirtschaftsamt)und weitere Räumlichkeiten im Bürogebäude neben dem Parkhaus frei. Denn das bisherige Kreishaus II. (Gartenstraße 107, ehem. Telekomgebäude) wird abgerissen, um einem alle Amtsstellen integrierendes neues Landratsamt Platz zu machen.

Heizkraftwerk und/oder Schultrakt und die jahrelange Sanierung oder gar Abriss des Parkhauses sind nicht nur ein schleichender Todesstoß für die "Senioren nebenan", sondern für uns alle. Was wird wohl die Stadt Coswig dazu sagen?

LAST BUT NOT LEAST

- Der "Coswiger Platz" muss ein Park bleiben! 

- Nicht nur von "vertikaler" Bauweise reden, sondern sie auch umsetzen.

- Leerstehende Gebäude anmieten oder aufkaufen.  Als in Laupheim an der Realschule Klassenzimmern fehlten, verlagerte mensch die niedrigsten Klassenstufen in eine ehemalige Landwirtschaftsschule am Bronner Berg.

 

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Stefan WeinertPetitionsstarter*in
Erfolg
Diese Petition war mit 107 Unterstützer*innen erfolgreich!

Das Problem

Ravensburg, 12. Juli 2021

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Wir, die Unterzeichner/innen dieser PETITION, sprechen uns klar und deutlich, entschieden und vehement gegen eine Bebauung des "Coswiger Platz", der Ravensburgs Bürger/innen seit Jahrzehnten als Erholungspark dient, aus. Dort gehört weder ein weiterer Schultrakt der benachbarten "Wilhelmschule" (Realschule), noch ein Heizkraftwerk noch ein anderes Bauprojekt hin.

WIR SAGEN: HÄNDE WEG VON DEM "COSWIGER PLATZ" - EINEM DER LETZTEN LUNGENFLÜGEL DER STADT RAVENSBURG - GERADE IN ZEITEN DER KLIMAERWÄRMUNG UND DER ÄRA VIELER VERSPRECHUNGEN, GEGEN DIESEN KLIMAWANDEL ETWAS ZU TUN! 

Im Namen der Mitunterzeichner/innen,

Stefan Weinert, Ravensburg am 12. Juli 2021

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Begründungen, Erläuterungen, Informationen, Alternativen


Der etwa einhalb (1/2) Hektar große Erholungspark mit Spielplatz und Sandkasten, zwischen der Ravensburger Realschule und dem Parkhaus  Rauenegg, zwischen "Gustav-Werner-Stift" und "Wilhelmstraße", trägt seit dem 17. März 2011 den Namen "Coswiger Platz". Bereits 21 Jahre zuvor, nämlich 1990, dem Jahr der offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands, schlossen die sächsische Stadt Coswig (21.000 Einwohner) und die oberschwäbische Stadt Ravensburg eine Städtepartnerschaft, die bis heute gilt.

Dieser Platz soll nun Opfer eines weiteren Ravensburger Flächenfraßes werden. 

Auf dem "Coswiger Platz", bei dem es sich um eine innerstädtische Parkanlage mit Kinderspielplatz handelt, gibt es zwölf von der Stadtverwaltung aufgestellte Bänke, die - coronafrei - 50 Bürger/innen Platz bieten. Dazu kommen zwei weitere Bänke mit einem so genannten "Spieletisch" (Schach und Mühle), die 1983 vom "Ravensburger Verlag" zu dessen 100-jährigen Jubiläum gestiftet wurden. 

Umrandet ist der Park von vielen Bäumen und riesigen Buschkompositionen. Inmitten des Gartens ist ein 15 Meter langes mit einer Stahlkonstruktion umfasstes Blumenbeet angelegt, das die Form eines sich auf einer Seite zuspitzendes Oval hat und damit an einen großen Fisch erinnert. Dank der vielen Sträucher und Bäume sind die Hitze eines Sommertages (11. Juli 2021) und der "Lärm" der Wilhelmstraße erträglich. Der "Coswiger Park" schluckt nicht nur Lärm, sondern er schluckt zu dem täglich mehrere Tonnen CO2.

Am 4. Januar 2021 ließ die Stadtverwaltung Ravensburg verlauten, dass beim Parkhaus Rauenegg ein Heizkraftwerk gebaut wird, um die Ravensburger Innenstadt mit Wärme zu versorgen. Damals schrieb das "Ravensburger Spectrum" dazu:

"Dass Ravensburg fossil denkt und handelt, wird auch an dem neuerlich am dunklen Ökohimmel herauf ziehenden Skandal deutlich. - Die Anwohner des "Blauen Platzes 2.O" (das ist der Ravensburger "Gespinstmarkt") und dessen Umgebung, müssen sich in Zukunft an das städtische Fernwärmenetz anschließen lassen, da mittelfristig den dort gelegenen Häusern  die direkte Gasversorgung versagt wird. Stattdessen sollen sie mit Fernwärme versorgt werden. Diese wird - so ist es geplant - über eine Große Heizanlage im Rauenegg generiert. Doch für sie gibt es bisher weder einen Bauplan, geschweige denn ist sie schon in Betrieb. Das "Heizkraftwerk Rauenegg" soll aber mit jenem Gas betrieben werden, das zuvor den Nutznießern der bisherigen Gasheizungen, die bisher die Kosten für ihren Verbrauch anteilig für sich selbst tragen konnten, abgedreht wurde." 

Auch für den ins Spiel gebrachten Schultrakt (Labor) auf dem "Coswiger Platz" gibt es noch keinen konkreten Bauplan und Baubeschluss. Und das muss so bleiben. Denn seit Jahren rühmt sich die Ravensburger Stadtverwaltung damit, Klima ausgezeichnet zu sein, hat eine Klimakommission ins Leben gerufen und nun auch noch einen hoch dotierten KLIMARAT von vier externen Akademikern implementiert. Was sagt eigentlich dieser KLIMARAT zu diesem Vorhaben?  

Meine Recherchen haben ergeben, dass die Schülerzahlen in Ravensburg grundsätzlich stagnieren oder gar leicht zurückgehen. Vor allem die an der Kuppelnauschule. Aber eben auch an anderen Schulen.

Der "Coswiger Platz" bildet den Abschluss einer recht langen Hanglage von Nord (Friedhof, Wassertreter, Friedhofstrasse, Schlierer Straße, Seniorenresidenz) nach Süd (Wilhelmstraße, Gänsbühl). Schon jetzt sprudelt bei Starkregen das Wasser aus den Gullis der Tangente "Wangener - Schussenstrasse". 

In unmittelbarer Nachbarschaft zum "Coswiger Platz" und damit auch zur Realschule, werden in mittelfristiger (?) Zukunft ein ganzes Gebäude (Landwirtschaftsamt)und weitere Räumlichkeiten im Bürogebäude neben dem Parkhaus frei. Denn das bisherige Kreishaus II. (Gartenstraße 107, ehem. Telekomgebäude) wird abgerissen, um einem alle Amtsstellen integrierendes neues Landratsamt Platz zu machen.

Heizkraftwerk und/oder Schultrakt und die jahrelange Sanierung oder gar Abriss des Parkhauses sind nicht nur ein schleichender Todesstoß für die "Senioren nebenan", sondern für uns alle. Was wird wohl die Stadt Coswig dazu sagen?

LAST BUT NOT LEAST

- Der "Coswiger Platz" muss ein Park bleiben! 

- Nicht nur von "vertikaler" Bauweise reden, sondern sie auch umsetzen.

- Leerstehende Gebäude anmieten oder aufkaufen.  Als in Laupheim an der Realschule Klassenzimmern fehlten, verlagerte mensch die niedrigsten Klassenstufen in eine ehemalige Landwirtschaftsschule am Bronner Berg.

 

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Stefan WeinertPetitionsstarter*in

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Die Entscheidungsträger*innen

Mitglieder des Ravensburger Gmeinderats
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Petition am 12. Juli 2021 erstellt