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Trotz Coronavirus - Gebärende brauchen ihre Partner*innen im Kreißsaal!

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Trotz Coronavirus - Gebärende brauchen ihre Partner*innen im Kreißsaal!

Am Freitag erreichte uns die Nachricht, dass Partner*innen in Kreißsälen und Wochenbettstationen zur Eindämmung von Covid-19 in ganz Brandenburg keinen Einlass mehr erhalten.

Auf Brandenburger Ebene wurde dies am Sonntag (22.3.) von Ministerpräsident Woidke revidiert. In der Landeshauptstadt Potsdam soll die Regelung nach unserem Wissen für die Kreißsäle bestehen bleiben. 

Diese Entscheidung hat in unserem Erleben weitreichende Folgen. Frauen melden sich verzweifelt bei Hebammen, die außerklinische Geburtshilfe anbieten. Wo dies nicht möglich ist, weil keine Hebamme zum errechneten Geburtstermin mehr verfügbar ist, erreichen uns Anfragen mit der Bitte um Informationen zur Alleingeburt.
Ich bin Caroline Bollien und Psychologin. Fast jeden Tag erreichen mich Nachrichten und Berichte von Frauen, die sorgenvoll auf die Geburt ihres Kindes blicken. Sie haben Angst allein zu sein und dieses wichtige Erlebnis nicht mit ihren Partner*innen teilen zu können. Sie merken wie eine innere Blockade entsteht, was immense Auswirkungen auf den Geburtsprozess haben kann.
Deshalb: Gebärende brauchen ihre Partner*innen im Kreisßsaal! 

Die Gründe dafür liegen unserer Meinung nach in der nachvollziehbaren Angst davor, allein bei der Geburt im Kreißsaal zu sein. In Zeiten, wo wir eine Eins-zu-Eins Betreuung nicht im Mindesten gewährleistet sehen, sehen wir diese Entscheidung als zu weitreichend in ihren negativen Konsequenzen für Frauen und Kinder, um sie rechtfertigen zu können.

Es fehlt in den Potsdamer Krankenhäusern an Hebammen, sodass wir die Ängste der werdenden Eltern sehr nachfühlen können.

Wir appellieren dringendst an den Potsdamer OB Mike Schubert sowie die Leitungen der Geburtenkliniken des Ernst-von-Bergmann sowie des St.-Joseph-Klinikums, den Besuch von Angehörigen für Schwangere auch angesichts der dramatischen Entwicklungen um Covid-19 zuzulassen, da unserer Meinung nach weder der Tod noch die Geburt eines Menschen ohne die Möglichkeit einer Begleitung von Angehörigen stattfinden darf.

Die Kliniken folgen damit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. zu „Präventionsmaßnahmen für die geburtshilfliche Versorgung in deutschen Krankenhäusern und Kliniken im Zusammenhang mit dem Coronavirus“. Dort heißt es: „Die Schwangere wird von maximal einer Person begleitet, wechselnde Begleitpersonen unter der Geburt sind nicht erlaubt.“1 sowie „Besuche sind bis auf den Partner und eigene Kinder, sofern sie weder von COVID-19 betroffen, noch symptomatisch sind, zu beschränken.“

Mit der dringenden Bitte, um Unterstützung habe ich diese Petition gestartet! Wir wollen mittels dieser Petition ein starkes Zeichen setzen sowie den öffentlich Druck erhöhen!



Heute: Caroline verlässt sich auf Sie

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