o Über 46 Monate keine Lohnerhöhung! Wir fahren am Limit Frau Schall!

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Das Problem

Sehr geehrte Frau Arbeitsministerin Dörte Schall,

 

heute wollen wir Busfahrerinnen und Busfahrer unseres Landes Rheinland-Pfalz uns direkt an Sie wenden.  

Der Grund ist, dass wir seit Jahren keine Lohnerhöhung mehr erhalten haben und wir uns von dem Agieren des Arbeitgeberverbandes VAV regelrecht ausgenutzt fühlen. Wir haben das Gefühl, dass sich viele Unternehmen seit Jahren die Taschen voll machen, ihren Fuhrpark mit dutzenden nagelneuen Bussen ausstatten, während uns wiederum erklärt wird, man habe nicht mal mehr das Geld, um die Busse betanken zu können. 

Wir erwarten nicht viel, sondern nur dass wir von unserem Lohn unserer Kinder versorgen und unsere Kühlschränke voll machen können. Zuletzt hat unsere ver.di mit der VAV ein Tarifergebnis vereinbart, welches die VAV nur dann umsetzen wollte, wenn ein anderer, nämlich die öffentliche Hand es bezahlt.  

Leittragende sind wir in diesem Land. Denn wir sind es die unter diesen Dumpinglöhnen weiterhin Busfahren müssen, für fast 3 € weniger Stundenlohn wie unsere benachbarten Kolleginnen und Kollegen. 

Nach alldem haben wir uns einstimmig dafür ausgesprochen, mit der VAV die Tarifbeziehung für alle Zeit zu beenden. In der Folge hat unsere ver.di die Aberkennung des VAV-Tarifvertrages aus der Liste der repräsentativen Tarifverträge beantragt. Auch der KAV Rheinland-Pfalz hat einen Tarifvertrag mit unserer ver.di abgeschlossen, der nun ein Mindestentgelt für die gesamte Busbranche in Rheinland-Pfalz und damit auch für uns abbildet. 

Nachdem der zuständige Beirat für die repräsentativen Tarifverträge nun schon im April 2025 und im Juli 2025 final getagt hatte und dort die demokratische Abstimmung zur Entfernung des VAV und zur Aufnahme des Mindestentgelttarifvertrages getroffen wurde, liegt nun all unsere Erwartung in der Entscheidungsumsetzung der Politik.

Wir bitten Sie daher, als unserer Arbeitsministerin in unserem schönen Rheinland-Pfalz, die Beschlusslage des Beirates nun umsetzen, damit wir im Sinne des Landestariftreuegesetzes vor weiterer Ausnutzung geschützt werden.

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