Confirmed victory
Petitioning Barbara Steffens, Gesundheitsministerin NRW and 3 others

Notfallverhütung für vergewaltigte Frauen in ALLEN deutschen Krankenhäusern

Ganz Deutschland ist entsetzt darüber, dass zwei katholische Krankenhäuser in Köln einem Vergewaltigungsopfer Behandlung und Untersuchung verweigerten. Der Schutz und die Betreuung des Opfers sowie das öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung sollten das Wichtigste sein. Die verantwortlichen ÄrztInnen stellten sie aber aufgrund tiefer Verunsicherung über moraltheologische Vorgaben ihres Arbeitgebers zurück.

UPDATE 13.02.2013 +++Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (oben - Mitte) nimmt am 8.2.13 die ersten 43.814 Unterschriften entgegen und "begrüßt die Zusicherung, dass alle Katholischen Bistümer in NRW die Aussagen von Kardinal Meisner unterstützen. Jetzt muss es darum gehen, diese Zusage aus allen deutschen Bistümern zu erhalten. Außerdem sollte der Bund dafür sorgen, dass das gesamte Notfallpaket im Vergewaltigungsfall in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen wird."

Das Notfallpaket muss die Notfallversorgung und Behandlung, die Notfallverhütung mit der "Pille danach" und die (anonyme) Spurensicherung beinhalten.

Als nächsten Schritt wenden wir uns an den Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, um die Finanzierung des Notfallpakets im Leistungskatlog der GKV zu verankern und eine bundesweite Lösung herbeizuführen, die klare Richtlinien zur Notfallverhütung in ALLEN deutschen Krankenhäuser vorgibt.

Gewaltopfer müssen sicher sein können, dass sie in ALLEN DEUTSCHEN Krankenhäusern jede Unterstützung erhalten, die sie in so einem Fall benötigen. Vergewaltigte Frauen müssen in Deutschland die beste Versorgung erhalten, die denkbar ist. Das Recht von Frauen auf umfassende gesundheitliche Versorgung und Selbstbestimmung darf nicht durch Glaubensfragen verletzt werden. 

Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung ist eine sofortige gründliche Untersuchung zur Spurensicherung, ggf. eine anonyme Spurensicherung für eine spätere Strafverfolgung von zentraler Bedeutung. Außerdem muss dem mutmaßlichen Opfer einer Vergewaltigung sofort und ohne Einschränkung die Möglichkeit einer nachträglichen Verhütung beratend angeboten werden.

Vergewaltiger tragen keine Kondome. Wenn doch, dann nicht um eine Schwangerschaft zu verhüten, sondern um Spuren zu verwischen.

Die Notfallverhütung durch die "Pille danach" sollte möglichst in den ersten 24 Stunden nach einer Vergewaltigung erfolgen. Sie ist keine Abtreibung einer bereits entstandenen Schwangerschaft. Ihre Wirkung besteht darin, den Eisprung zu verzögern oder ganz zu verhindern.

Wir bitten den Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, bis zum weltweiten Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 14. Februar 2013, (http://onebillionrising.org)* verbindlich zu klären, wie eine Notfallverhütung mit der Pille danach in ALLEN Krankenhäusern sichergestellt werden kann. 

Unser Ziel, bis zum 14. Februar mindestens 50.000 Unterschriften zu sammeln, haben wir  erreicht. Mit Ihren Stimmen im Rücken können wir einen sachlichen und produktiven Dialog mit den verantwortlichen PolitikerInnen in die Wege leiten.

Wir fragen uns, ob in katholischen Krankenhäusern durch so genannte "ethische Stellungnahmen" Opferschutz und ärztliche Pflichten verletzt und aufgegeben worden sind.

Wir fragen uns, wie stark die Verunsicherung von ÄrztInnen sein muss, wenn sie aufgrund religiös begründeter Vorgaben nicht nur ihren hippokratischen Eid sondern sogar die Prinzipien christlicher Nächstenliebe zurückstellen.

Wir fragen uns, ob es einer vergewaltigten Frau zuzumuten ist, nach dem furchtbarsten Erlebnis ihres Lebens erst zu prüfen, wer der Träger eines Krankenhauses ist, bevor sie sich in Hoffnung auf Hilfe und Beistand in Behandlung begibt.

Wir fragen uns, wie sichergestellt werden kann, dass ein solcher Vorfall zukünftig bei öffentlich geförderten Institutionen unterbunden werden kann und wünschen uns für die Frauen in ganz Deutschland eine Lösung.

Religion ist in Deutschland Privatsache. Sie darf niemals der Grund sein, Menschen medizinisch notwendige Behandlungen vorzuenthalten. Vergwaltigungsopfern am allerwenigsten. Wir sehen hier politischen Regelungsbedarf und bitten die verantwortlichen PolitikerInnen, Klarheit für Frauen in Deutschland zu schaffen.

Ob Frau oder Mann: Bitte unterschreiben Sie diese Petition und verteilen Sie sie in Ihrem Umfeld weiter! Frauen, die vergewaltigt wurden, müssen die beste nur denkbare Hilfe erhalten. Machen Sie mit!

www.change.org/notfallverhuetung

*Der internationale Valentinstag soll in diesem Jahr von einer im Internet ausgerufenen weltweiten Aktion gegen die Vergewaltigung von Frauen begleitet werden.

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OFFIZIELLE UNTERSTÜTZERINNEN + UNTERSTÜTZER:

Silvia Neid – Bundestrainerin deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft

TERRE DES FEMMES, Menschenrechte für die Frau e.V., www.frauenrechte.de

Humanistischer Verband Deutschlands, http://www.humanismus.de/

Verein gegen Kindesmissbrauch, http://www.gegen-missbrauch.de/

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Kontakt: pro familia NRW

Tel: 0202 / 245 65-0
Fax: 0202 / 245 65-30
Email: lv.nordrhein-westfalen[at]profamilia.de

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Kampagnenbild zum Teilen (z.B. auf Facebook posten): http://pinterest.com/pin/408209153694504276/

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Website von Barbara Steffens

Facebookseite von Daniel Bahr

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(alle Bilder und Fotos dieser Kampagne sind rechtfrei und dürfen benutzt werden)

Letter to
Barbara Steffens, Gesundheitsministerin NRW
Daniel Bahr, Gesundheitsminister
Zur Info: Erzbischof Joachim Kardinal Meisner
and 1 other
pressestelle@dbk.de Deutsche Bischofskonferenz
Sehr geehrte Frau Steffens, sehr geehrter Herr Bahr,
sehr geehrte Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz,

ganz Deutschland ist entsetzt darüber, dass zwei katholische Krankenhäuser in Köln einem Vergewaltigungsopfer Behandlung und Untersuchung verweigerten. Der Schutz und die Betreuung des Opfers sowie das öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung sollten das Wichtigste sein. Die verantwortlichen ÄrztInnen stellten sie aber aufgrund tiefer Verunsicherung über moraltheologische Vorgaben ihres Arbeitgebers zurück.

Gewaltopfer müssen sicher sein können, dass sie in ALLEN DEUTSCHEN Krankenhäusern jede Unterstützung erhalten, die sie in so einem Fall benötigen. Vergewaltigte Frauen müssen in Deutschland die beste Versorgung erhalten, die denkbar ist. Das Recht von Frauen auf umfassende gesundheitliche Versorgung und Selbstbestimmung darf nicht durch Glaubensfragen verletzt werden.

Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung ist eine sofortige gründliche Untersuchung zur Spurensicherung, ggf. eine anonyme Spurensicherung für eine spätere Strafverfolgung von zentraler Bedeutung. Außerdem muss dem mutmaßlichen Opfer einer Vergewaltigung sofort und ohne Einschränkung die Möglichkeit einer nachträglichen Verhütung beratend angeboten werden.

Die Notfallverhütung durch die "Pille danach" sollte möglichst in den ersten 24 Stunden nach einer Vergewaltigung erfolgen. Sie ist keine Abtreibung einer bereits entstandenen Schwangerschaft. Ihre Wirkung besteht darin, den Eisprung zu verzögern oder ganz zu verhindern.

Ich bitte Sie, bis zum weltweiten Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 14. Februar, verbindlich zu klären, wie eine Notfallverhütung mit der Pille danach in ALLEN Krankenhäusern sicher gestellt werden kann.

Wir fragen uns, ob in katholischen Krankenhäusern durch so genannte "ethische Stellungnahmen" Opferschutz und ärztliche Pflichten verletzt und aufgegeben worden sind.

Wir fragen uns, wie stark die Verunsicherung von ÄrztInnen sein muss, wenn sie aufgrund religiös begründeter Vorgaben nicht nur ihren hippokratischen Eid sondern sogar die Prinzipien christlicher Nächstenliebe zurückstellen.

Wir fragen uns, ob es einer vergewaltigten Frau zuzumuten ist, nach dem furchtbarsten Erlebnis ihres Lebens erst zu prüfen, wer der Träger eines Krankenhauses ist, bevor sie sich in Hoffnung auf Hilfe und Beistand in Behandlung begibt.

Wir fragen uns, wie sichergestellt werden kann, dass ein solcher Vorfall zukünftig bei öffentlich geförderten Institutionen unterbunden werden kann und wünschen uns für die Frauen in Deutschland eine Lösung.

Religion ist in Deutschland Privatsache. Sie darf niemals der Grund sein, Menschen medizinisch notwendige Behandlungen vorzuenthalten. Vergwaltigungsopfern am allerwenigsten.

Ich sehe hier politischen Regelungsbedarf und bitte Sie, Klarheit für Frauen in Deutschland zu schaffen. Jetzt ist der Moment gekommen, vergewaltigten Frauen in Deutschland die beste nur denkbare Hilfe zu geben.