Petition update#NoFracking: Keine neuen Terminals für Klimakiller-Gas!Offener Brief an deutsche Botschaft in Kanada: Bundesregierung finanziert Fracking-Export-Terminal!
Lilli und Gustav und die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Sep 29, 2020

Liebe Freundinnen und Freunde,

als wäre die Unterstützung deutscher Fracking-Importterminals nicht schlimm genug, möchte unsere Regierung auch noch den Bau eines LNG-Export-Terminals im kanadischen Goldboro ko-finanzieren. Schreibe jetzt eine Protestmail an Trump und die US-Botschaft, denn wenn in Deutschland nicht gebaut wird, erschwert das auch den Bau von Exportinfrastruktur in anderen Ländern!

Gestern haben kanadische Aktivist*innen mit einem offenen Brief an die deutsche Botschaft in Ottawa gegen die Förderung des Fracking-Exportterminals im kanadischen Goldboro protestiert. Der Grund: Deutschland hat dem kanadischen Unternehmen Pieridae Energy Finanzkreditgarantien in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar für den Bau des Terminals und zur Erschließung zusätzlicher Erdgasquellen und –lieferungen in Aussicht gestellt. Unsere Regierung will unser Steuergeld also nicht nur für deutsche Fracking-Import-Terminals, sondern auch für ihre Gegenstücke im Ausland aus dem Fenster werfen!

Pieridae Energy hat einen 20-jährigen Liefervertrag mit Uniper geschlossen – dem Unternehmen, das das LNG-Terminal in Wilhelmshaven errichten möchte. Der Brief, der von über 100 kanadischen, deutschen und internationalen Bürgerinitiativen und Umweltverbänden unterschrieben wurde, legt detailliert dar, dass das Projekt ohne die deutschen Finanzkreditgarantien finanziell unrentabel wäre. Außerdem beschreibt das Dokument, dass Peridae – entgegen anderslautender Beteuerungen seitens des Unternehmens – die vertraglich zugesicherten Volumina nicht ohne den Bezug von Fracking-Gas aus den USA wird decken können.

Diesen Import von gefracktem Gas durch die Hintertür müssen wir unbedingt aufhalten. Trotz des offenen Briefs und des langjährigen Widerstands vor Ort besteht weiterhin das Risiko, dass Deutschland seine Finanzgarantien nicht zurückzieht. Aber wir können noch mehr tun, um das Projekt zu verhindern, denn ohne LNG-Terminals in Deutschland und entsprechende Abnehmer von fossilem Gas wird sich das Goldboro-Terminal erst recht nicht lohnen.

Unterschreibe deshalb jetzt unsere Protestmail, damit der Bau von Terminals in Deutschland gestoppt wird! Unterstütze unsere Petition und leite diesen Aufruf an Verwandte, Freund*innen, und Bekannte weiter! Wenn du mehr über das Terminalprojekt in Goldboro erfahren möchtest kannst du dich außerdem zur Online-Veranstaltung der DUH und der Heinrich-Böll-Stiftung „Globale/Transatlantische Verkettung: Klimaschädliche LNG-Förderung in Kanada mithilfe deutscher Finanzgarantien“ am 07.10. hier anmelden. Dort werden u. a. kanadische Aktivist*innen aus erster Hand über ihren Kampf vor Ort berichten.

Lilli, Gustav und
Constantin von der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

 

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