RETTET DEN LEGENDÄREN ROSENKAVALIER VON 1972 AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER

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Im Olympiajahr 1972, einem Jahr,  das München grundlegend bis heute geprägt hat, wurden Otto Schenk (Regie) und Jürgen Rose (Bühnenbild) beauftragt, eine Inszenierung des Rosenkavaliers zu schaffen, die mit wertvollsten Materialien ein bisschen Münchner Flair aufkommen lassen sollten. So hat Rose zum Beispiel den berühmten Spiegelsaal der Amalienburg  mehr oder weniger eins zu eins auf die Bühne des 2. Aktes gestellt.

Für die musikalische Umsetzung wurde kein Geringerer als Carlos Kleiber verpflichtet. Die Sängerriege reicht von Lucia Popp, über Gwyneth Jones, Kurt Moll bis zur legendären Brigitte Fassbaender. Diese Besetzung blieb der Produktion bis in die späten 80er Jahre treu. Später inszenierte Brigitte Fassbaender die ein wenig in die Jahre gekommene Inszenierung nach alten Regiebüchern neu, so, dass spätere, auch wieder hochkarätige Darsteller und Dirigenten diese Kultinszenierung übernehmen - und weitertragen konnten. Die Vorstellungen sind stets ausverkauft gewesen, die Münchner identifizierten sich mit "ihrem" Rosenkavalier.

Nun hat die Bayerische Staatsoper beschlossen, diese geschichtsträchtige Institution zugunsten einer "zeitgemäßeren" Deutung abzusetzen und einzustampfen.

Das Publikum wird ständig mit unterschiedlich erfolgreichen, modernen Inszenierungen konfrontiert.Liebe Staatsoper: Lassen Sie doch den Rosenkavalier sozusagen als Zeitzeugen im Repertoire. Sie könnten ja parallel, als Kontrast dazu einen Modernen inszenieren. Als Vorbild für so ein Modell könnte doch der historische Parsifal aus den 50er Jahren am Nationaltheater Mannheim stehen, zu dem die Menschen jedes Jahr von weit her pilgern.

Ich halte diese Petition für nötig, weil ich immer mehr zu dem Schluss komme, dass ausgesuchte Inszenierungen, ähnlich, wie Baudenkmäler, Landschaften unter einen besonderen Schutz gestellt werden müssen. Das ist kein Statement für, - oder gegen das sog. Regietheater. Aktuelle Produktionen haben ihre absolute Berechtigung und Relevanz. Trotzdem muss nicht gleich gezetert werden, daß das Theater zum Museum verkommt, wenn zwischen all den mehr oder weniger austauschbaren Ergüssen der Jetztzeit eine Inszenierung einer anderen Epoche ab und zu auf dem Spielplan steht. Theater ist so vielseitig, verträgt so viel, lebt von Widersprüchen und der ständigen Auseinandersetzung und Kontroverse. Auch die ist gegeben bei einer historischen Produktion. Andere Häuser gäben etwas darum, noch Originalstücke zu besitzen, lassen aufwändigst die Bühnenbilder rekonstruieren, wie jüngst die Salzburger Festspiele mit Schneider-Siemssen, oder die Prager Oper mit Wolfgang Wagners Lohengrin. Nur Mut, Humor und Freude am Staunen, diskutieren und Genießen!

 



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